AirAsia Indonesia QZ 8493

Angekommen in der südlichen Hemisphäre

Unser letzter Tag in Singapur war nicht wirklich spannend. Wir mussten um 12 Uhr aus unserem Hotel (Fragrance Hotel) aushecken. Um den Tag noch ein wenig zu nutzen begaben wir uns gegen 9 Uhr in die Stadt. Von der MRT Haltstelle „City Hall“ liefen wir durch den Fort Canning Park zur Orchard Road. Entlang dieser Straße reiht sich ein großes Shopping Center an das nächste. Im Orchard Central gibt es in der 12. Etage einige Restaurants. Von dort aus hat man einen guten Blick auf das Geschäftszentrum Singapurs mit seinen Wolkenkratzern.

Blick auf das Geschäftszentrum Singapurs

Blick auf das Geschäftszentrum Singapurs

Der Flughafen Changi International ist exzellent an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Wie viele Orte Singapurs ist auch der Flughafen sehr sauber. Wir waren überrascht, dass z.B. auf jeder Toilette, die wir aufsuchten, mindestens eine Reinigungskraft stand und alle paar Minuten wischte. Ein klein wenig verwundert waren wir über die Sicherheitskontrollen. Es gibt keine zentrale „Fummelbude“ sondern jedes Gate wird extra abgefertigt. So minimieren sich natürlich die Wartezeiten für die Passagiere. Einen Schreckensmoment gab es, als ungefähr auf Höhe einer der Landebahnen eine große Rauchwolke aufstieg. Wir konnten leider nicht herausfinden was da passierte, aber es war zum Glück kein Flugzeug involviert.

Feuer am Flughafen Singapurs

Feuer am Flughafen Singapurs

AirAsia Indonesia QZ 8493

AirAsia Indonesia QZ 8493

Mit AirAsia Indonesia QZ 8493 hoben wir gegen 16 Uhr Richtung Denpasar auf Bali ab. Bei dem 2h30min langen Flug überquerten wir das erste Mal den Äquator. Wie in diesen Breiten üblich hatten wir einige Turbulenzen aber sonst verlief alles normal. Nach der problemlosen Einreise mit einem Visa on Arrival (Kosten: 25 USD, aber auch in EUR möglich) fühlten wir uns wie zurückversetzt in die Zeit bei unserer Ankunft im Vietnam. Jeder quatscht einen an und möchte sein Taxi oder sein Auto vermieten. Nervig! Wir verhandelten mit einigen Autovermietern und nahmen letztendlich einen Suzuki Jeep (Baujahr 2004) für 750.000 IRP (ca. 63 EUR) für fünf Tage. Einen deutschen TÜV besteht dieses Auto natürlich im Leben nicht, aber für die paar Runden auf der Insel und bei langsamer Fahrweise unsererseits, wird er es schon schaffen.

Unser Jeep für die Bali-Rundreise

Unser Jeep für die Bali-Rundreise

Unser reserviertes Zimmer im Hotel konnten wir nicht beziehen. Angeblich würde gerade renoviert, aber vor der Tür standen bestimmt 50 Polizei Motorräder. Deshalb denke ich, dass es ausgebucht war. Die Rezeption hatte für uns aber schon ein Ausweichhotel organisiert. Um dahin zu gelangen wurde uns ein Moped voraus geschickt welchem wir durch den Feierabendverkehr folgten. Als wir ankamen, waren wir positiv überrascht. Hier, im Nirwana Hotel, ist es wirklich sehr sauber und wir freuen uns darauf endlich mal wieder einigermaßen ungestört schlafen zu können.

Sri Mariamman Tempel

Multi-Kulti in Singapur

Unser zweiter Tag in Singapur startete mit blauem Himmel und Sonnenschein. Also machten wir uns gleich auf, ein paar “sights” zu sehen die wir gestern im Regen nicht besuchen konnten. Als erstes stand China Town auf dem Programm. Hier gibt es viele kleine Geschäfte in denen man alles Mögliche erstehen kann. Das Angebot teilt sich dabei in 3 Kategorien auf: Krimskrams, Essen und Bekleidung (auch ein maßgeschneiderter Anzug in 6 h soll möglich sein – na wer‘s glaubt). Wenn man gerne auf kleinen Märkten stöbert und kein Problem hat von diversen Marktfrauen angesprochen zu werden ist das genau das richtige.

