Unsere A380 am Gate

Flug mit der A380

Lange habe ich auf diesen Moment gewartet – mein erster Flug mit der A380 von Airbus! Um unseren Erstflug auf diesem Modell so einmalig wie möglich zu gestalten, gönnten wir uns ein Ticket in der Ersten Klasse. Die in Dubai beheimatete Emirates Airline bietet für die Route Bangkok – Hong Kong auch für den normalverdienenden Flugverrückten ein bezahlbares Ticket an.

Das Erlebnis „First Class“ begann für uns allerdings schon weit vor dem eigentlichen Flug. Mit dem Airport Express fuhren wir von der Innenstadt Bangkoks zu dem ungefähr 30 Kilometer entfernten Suvarnabhumi International Airport. Mit festen Schritten und voller Vorfreude gingen wir den roten Teppich hinab zum exklusiven First Class-Schalter. Kein ewiges in der Schlange stehen mit den „Holzklasse“-Kunden. Bevor wir allerdings mit der Dame am Schalter ins Gespräch kamen, wurden wir von einem anderen Mitarbeiter noch einmal gefragt, ob wir wirklich den richtigen Weg gewählt haben. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und der Aussage „Yes, we are flying first class!“ bejahten wir seine Frage.

Emirates First Class Schalter am Flughafen Bangkok

Emirates First Class Schalter am Flughafen Bangkok

Zusätzlich zu unserem Flugticket bekamen wir eine Einladung in die Lounge und einen Ausweis um die Premium Lane am Flughafen nutzen zu können. Diese speziell für Premiumkunden der Airlines eingerichtete Sicherheitsüberprüfung und Ausreisekontrolle spart wertvolle Zeit. So gelangten wir noch schneller in den exklusiven Wartebereich von Emirates. Dort fanden wir einen größeren Wartesaal mit mehreren kleinen Sitzecken und einem Buffet Bereich vor. Es gab hier mehrere warme und kalte Speisen, Canapés und Desserts zur Auswahl. Da wir aber im Flugzeug noch ein gutes Essen erwarteten, nahmen wir hier nur eine Kleinigkeit zu uns. Die Zeit nutzten wir lieber und stoßen mit einem Glas Moët & Chandon-Champagner auf das bevorstehende Erlebnis an.

Mein Ticket

Mein Ticket

Buffet in der Emirates Lounge

Buffet in der Emirates Lounge

Kurz nach 13 Uhr verließen wir die Lounge und gingen zum Abfluggate E4 wo schon die A380 auf uns wartete. Um die zwei vorhandenen Passagierdecks des Airbus in akzeptabler Zeit zu füllen, gibt es in Bangkok drei Fluggastbrücken. Wir durften mit den anderen First und Business Passagieren die rechte Brücke für das Oberdeck benutzen. An der Flugzeugtür angekommen wurden wir persönlich begrüßt und zu unseren jeweiligen Platz begleitet. Platz ist bei Emirates eigentlich untertrieben – es ist eine Suite! Obwohl Bodo eine Reihe vor mir saß, waren wir durch die Suite so voneinander getrennt, dass wir uns nicht mehr sehen oder verstehen konnten. Deshalb werde ich diesen Blogpost jetzt aus meiner Perspektive weiterschreiben.

Unsere A380 am Gate

Unsere A380 am Gate

Blick in die First Class Kabine

Blick in die First Class Kabine

Nach einer Begrüßung durch den Purser, mit der anschließenden Erklärung des Sitzes und den anderen Geräten in meiner Suite (4A), gab es vor dem Pushback ein weiteres Glas Champagner. Diesmal einen Dom Pérignon aus dem Jahr 2002.

Meine Suite

Meine Suite

Die Zeit bis zum Start nutzte ich um mich mit meiner Suite näher vertraut zu machen. Die Zentrale Steuereinheit ist ein einfach zu bedienender Touchscreen-Controller. Hierrüber wird der Sitz, die integrierte Massagefunktion, die Beleuchtung, das Entertainment System und mehr kontrolliert.

Touchscreen-Controller

Touchscreen-Controller

Der Ledersitz kann stufenlos in jede beliebte Position gefahren werden. Dabei können elektronisch sieben Zonen, von der Kopfstütze bis zu Fußauflage, konfiguriert werden. Für eine schnellere Einstellung gibt es mehrere Speichertasten (Takeoff, Lounge, Essen etc.) zur Auswahl. Jede Suite ist u.a. mit einem 25 Zoll LCD-Display ausgestattet. Hierauf läuft das ice Entertainment System mit ‘zig Videos-on-Demand, Musik und anderen Spielereien. Ich nutzte allerdings nur die verschiedenen Kameraperspektiven des Flugzeuges und hörte ein wenig aktuelle Chartmusik. Die Kopfhörer entfernen die Umgebungsgeräusche und bieten so einen tollen Klang.

