Unbekannte Schlangenart im Dschungel von Mulu

Zurück in die Zivilisation!

Bevor die Zeit für uns im Dschungel abgelaufen war, stand der Mulu Canopy Skywalk noch auf unserem Plan. Dieser 480 Meter lange und 15 bis 25 Meter hohe Pfad führt über Hängebrücken durch die Baumkronen des Regenwaldes.

Unser Guide Ismail begleitete uns die 2 Kilometer vom Park Hauptquartier bis zum Aufstieg des Canopy Walks. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir wieder einige Tiere wie Tausendfüßler oder eine Gruppe Affen. Diese kletterten aber so tief im Dickicht, das wir sie leider nicht auf ein Foto bekommen haben.

Tausendfüßler

Tausendfüßler

Im Baumkronenpfad selbst haben wir leider kaum noch Tiere zu Gesicht bekommen. Ab und zu sind ein paar Schmetterlinge vorbeigeflogen – einer bunter als der andere – oder wir haben kleinere Vögel gesehen. Zum Abschluss des Pfades gab es aber noch ein tierisches Highlight. Direkt vor uns kroch eine ungefähr 50cm lange dünne Schlange von der Hängebrücke auf einen benachbarten Ast. Dort positionierte sie sich, fast wie ein Fotomodell, damit ich ein paar schöne Aufnahmen von ihr machen konnte.

Unbekannte Schlangenart im Dschungel von Mulu

Unbekannte Schlangenart im Dschungel von Mulu

Wir finden das der Gunung Mulu Nationalpark auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Wer Abenteuer und ausgiebige Wanderungen, z.B. zum Gipfel des Gunung Mulu, mag, sollte aber mindestens 5 Tage einplanen.

Gunung Mulu

Gunung Mulu

MASWing Flug MH3753 nach Kuching

MASWing Flug MH3753 nach Kuching

Um 14:55 Uhr sind wir dann mit dem MASWing Flug MH3753 nach Kuching geflogen. Von dort mussten wir aber noch weiter nach Singapur, bzw. weil es günstiger war in die malaysische Grenzstadt Johore Bharu. Der 90 Minuten lange Flug mit AirAsia kostete wieder nur 6,77EUR pro Person. Der schnellste Weg vom Sultan Isamil International Airport Johore Bharu nach Singapur ist der Busservice von Causeway Link. Dieser kostet 8MYR und hält eine Station vor der malaysischen Grenze. Von dort nahmen wir den Bus 950 nach Woodlands und fuhren bis zur Grenzstation. Hier ist zu beachten, dass das Fahrgeld von 1,30MYR/Person unbedingt passend bereitliegen sollte. Nach unserer Ausreise aus Malaysia befanden wir uns für etwa einen Kilometer im Niemandsland bevor wir nach Singapur einreisen konnten. Der Express Bus CW2 brachte uns dann bis zur Queens Road im Stadtzentrum. Von dort kann man dann mit dem Stadtbus und der U-Bahn alle anderen Orte der Stadt erreichen.

Giftige Riesenspinnen

Durch die Höhlen von Mulu

Der zweite Tag in Mulu begann für uns mit einem kleinen Frühstück im Park Café. Hier kann man zwischen 3 Speisen wählen. Wir entschieden uns für Pancakes (leider nicht die amerikanische Variante sondern nur einfache Eierkuchen) mit Früchten. Besonders schön ist hierbei die Atmosphäre. Die weiden-geflochtenen Stühle und Holztische stehen direkt am Ufer eines Flusses – am gegenüberliegenden Ufer beginnt der Urwald. Man selbst sitzt in der „Zivilisation“ und kann auf der anderen Flussseite die Wildnis beobachten.

Park Cafe Mulu

Park Cafe Mulu

Um 8:30 Uhr brachen wir dann zu unserer ersten geführten Tour auf. Wir hatten uns für die Adventure-Tour „Racer Cave“ entschieden. Das ist eine mittelschwere Tour durch die Höhlen von Mulu bei denen man abseits der ausgebauten Pfade geht. Die schwereren Touren waren für uns aus schon genannten Gründen leider nicht möglich.