Chinatown Singapur

Chinatown Singapur

Ein weiteres interessantes Highlight von Chinatown ist der alte Hindu Sri Mariamman Tempel (k.A. warum der in Chinatown steht). Das Dach ist recht aufwändig mit den unzähligen Göttern des Hinduismus geschmückt und im Inneren findet man diverse Gebetsnischen in denen die Bramahnen ihre Rituale abhalten. Ein Ritual bestand darin drei Holzstatuen zu säubern, mit Milch zu Übergiesen, wieder zu säubern, einen selbst angerührten Brei (sah aus wie rohes Paprikarührei) darüber zu kippen und schließlich nochmal sauber zu machen. Wir haben keine Ahnung was das bedeutet – für mich ist das jedoch alles sehr interessant.

Sri Mariamman Tempel

Sri Mariamman Tempel

Noch interessanter als den Tempel an sich finde ich jedoch die Freundlichkeit der Inder. Wir wurden bestimmt 5 mal gefragt wo wir herkommen und was wir machen. An mehreren Stellen wurde Essen gekocht das kostenlos an alle Gläubigen ausgeteilt wurde. Als ich interessiert in die Töpfe blickte bekamen wir ebenfalls eine Portion angeboten die ich natürlich dankend annahm. Es gab süße Möhren, eine Kartoffel-Kokosnuss-Soße, geröstete Erdnüsse, eine Art Pfannkuchen aus Nudeln und dazu süßen Kaffee – sehr lecker! Kaum war mein Teller halb leer kam schon der nächste Inder mit einer Schüssel voll Chicken Curry. Die Gastfreundschaft ist wirklich gewaltig.

Angestachelt von den guten Erfahrungen hier besuchten wir als nächstes Little India. Da wir noch nie in Indien waren bin ich mir nicht sicher wie es dort aussieht – Little India wirkte auf uns jedoch nicht sehr indisch. Es gab Hostels, Massage-Läden und Restaurants … und dann das gleiche nochmal. Das einzige das wirklich an Indien erinnert hat waren hunderte von Indern in den Gassen. Da es bereits Mittagszeit war wollten wir hier etwas essen. Nach ein paar Minuten durchstöbern der Gassen fanden wir ein Restaurant was vom Hygienestandard her ansprechend aussah. Dort gab es nun zum 2. Mal am Tag Indisch. Diesmal eines der beliebtesten indischen Gerichte Chicken Biryani für mich und ein Chicken-Masala für Chris. Das ganze wurde auf einem Palmenblatt ohne Teller serviert und konnte, wie im Indischen-Restaurant üblich, mit dem Fingern gegessen werden. Die 8 SGD pro Essen waren für ein reichhaltiges, leckeres Essen mit kostenlosem Reisnachschub sehr gut angelegt.

Da für den Nachmittag Regen angesagt war, machten wir uns danach auf in das Discovery Center von Singapur. Kaum angekommen stellten wir fest, dass wir wohl gute 10 Jahre älter als die Zielgruppe waren. Naja wir waren einmal da und draußen regnete es in Strömen – also konnten wir uns die Sache auch angucken. Das Center besteht hauptsächlich aus kleinen Computerminispielen und Videovorführungen über Singapur. Jedoch waren wir ein wenig über die Themen schockiert. Die Kinder lernen hier was bei terroristischen Angriffen (Anthrax, Bombenattentat, Flugzeugentführung, etc.) zu tun ist und sehen in einer sehr realistischen Videovorstellung (die könnte in jedem Endzeitfilm gezeigt werden) was bei einem gelungen Bombenattentat in der U-Bahn alles passiert. Außerdem wurden die kleinen auf den Dienst im Militär und auf eine Karriere als Konzernchef im internationalen Markt vorbereitet. Für uns recht lustig anzuschauen – man hätte die Zeit aber auch anderweitig verbringen können.