Jeder Passagier hat außerdem noch die Möglichkeit seine Privatsphäre durch die elektrisch verstellbare Schiebetür zu erhöhen. Für die individuelle Versorgung gibt es eine kleine Minibar und einen Snackkorb.

Ich fand es erstaunlich wie leise es in der Kabine war. Die vier GP7200 Triebwerke waren selbst während des Starts kaum zu hören. Auf dem Monitor verfolgte ich, wie der Kapitän die Maschine langsam nach oben zog. Anschließend wurde es Zeit die Menü- und Weinkarte, welche noch kurz vor dem Start ausgeteilt wurden, zu studieren. Aufgrund der kurzen Flugzeit gab es nur ein „Light Meal“ zur Auswahl. Als Vorspeise suchte ich mir den geräucherten Lachs an Ananas, Sellerie und Apfelsalat aus. Dazu gab es einen gemischten Salat mit unterschiedlichen Dressings. Kurz darauf wurde mir der warme Hauptgang serviert. Ich hatte Red Snapper, platziert auf einer Tomatensoße, an sautierten Kartoffelscheiben mit frischem Spinat und roter Paprika. Einfach nur lecker! Dazu ließ ich mir vom Purser einen französischen Weißwein (Jahrgang 2007) aus der Region Sancerre empfehlen. Zum Abschluss des Menüs gab es noch eine Panna Cotta mit Passionsfrucht und einem 2003er Château Rieussec Dessertwein.

Vorspeise: geräucherten Lachs an Ananas, Sellerie und Apfelsalat

Vorspeise: geräucherten Lachs an Ananas, Sellerie und Apfelsalat

Red Snapper, platziert auf einer Tomatensoße, an sautierten Kartoffelscheiben mit frischem Spinat und roter Paprika

Red Snapper, platziert auf einer Tomatensoße, an sautierten
Kartoffelscheiben mit frischem Spinat und roter Paprika

Panna Cotta mit Passionsfrucht und einem 2003er Château Rieussec Dessertwein

Panna Cotta mit Passionsfrucht und einem
2003er Château Rieussec Dessertwein

Schon während eines Toilettenbesuches vor dem Essen, meldete ich mich bei der Stewardess, dass ich gerne die Dusche an Bord benutzen wollte. Ja, ihr habt richtig gelesen, es gibt hier eine Dusche! Bei einer Flugzeit von gerade mal 2 Stunden ist da etwas Planungsgeschick nötig. Aus diesem Grund beeilte sich der Purser beim Servieren des Menüs. Ich hatte gerade meinen Dessertwein getrunken, da hörte ich auch schon von der netten Stewardess: „Sir, your shower is now ready!“. Sie begleitete mich nach vorn in den linken Waschraum und erklärte mir was ich beim Duschen zu beachten habe. Das Wasser ist auf fünf Minuten beschränkt, wobei der aktuelle Restbestand über eine farbige Anzeige dargestellt wird. Der Wasserdruck ist besser als der in manchen Hotels und ich verbrauchte gerade einmal die Hälfte meiner Duschzeit. Auf einem kleinen Display wird u.a. die aktuelle Flughöhe angezeigt. Erst jetzt realisierte ich, dass ich gerade eine Dusche in über 10 Kilometer Höhe genossen habe. Wowww!

Dusche im Flugzeug

Dusche im Flugzeug

Als ich wieder zurück zu meinem Sitz kam, fragte mich der Purser, ob ich denn noch ein weiteres Getränk haben möchte. Als ich mir die Cocktail-Karte anschaute, erzählte er mir von der Lounge im hinteren Teil des Flugzeuges. Diese hatte ich bis jetzt ja ganz vergessen! Daraufhin begleitete er uns durch die Business Class ans Ende des Oberdecks. Leider hatte die Bar sich schon auf die bevorstehende Landung vorbereitet und es blieb uns nur die Zeit für ein Foto.

Eine Bar im Heck der A380

Eine Bar im Heck der A380

Den Landeanflug auf Hong Kong genoss ich mit einem Champagner Cocktail und einem Mars. Schade dass mein erstes First Class Erlebnis so schnell vorbei gegangen ist. Irgendwann möchte ich das auch einmal auf einer längeren Strecke probieren. Aber die Zeit wird kommen!