Die Anreise zur Höhle kann man entweder zu Fuß in einem ca. 1h Marsch durch den Dschungel bewältigen oder man fährt per Boot den Fluss hinauf. Unser Guide hatte sich für die zweite Möglichkeit entschieden. Das gab uns Gelegenheit die einheimische Bevölkerung zu beobachten. Diese hat so ziemlich den ganzen Fluss entlang Pfahlbauten errichtet – eigenartigerweise jedoch nicht im Wasser sonder zu Land. Warum man dann trotzdem Pfahlbauten nutzt, ist uns nicht ganz klar. Die Menschen die wir gesehen haben gingen am Fluss ihren Aufgaben nach. Einige waren am Baden andere machten die Wäsche, die meisten waren jedoch damit beschäftigt Steine für die Befestigung des Ufers zu sammeln und diese in große Metallkästen zu stapeln. Dabei sind alle (dies gilt im Übrigen auch für andere Malaien die wir bisher getroffen haben) sehr freundlich und winken uns zu. Für Europäer ist dies jedoch sehr ungewohnt.

Nach ca. 15 Minuten Bootsfahrt in einem 1m breiten und 15m langen Longboat mit Außenbordmotor sind wir am Eingang unserer Höhle angekommen. Unsere Gruppe bestand aus 7 Personen inklusive Guide. Nach einem kurzen Check unserer Ausrüstung, bestehend aus Helm (ja Sicherheit muss sein) und Helmlampe, machten wir uns auf den Weg. Jede Höhle besteht aus drei Zonen, die Daylight- , die Twighlightund die Dark-Zone. Die ersten beiden sind nur am Eingang einer Höhle und waren von uns innerhalb von 5 Minuten durchschritten. Danach wurde es stockdunkel und wir mussten uns auf unsere Ausrüstung verlassen. Da wir uns auf einer Adventure-Tour befanden mussten auch einige Hindernisse überwunden werden. Zu den einfachen Aufgaben gehörte das Auf- und Ablaufen auf rutschigem Untergrund und das Passieren von Engstellen. Einige davon waren so eng, dass der Helm nur in bestimmten Höhen durch gepasst hat, der Rest des Körpers musste hinterher geschlängelt werden. Die schwierigeren Übungen bestanden im hoch- und runterklettern an schmierigen, matschigen Seilen. Diese waren die Kletterhilfen für zum Teil senkrechte Wände mit spärlich vorhandenen Tritten. Die bis zu 5 Meter hohen Wände sind mit ein bisschen Armkraft gut zu meistern, wenn auch nicht ganz ungefährlich. Auf jegliche weitere Sicherung wurde verzichtet, weshalb ein falscher Tritt oder ein ungenauer Griff schnell in einem tiefen Sturz enden konnte. Wir bewältigten die Hindernisse jedoch ohne größere Zwischenfälle (von kleineren Abrutschern mal abgesehen).

Unsere Abenteuer Gruppe

Unsere Abenteuer Gruppe

Abstieg in die Racer Cave

Abstieg in die Racer Cave

Doch nicht nur die Hindernisse waren Teil des Adventures, auch die anwesende Tierwelt hat ihren Beitrag geleistet. Schon kurz nach dem Einstieg flogen uns Fledermäuse um die Ohren. Ihre klackenden Rufen begleiteten uns die ganze Tour entlang. Die Fledermäuse waren zwar allgegenwärtig aber nicht weiter störend, im Gegensatz zu den zahlreichen Spinnen die in jeder Felsspalte lauerten. Diese waren Untertassengroß und, wie uns unser Guide nach der Hälfte der Tour mitteilte, auch so giftig das sie Menschen gefährlich werden könnten. Schließlich begegneten wir noch der Racer-Schlange die der Höhle ihren Namen gegeben hat. Dies ist eine kleine, ca. 80cm lange Schlange, die sich von Kleintieren ernährt und für den Menschen ungefährlich ist. Pflanzen gab es in dieser Höhle keine.

