Mit einer Verspätung von über einer halben Stunde ging es mit einer Boeing 767-300ER (Taufname: Alexander Pushkin) nach Moskau Sheremetyevo (SVO, SU132). Die Aeroflot Maschine hatte mit 11,5 Jahre (Erstflug 27.04.2000) ihre beste Zeit bereits hinter sich.

Boeing 767-300ER (Taufname: Alexander Pushkin)
Der in Blautönen gehaltenen Innenausstattung konnte man das Alter auch ansehen. Wir nahmen auf den blauen, leicht ausgesessenen Ledersitzen in Reihe 12 (Platz G & H) platz. Die Stewards, ja auch hier gibt es männliche Flugbegleiter, erinnerten einen stark an Türsteher.

Kabine der Boeing 767-300ER
Positiv überrascht waren wir vom Service – auf einer eher kurzen Strecke. Zuerst wurden Getränke gereicht und anschließend ein kaltes Essen. Es gab ein Brötchen, welches wie ein Schwamm aussah, Salat mit Pute und ein Stück Kuchen. Bis auf den Kaffee war eigentlich alles sehr lecker. Da kann sich eine renommierte Airline wie die Lufthansa mal ein Beispiel nehmen.

Essen an Bord auf dem Flug nach Moskau
Die Flugroute führt von Budapest über die Karpaten, Kiew und Minsk direkt nach Moskau. Nach 2 Stunden und 10 Minuten setzte der Pilot um 16:29 Uhr (Ortszeit) zur Landung an.
Angekommen in Sheremetyevo mussten wir durch die Passkontrolle für Transitpassagiere ohne Visum für Russland. Die Kontrollen sind dabei sehr schwach und unsere Visa für Vietnam wollte bis jetzt auch noch keiner sehen. Von unserem Ankunftsterminal E mussten wir zum Terminal D laufen. Die Wege in Sheremetyevo empfinde ich als sehr lang. Die Russen scheinen ein sehr kauflustiges Volk zu sein, so viele Duty Free Läden wie es hier gibt. Anders als ich erwartet hatte, war das Terminal sehr modern gestaltet und auch sauber. Auch kostenloses Wifi gibt es an den meisten Gates.
Unser Flug SU 541 wurde am Gate 25 des Terminal D abgefertigt. Beim Spazierengehen durch den Wartebereich hörte ich sehr oft Unterhaltungen auf Deutsch. Ich möchte behaupten, dass annähernd 60% der Passagiere aus Deutschland kommen. Lesen soviele Leute den Vielfliegertreff?
Gegen 19:30 Uhr gingen wir an Board des A330-200 (VQ-BBE) mit dem Taufnamen “Iosif Brodsky”. Wir hatten wieder Sitzplätze in Reihe 12 (H & K). Im Gegensatz zu unserem Aeroflot Flug heute Vormittag, waren die Sitze alle in Orange/Rot Tönen gehalten. Außerdem war für jeden Passagier ein persönliches Entertainment System von Panasonic installiert. So schaute ich mir zuerst “Mr. Popper’s Pinguine” an. Mittelmäßiger Film! Die Filme waren nur in Englisch bzw. Russisch verfügbar. Aber das ist ja vollkommen in Ordnung. Zusätzlich gab es einen USB Steckplatz, perfekt zum Laden des iPhones.

Bordentertainment Aeroflot A330-200
Schon kurz nach dem Start wurde das Menü ausgeteilt. Auf den 9 Stunden Flug nach Hanoi gibt es zwei Mahlzeiten. Das Abendessen wurde ca. zwei Stunden nach Start serviert. Als Appetizer gab es geräucherten Lachs und marinierte Shrimps mit frischer Gurke und Zitrone, gebettet auf einen frischen Eisbergsalat. Beim Hauptgang hatten wir die Wahl zwischen Fisch und Huhn. Wir entschieden uns für das Hühnchen in Curry Sauce mit grünen und roten Paprikastreifen, Brokkoli und Reis. Zum Nachtisch gab es ein Stück Aprikosenkuchen.

Hühnchen in Curry Sauce mit grünen und roten Paprikastreifen, Brokkoli und Reis
Zwei Stunden vor der Landung irgendwo über Indien wurde das Frühstück serviert. Als Vorspeise gab es geräucherten Truthahn und Curry Hühnchen, Cheddar Käse, frischen Karotten- und Eisbergsalat. Hauptgang waren Crêpes mit Pfirsich-Creme und Vanille-Sauce. Das Dessert bestand aus zwei russischen Schokoriegeln mit Nougat Füllung.

Frühstück für vor der Ankunft in Hanoi
Nach 4775 Meilen kamen wir um 7:45 Uhr (Ortszeit) nach 8:30 Stunden Flug in Hanoi an. Insgesamt waren wir mit dem Essen und dem Service sehr zufrieden. Schade das Aeroflot nicht in meiner bevorzugten Allianz ist, denn das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.