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AirAsia Stewardess

Erster Flug mit AirAsia

Mit dem Taxi fuhren wir um 6:30 Uhr raus aus dem Smog Hanois zum Noi Bai International Airport. Nach ca. 40 Minuten Fahrt waren wir an der Abflugshalle des Terminal 1 angekommen. Der Noi Bai International Airport ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und sieht aus wie zu DDR Zeiten. Am Check In holten wir unsere Papiertickets, man bemerke Handgeschrieben, für den Flug AK 871 nach Kuala Lumpur ab. Für unser Handgepäck interessierte sich hier zum Glück Keiner. Ein Grenzer, Marke Stasioffizier (unfreundlich und düsterer Blick) entwertete anschließend noch unser Visum.

AirAsia Papierticket

AirAsia Papierticket

Unsere Maschine, eine Airbus A320-200 (Kennung: 9M-AFP, Erstflug: 2006) kam mit 20 Minuten Verspätung in Hanoi an. So lagen wir bei Abflug ca. 30 Minuten hinter den Zeitplan. Schon während des Steigfluges wurde mit der Verteilung der vorbestellen Essen begonnen. Da es ja heute kein Frühstück für uns gab, hatten wir auch einen wahnsinnigen Hunger. So ließen wir uns das Smoke Chicken Focaccia, kleine Gebäckstücke mit Fruchtfüllung und ein Becher Wasser schmecken. Für ungefähr 2,50EUR kein schlechter Deal.

Smoke Chicken Focaccia

Smoke Chicken Focaccia

Mit dem Service und der Ausstattung des Fliegers waren wir zufrieden. Der Sitzabstand ist für eine sogenannte Billigairline absolut akzeptabel.

AirAsia Stewardess

AirAsia Stewardess

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Pint of Guinness

Für ein Wochenende nach Dublin!

Dieses Wochenende ging es endlich mal wieder nach Frankfurt und von dort mit der Lufthansa nach Dublin. In Dublin besuchte ich eine befreundete amerikanische Familie, welche zur Zeit ihren Urlaub in Irland verbrachte.

Anreise zum Flughafen (17. Juni 2011)

Für die Anreise kalkulierte ich längere Zeit, welches Verkehrsmittel, also ob Auto oder Zug, günstiger ist. Schlussendlich entschied ich mich für die Deutsche Bahn, da ich Ende Mai noch einen 20€ Gutschein zu Ehren “20 Jahre InterCityExpress” ergattern konnte. So ging es mit dem IC 2154 nach Frankfurt/Hbf und von dort mit den ICE 528 zum Fernbahnhof Frankfurt/Main. Und da der Rabatt erst ab 49€ gültig war, fuhr ich alle Strecken in der 1. Klasse.

Im InterCity (IC) gibt es noch die 6-Mann Abteile wie früher in den Zügen. Dadurch ist es aber auch sehr ruhig und man ist nicht so einzwängt zwischen anderen Mitreisenden. So hatte ich nur auf der Strecke Eisenach – Fulda einen Mitfahrer und sonst das Abteil ganz für mich alleine. Die Sitze sind sehr bequem gepolstert und die Beinfreiheit enorm. Das einzige was störte war die laute und teilweise stinkende Klimaanlage. Aber wenigstens funktionierte sie!

Der IC kam relativ, oder sagen wir lieber bahntypisch, pünktlich in Frankfurt Hauptbahnhof an. Ich konnte die 15 Minuten bis zur Abfahrt meines ICE’s zum Flughafen effektiv mit der Nutzung der 1. Klasse Lounge nutzen. Hier merkt man, dass Frankfurt eines der wichtigen Drehkreuze der DB ist. Es gibt eine Bar, an der man sich bedienen lassen kann und das im Reisepreis eingeschlossen. So ließ ich mir innerhalb von 10 Minuten ein Weißbier und belegte Brote schmecken und konnte auch noch schnell die Toilette aufsuchen. Das nenne ich maximieren!