Giftige Riesenspinnen

Giftige Riesenspinnen

Nach ca. 2 Stunden waren wir einmal bis ans innere Ende der Höhle und wieder zurück gelaufen. Der Trip macht großen Spaß und die Klettereinlagen haben mir persönlich besonders gut gefallen. Die Tour für 95 MYR (23 €) kann man jedem empfehlen der keine Platzangst hat sowie mit Insekten leben kann und dem normale Höhlenbesichtigungen zu langweilig sind.

Da wir nun schon gegen Mittag zurück waren, entschieden wir uns noch eine weitere Tour zu begehen. Aufgrund der Anstrengung am Vormittag sollte es diesmal eine aus dem Bereich Caves werden – Sightseeing in gut ausgebauten Höhlen. Nach einer kurzen Stärkung im Park Café machten wir uns mit einer 11 Mann starken Gruppe auf den Weg Richtung Langs Cave und Deer Cave. Nach ungefähr einer Stunde Fußmarsch über gut ausgebaute Dschungelpfade erreichten wir die beiden Höhlen die nur 300 Meter auseinander liegen. Die Langs Cave ist eine mittelgroße Höhle die ein paar interessante Tropfsteingebilde aufweist. Diese sind durch die installierte Beleuchtung noch besser in Szene gesetzt. Jedoch ist dies für erfahrene Höhlenbesucher wie uns nichts Außergewöhnliches mehr.

Erkundung der Langs Cave

Erkundung der Langs Cave

Die Deers Cave hingegen spielt in einer ganz anderen Liga. Die Höhle beeindruckt dabei einzig und allein mit ihren gigantischen Ausmaßen. Sie ist mit ihren 220 m Höhe und 250 m Breite die größte Höhlenpassage der Welt. Während der Wanderung durch die riesigen Kammern kommt man sich geradezu winzig vor im Vergleich zu den mächtigen Säulen die die Decke stützen. Es ist schwierig dieses enorme Gebilde in Bildern oder Worten festzuhalten. Ein Besuch lohnt sich deshalb umso mehr.

Höhlenportal der Deers Cave - Größte der Welt

Höhlenportal der Deers Cave – Größte der Welt

Zu den Bewohnern der Deer Cave gehören unter anderem über 3 Millionen Fledermäuse in 12 verschiedenen Arten. Mit ein bisschen Glück können die von 17 bis 18 Uhr beim „Bat Exodus“ beobachtet werden. Hierbei starten kleinere Gruppen von einigen tausend Tieren gleichzeitig auf zu ihren Beutezügen. Dabei verlassen sie die Höhle in langen, schlangenförmigen Formationen. Das ganze Schauspiel ist schön anzusehen jedoch nach wenigen Minuten bereits wieder vorbei, da die einsetzende Dunkelheit die Sicht nimmt.

Tausende Fledermäuse

Tausende Fledermäuse

Anschließend wartet noch der Heimweg durch den mittlerweile dunklen Regenwald zurück ins Park Hauptquartier. Der Dschungelpfad ist dabei abschnittsweise beleuchtet. Die unbeleuchtete Strecke kann bei hellem Mond und wolkenlosem Himmel auch im Dunkeln absolviert werden, ansonsten wird eine Taschenlampe benötigt. Da der Heimweg in Eigenregie absolviert wird, kann man ihn zu einem privaten Night Walk nutzen, den Tieren des Waldes lauschen oder sie eventuelll sogar beobachten. Die 20 MYR (5 €) pro Person sind für diese Tour gut angelegt.

Walking Stick

Welcome to the Jungle!

Mit MASWings Flug MH 3255, einer ATR 72-500 (Kennung: 9W-MWA, Taufname: Kuching) sind wir von Kota Kinabalu über Miri nach Mulu geflogen. Aus dem Flugzeug konnten wir die unendlichen Weiten des Dschungels betrachten. Vereinzelt gibt es dort kleinere Siedlungen oder geschwungene Flussverläufe. Der Flughafen von Mulu besteht aus einem kleinen Terminalgebäude und einer kurzen Landebahn. Die 1,5 Kilometer zum Haupteingang des Gunung Mulu Nationalpark legten wir zu Fuß zurück. Es ist auch möglich einen Minibus zu nehmen, dieser kostet aber 5 MYR pro Person.