Merlion

Regentag in Singapur

Unser erster Tag in Singapur war vom miserablen Wetter geprägt. Gegen Mittag fing es an riesengroße Tropfen zu regnen. Wir schafften es noch halbwegs trocken in eins der vielen Shopping Center. Mit der Hoffnung dass die Niederschläge bald aufhören würden, suchten wir uns erst einmal eine Möglichkeit Mittag zu essen. Im Marina Square entdeckten wir einen Carl’s Jr. Die Fast Food Kette kenne ich schon aus den USA und ich finde es gibt dort einen der besten Burger der Welt. Wir haben bei der Wahl des Menüs ein wenig übertrieben als wir uns für „Large“ entschieden. Nach einer großen Portion Pommes und gefühlten 2 Liter Cola war uns schon etwas übel. Aber lecker war es!

Carl’s Jr in Singapur

Carl’s Jr in Singapur

Leider wurde das Wetter, obwohl wir ja aufgegessen hatten, nicht besser. Bis jetzt hatten wir in den Tropen ja die Erfahrung gemacht, das Regen meist innerhalb einer halben Stunde vorüber zieht. Für Singapur gilt dies, zu mindestens heute, nicht. So begaben wir uns auf eine Reise in den Shopping Untergrund Singapurs. Die einzelnen Malls um die Marina Bay sind alle mit Tunneln untereinander verbunden. So haben wir mit hunderttausend anderen Touristen und Einheimische unsere Zeit Untertage verbracht. Erwähnenswert wäre noch, dass wir mitten in eine Anime Konvention geraten sind. Wir hatten uns schon gewundert, als uns der erste als Roboter verkleidete Asiate auf der Rolltreppe begegnete. Im Messezentrum fanden wir dann eine Menge andere aufwändig verkleidete Anime-Helden.

Anime Konvention

Anime Konvention

Gegen 17 Uhr hörte es endlich auf zu regnen und wir konnten endlich wieder ans Tageslicht zurück. Die Skyline von Singapur bietet eine gute Mischung aus alter und neuer Architektur. Im Vordergrund das traditionelle Fullerton Hotel und dahinter die Wolkenkratzer. Eins der höchsten Gebäude ist das UOB Plaza One mit 280 Meter. In der Nähe des Fullerton Gebäudes befindet sich auch die Merlion Statue. Das im Jahr 1960 durch Singapurs Tourismusbehörde aufgestellte wasserspeiende Fabelwesen hat sich zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich das Marina Bay Sands Kasino und Resort. Das 2010 eröffnete Gebäude besteht aus drei Türmen mit je 55 Stockwerken welche durch eine Dachterrasse verbunden sind. Uns erinnerte das Gebilde an ein Schiff oder einen Zeppelin.

Merlion

Merlion

Marina Bay Sands

Marina Bay Sands

Um 20 Uhr schauten wir uns die kostenlose und ca. 15 Minuten dauernde Licht- und Wassershow in der Marina Bay an. Diese wird, abhängig vom Wetter, jeden Abend vom Marina Bay Sands Hotel veranstaltet. Die Kombination aus Laser, Filmsequenzen auf Wasserdampf-Wänden und Musik hat uns sehr gefallen. Das Spektakel ist von jeder Uferseite gut zu sehen. Den besten Sound hat man aber nur direkt auf dem Vorplatz des Hotels. Ich persönlich finde aber die Show am Bellagio in Las Vegas noch eindrucksvoller.

Licht- und Wassershow in der Marina Bay

Licht- und Wassershow in der Marina Bay

Bevor wir wieder mit der U-Bahn (MRT) zurück zum Hotel fuhren, machten wir noch einen Abstecher zum Esplanade Park. Hier treten fast jeden Abend Live-Bands auf. Im Rahmen des zurzeit stattfindenden Indian Festival trat heute die Band Parikrama auf. Die Gruppe besteht aus 8 Mitgliedern und ist musikalisch zwischen Rock und Hardrock zu sehen. Dabei verwenden sie aber auch für Rockbands untypische Instrumente wie Keyboard, Bongos und Violine. Die recht guten Instrumentalsoli werden allerdings vom Gesang wieder “ausgeglichen”.

Band Parikrama

Band Parikrama