Besuch in der DB Lounge Frankfurt

Besuch in der DB Lounge Frankfurt

Angekommen mit dem ICE 528 am Fernbahnhof Frankfurt Flughafen druckte ich mir noch schnell meine Bordkarte aus. Sitz 10D sollte es sein. Eigentlich sitze ich ja lieber am Fenster, aber bei einem Abendflug ist ein Gangplatz auch in Ordnung. Anschließend ging ich noch fix zu McCafé um mir meinen kostenlosen Muffin als Miles&More Kunde zu besorgen. Dann das übliche “Rein-Raus”-Spielchen bei der Sicherheitskontrolle und ab in den Wartebereich am Gate B54. Diesmal hatte ich, seit langem mal wieder, eine Flieger mit Außenposition und deshalb ging es mit den Bus über das Vorfeld. Es wird wirklich Zeit das ich HON-Circle Mitglied werde, dann könnte ich den Porsche Panamera nehmen. Es ist aber schon ein toller Anblick, wenn man mit einem Bus an einer rollenden B747-400, in dem Fall von Thai Airways, vorbei fährt. Leider war es für ein anständiges Foto zu dunkel.

Flug nach Dublin (17. Juni 2011)

Freitag, 17. Juni 2011
Abflug: 21:40 Uhr (Tatsächlich: 22:05 CEST) Frankfurt, Deutschland (FRA)
Ankunft: 22:40 Uhr (Tatsächlich: 10:40 BST) Dublin, Ireland (DUB)
Dauer: 1 Stunde 35 Minuten
Distanz: 675mi/1087km
Fluggesellschaft: Lufthansa LH 982
Flugzeugtyp: Airbus 320-200
Buchungsklasse: Economy Class

Flugroute Frankfurt - Dublin

Flugroute Frankfurt – Dublin

Die Lufthansa setzte auf der Strecke nach Dublin einen fast neuen A320-200 (D-AIZF, Baujahr 2010) ein. Ausgestattet ist das Flugzeug mit der neuen Europakomfort Kabine (kurz NEK). Die Sitze sind echt richtig schmal und bieten dadurch eine gute Beinfreiheit bei fast identischen Sitzabstand zur alten Konfiguration. Für eine Flugzeit von 1:35h vollkommen akzeptabel. Auf der kurzen Strecke gibt es natürlich auch kein großes Essen. Aber ein Hähnchen Wrap und ein Pils sind vollkommen in Ordnung.

Hähnchen Wrap und ein Pils

Hähnchen Wrap und ein Pils

Die Einreise in Dublin verlief zügig und ohne Probleme, sodass ich den vorher rausgesuchten Bus (Linie 747) um 23:10 Uhr noch erreichte. Der Bus braucht bis zum Kinlay Hostel ca. 35min und kostet 10€ für Hin- & Rückfahrt. Ein Taxi kostet zirka 30EUR pro Strecke. Eigentlich wollte ich nach meinen “nur-Hostel-Amerika-Trip 2006″ nie wieder ein solches betreten. Meist ist einfach alles so heruntergekommen und dreckig, sodass ich mich nicht wohl fühlen kann. Aber in Dublin blieb uns nichts Anderes übrig, da die Hotelpreise zu teuer sind bei außerdem schlechter Qualität.

Samstag, der 18. Juni 2011

Nach meiner ersten Nacht seit langem in einem Doppelstockbett, wachte ich gegen 07:30 Uhr auf. Ich kann nicht behaupten, dass der Schlaf sehr erholsam war. Eigentlich wollte ich eine Dusche im Gemeinschaftswaschraum nehmen, leider gab es aber kein Wasser. So musste die Dusche durch ein kurzes Waschen am Wasserhahn ersetzt werden und das Deodorant sorgte anschließend für den Rest.

Typischer Straßenzug

Typischer Straßenzug

Wir machten uns dann auf, die Familie meines Freundes in ihrem Bed&Breakfast abzuholen. Zu Fuss ging es durch den St. Stephen’s Green Park zum Fritzwilliam Townhouse. Nach einem kleinen Frühstück, kauften wir uns ein Ticket für den Dublin “Hop-on-Hop-Off” Bus. Es gibt in Dublin drei Firmen die diesen Service anbieten. Ich kann das Angebot der offiziellen Dubliner Busgesellschafft, welche die grünen Doppelstockbusse nutzt, empfehlen. Ein Zweitagesticket kostet für einen Erwachsenen 14€ und für Studenten 12€.