MASWings Flug MH 3255, einer ATR 72-500 (Kennung: 9W-MWA, Taufname: Kuching)

MASWings Flug MH 3255, einer ATR 72-500 (Kennung: 9W-MWA, Taufname: Kuching)

Im Park angekommen waren wir vom Zustand und der Ausstattung echt positiv überrascht. Nach dem Check-In in unseren vorreservierten Garden Bungalow wurden uns gleich einige Touren empfohlen. Sehr praktisch ist dabei der ausgehändigte Mulu Discovery Planner. Hier sind alle Touren aus den Kategorien Walks, Adventures und Caves mit ihren Startzeiten und jeweils einer kleinen Beschreibung aufgezeigt. Um an den fortgeschrittenen Adventure Touren teilzunehmen, muss man eine einfache bis mittelschwere Tour vorher absolviert haben.

Nachdem wir die Formalitäten geklärt hatten, nutzen wir die verbleibende Zeit bis zum Sonnenuntergang mit einer Wanderung zur Moonmilk Höhle. Diese ist die einzige Höhle im Park, welche wir ohne einen Guide besichtigen konnten. Der 1,5 Kilometer lange und gut ausgebaute Pfad war für uns kein Problem. Wir hatten einen tollen Blick auf den Fluss und die Vielfalt der Dschungelvegetation. An Tieren haben wir Riesenameisen, Schmetterlinge, Raupen und eine große Schnecke gesehen. Um schlussendlich in die Höhle zu gelangen, mussten wir noch 425 Stufen hochklettern. Die Moomilk Höhle war leider nicht beleuchtet, aber mit einer Taschenlampe hatten wir keine Probleme uns zu orientieren.

Unterwegs im Dschungel von Mulu

Unterwegs im Dschungel von Mulu

Riesenameise

Riesenameise

Angriff auf unsere Reise-Maskottchen

Angriff auf unsere Reise-Maskottchen

Nach dem Abendessen im Park Café versammelten wir uns gegen 19 Uhr wieder am Eingang des Hauptgebäudes. Für den Abend hatten wir noch eine Nachtwanderung gebucht. Die zweistündige Tour mit bis zu 8 Personen kostet 10 MYR pro Kopf. Mit einem Guide liefen wir einen ungefähr zwei Kilometer langen Weg ab. Dieser verlief meist auf einem Holzsteg und war so ohne Probleme auch im Dunkeln passierbar. Leider haben wir nicht viele Tiere sehen können. Aber die Geräuschkulisse war echt einmalig. Aus dem Dickicht hörten wir Vögel zwitschern, Grillen zirpen und an einer Stelle auch das Brummen eines wohl größeren Tieres. Leider konnten wir nicht erkennen was es war.

Walking Stick

Walking Stick

Orang- Utan

Lok Kawi Wildlife Park

Unser heutiges Tagesziel war ein Besuch des Lok Kawi Wildlife Parks südöstlich von Kota Kinabalu. Der Bell Boy unseres Hotels zeigte uns mehrere Möglichkeiten wie wir dort hinkommen könnten. Die einfachste ist ein Taxi zu nehmen. Dieses kostet für die ca. 25 Kilometer einen Festpreis von 50 MYR (11 EUR). Da es nach seiner Aussage dort keinen Taxistand gibt, würde der Taxifahrer am Parkeingang auf uns warten und anschließend wieder zum Hotel zurückfahren. Für die gesamte Strecke würden 150 MYR fällig. Es gibt auch eine organisierte Tour (inkl. Eintritt von 20 MYR/Person). Diese kostet aber 190 MYR (44 EUR) pro Person. Beiden Varianten waren uns für einen Wildpark zu viel finanzieller Aufwand. So entschieden wir uns für Vorschlag Nummer 3 und liehen uns zwei Motorroller aus.

Mit der Vermietstation konnten wir einen „Happy Hour“ Preis über 30 MYR pro Roller für den Rest des Tages ausmachen. Nach einer Eingewöhnungsrunde auf dem Parkplatz begaben wir uns in den Straßenverkehr. Der in Malaysia geltende Linksverkehr machte uns die ersten paar Kilometer kleinere Schwierigkeiten. Wir gewöhnten uns aber recht schnell daran.

Mit dem Roller zum Lok Kawi Wildlife Park

Mit dem Roller zum Lok Kawi Wildlife Park

Der Lok Kawi Wildlife Park wird durch das Sabah Wildlife Department betrieben und umfasst eine Grundfläche von 113 Hektar. Zurzeit gibt es in dem Park über 100 verschiedene Tierarten und zusätzlich einen botanischen Garten. Der Rundweg kann entweder zu Fuß abgelaufen oder mit einer kleinen „Bimmel-Bahn” (4x täglich, Kosten: 2 MYR/Person) abgefahren werden. Wir entschieden uns eigenständig durch den Zoo zu laufen. Viele der Tiere sind in Malaysia bzw. in Südostasien heimisch. Fasziniert haben uns vor allem die Malaysischen Tiger und die Orang- Utans. Leider sind die Gehege sehr klein und mit einem engmaschigen Drahtzaun versehen. So konnten wir von einigen Tieren keine Fotos machen.

Großes Elefantengehege

Großes Elefantengehege

Affenart

Affenart

Nasenaffen

Nasenaffen

Orang- Utans

Orang- Utan

Im Laufe des Nachmittages werden die Tiere vor Publikum gefüttert. Da der Park heute nur mäßig besucht war und wir wohl als die einzigen Europäer etwas aufgefallen sind, durften wir die Orang-Utans mit Papaya füttern. Lustig waren auch die Otter, welche teilweise vier Fische auf einmal aßen.

Malaysischen Tiger bei der Fütterung

Malaysischen Tiger bei der Fütterung

Otter

Otter

Nach einer Tiershow mit Papageien, Affen und Schlangen fuhren wir mit unseren Rollern wieder zurück nach Kota Kinabalu. Wir schauten uns noch die City Moschee in der Likas Bay an. Diese soll eine der schönsten in Malaysia sein und besitzt Ähnlichkeiten mit der Nabawi Moschee in Medina.

City Moschee in der Likas Bay

City Moschee in der Likas Bay

Vor Abgabe mussten wir die Motorroller wieder volltanken. Ich habe ungefähr zwei Liter getankt und dafür weniger als 4 MYR (unter 1 EUR) bezahlt. Recht günstig hier!

Inseln vor der Küste Kota Kinabalus

Insel-Hopping vor der Küste Kota Kinabalus

Heute stand mal wieder eine Bootstour auf dem Programm. Geplant war eine Insel-Hopping-Tour im Tunku Abdul Rahman Nationalpark. Dieser besteht aus 4 kleineren Inseln 15 Minuten vor der Küste von Kota Kinabalu. Die Fahrt startet am Jesselton-Point (der Touristen- Bootshafen von Kota Kinabalu) führt über die Inseln Manukan und Mamutik und schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Da wir den Tag möglichst gut nutzen wollten, starteten wir mit dem ersten Boot um 9 Uhr. Normalerweise sollte der Bootsbetrieb bereits um 8 Uhr beginnen, dieser scheint bei uns zur Nebensaison jedoch verschoben worden zu sein. Gegen Mittag sollte die Überführung zur zweiten Insel stattfinden und für 16 Uhr (auch dies ist eine Stunde eher als im Prospekt beschrieben) war die Rücktour angesetzt. Der ganze Trip kostete für 2 Personen mit Hafengebühr und Inselgebühr sowie einer Tauchermaske mit Schnorchel 110 MYR (ca. 35 EUR). Los ging es in einem kleinen Schnellboot zur ersten Insel. Unsere Reisegruppe bestand aus 6 Personen – wir beide, sowie eine malaysische Familie und unser freundlicher Bootsfahrer. Die Überfahrt war recht rasant, da sie jedoch nur 15 Minuten dauerte war sie auch für nervöse Mägen zu ertragen.

Inseln vor der Küste Kota Kinabalus

Inseln vor der Küste Kota Kinabalus

Unser Ziel erfüllte auf faszinierende Weise das Klischee der idyllischen, tropischen Inseln. Die Inselvegetation besteht aus einen dichten Urwald indem diverse Baum- und Farnarten um die Vorherschaft ringen, durchzogen von Ranken und Palmen in allen Größen.

Tropischer Regenwald

Tropischer Regenwald

Die ansässige Tierwelt besteht aus verschiedenen Vögeln, die lautstark versuchten sich in der Imitation eines Feueralarms zu übertönen, aus einer ca. 2 Meter langen Waranart die durch Futter angelockt werden kann sowie einer Affenart. Letztere haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, ihre Schreie konnte man jedoch von Weitem hören.

Zum Meer hin erstreckt sich ein weißer Sandstrand der zum Baden und schnorcheln einlädt. Hier kann eine Vielzahl von farbenfrohen Fischen beobachtet werden. Die Inselbevölkerung bietet dazu auch Tauchausrüstung sowie Kurse an.

Einsamer Strand

Einsamer Strand

Die Inseln sind rund um die Bootsanlegestellen touristisch gut erschlossen. Man bekommt hier Verpflegung, Strandequipment sowie die üblichen Wassersportangebote (Bananaboot, Parasailing, Flyfisch u.v.m.). Das Essen besteht überwiegend aus Fischgerichten. Wir haben uns hier jedoch nur eine Erfrischung in Form einer frischen Kokosnuss gegönnt . Abseits des erschlossenen Gebietes kann man die Insel noch auf kleinen Dschungelpfaden erkunden. Hier gelangt man dann in den naturbelassenen Teil der Insel, mit kleinen, verlassenen Nebenbuchten. Hierfür sollte man allerdings festes Schuhwerk mitnehmen.

Frische Kokosnuss

Frische Kokosnuss

Auf dem Rückweg fuhr unser Boot noch an einem einheimischen Fischerdorf vorbei. Dies besteht ausschließlich aus Pfahlbauten, welche über Stege miteinander verbunden sind. Die über 300 Gebäude umfassende Siedlung verfügt auch über öffentliche Gebäude, wie einen Markt und eine Moschee.

Pfahlbauten der Einheimischen

Pfahlbauten der Einheimischen

Wieder am Hafen angekommen, konnten wir abschließend noch einen malerischen Sonnenuntergang über der Insel Mamutik bewundern.

Sonnenuntergang über der Insel Mamutik

Sonnenuntergang über der Insel Mamutik

 

Stadtzentrum von Kota Kinabalu

Kota Kinabalu

Mit AirAsia sind wir von Kuala Lumpur auf die ostmalaysische Insel Borneo – nach Kota Kinabalu – geflogen. Auf dem 2:30 Stunden langen Flug gab es keine besonderen Vorkommnisse – außer das wir gerade einmal 7,70EUR für das Ticket bezahlt haben. Die Fahrt zum Flughafen kostet in Deutschland schon teilweise mehr.

Mit AirAsia nach Kota Kinabalu

Mit AirAsia nach Kota Kinabalu

Kota Kinabalu ist die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf der Insel Borneo. Der Stadtname setzt sich aus Kota, dem malaysischen Wort für „Stadt“, und Kinabalu, einem Berg etwa 50 Kilometer östlich, zusammen. Der Mt. Kinabalu ist mit 4095 Metern der höchste Berg Südostasiens.

Nachdem wir in unser Hotel, das Beverly Hotel, eingecheckt hatten, gingen wir auf Erkundungstour durch die Innenstadt. Es fiel uns auf das viele Einheimische in bunten Gewändern gekleidet waren. Erst im Nachhinein haben wir erfahren, dass das islamische Opferfest (Eid al-Adha) gefeiert wurde. Der Islam, zu dem sich 60% der Bevölkerung Malaysias bekennen, ist Staatsreligion.

Stadtzentrum von Kota Kinabalu

Stadtzentrum von Kota Kinabalu

In Kota Kinabalu wird uns wieder bewusst, wie stark der Unterscheid zwischen den großen prunkvollen Shopping Centren und den Bretterbuden mancher Einheimischer ist. Allein entlang der Promenade haben wir vier große Malls gezählt. Sämtliche Werbetafeln und große Teile der Beschriftungen sind auf Englisch, obwohl die Amtssprache der Malaien Malaysisch (Bahasa Melayu) ist.