Unser erster Stopp auf der Route war das Guinness Storehouse. Der Eintritt in dieses Museum beläuft sich auf 15€ für einen Erwachsenen und 11€ für einen Studenten. Mit dem Ticket der Dubliner Busgesellschaft wird ein 1€ Rabatt auf den Erwachsenenpreis gewährt. Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch. In einer self-guided Tour, deutsche Audio-Guides sind kostenlos vorhanden, wird die Herstellung von Guinness erklärt. Das Museum geht über mehrere Etagen, von der Zutatenaufbreitung, über den Brauvorgang bis zur finalen Abfüllung. In der zweiten Etage wird einem ein kleines Glas Guinness gereicht und erläutert wie man es am Besten trinken soll, ähnlich wie bei einer Weinverkostung. Das Glas muss man rotieren lassen und immer nur einen kleinen Schluck nehmen. Diesen dann im Mund “herumquirlen” und dabei durch die Nase einatmen. Erst dann entfaltet sich der ganze Geschmack des Bieres.

Zum Abschluss der Museumstour wird man in die “Gravity Bar” auf einen Pint Guinness eingeladen. Der Ausblick auf die Stadt ist wunderbar. Leider ist der Andrang an einem Wochenende sehr hoch, sodass es schwierig ist einen Sitzplatz zu bekommen.

Pint of Guinness

Pint of Guinness

Blick von der Gravity Bar

Blick von der Gravity Bar

Das Kilmainham Gaol ist nur zwei Stationen vom Guinness Storehouse entfernt. Dieses alte Gefängnis ist hauptsächlich für die grausamen Hinrichtungen der Aufständigen im Osteraufstand von 1916 bekannt. In einer halbstündigen Tour wird man durch die alten Zellen und den Gefängnishof für die Hinrichtungen geführt. Die Bedingungen der Gefangen müssen wahrlich grausam gewesen sein.

Im Gaol

Im Gaol

Im Gaol

Im Gaol

Vom Gaol aus fuhren wir mit dem Bus durch den Phoenix Park zur alten Jameson Distillery. Der Phoenix Park ist der größte Park in einer europäischen Großstadt und einer der größten Weltweit. Der Eintritt zur Jameson Brennerei ist mit 13€ (11€ Student) etwas günstiger. Allerdings ist die Tour im Guinness Museum etwas länger und wie ich finde auch interessanter. Dafür weiß ich aber jetzt den Unterschied zwischen irischen und schottischen Whiskey. Dieser liegt hauptsächlich bei der Röstung der Weizenkörner. Beim Scotch werden die Körner mit brennenden Torf geröstet, beim Jameson passiert alles mit Erdgas bzw. damals mit Feuerholz. Dadurch entwickelt der Scotsch seinen charakteristischen rauen Geschmack und der Jameson ehr einen süßlichen Honigähnlichen. Zum Abschluss der Tour gibt es noch eine Kostprobe. Man hat die Wahl zwischen puren Jameson, Jameson mit Ginger Ale oder mit Cranberry Juice, für welchen ich mich entschied. Sehr lecker und fruchtig.

Jameson Distillerie

Jameson Distillerie

Fässer mit Jameson Whiskey

Fässer mit Jameson Whiskey

Jameson with Cranberry and Ginger Ale

Jameson with Cranberry and Ginger Ale

Auf unserem Weg zurück zum Hotel kamen wir am Merrion Square vorbei. Hier fand dieses Wochenende die Weltmeisterschaft der Straßenkünstler statt. Außerdem wurde zu einem großen Flashmob “Where is Waldo?” aufgerufen. Waldo bzw. Wally (englischer Name) ist eine Kinderbuchfigur mit rot-weißer Mütze und T-Shirt. Das Ziel war, soviele Wallys wie möglich zu versammeln und so den Weltrekord zu brechen. Ob dies gelang kann ich leider nicht schreiben, da es kurz nach dem Beginn des Flashmobs angefangen hat fürchterlich zu regnen. Zum Abendessen gingen wir in ein indisch-nepalesisches Restaurant. Obwohl wir etwas misstrauisch waren, da trotz der Tatsache, dass Samstagabend war, das Restaurant leer war, hat das Essen sehr gut geschmeckt. Anschließend besuchten wir drei Irish Pub entlang der Baggot Street Lower. In einer davon, Rileys Pub, wurde Livemusik gespielt und die Leute, ich glaube die meisten waren Einheimische, tanzten. Zu trinken hatten wir Kilkenny (mein persönlicher Favorit), Carlsberg und Jameson Coke. Es war lustiger “internationaler” Abend mit meinen amerikanischen Freunden.

Where is Waldo-Flashmob

Where is Waldo-Flashmob

Sonntag, der 19. Juni 2011

In den Sonntag startete ich mit einer EISkalten Dusche im Hostel. Danach ging es zum Frühstück und anschließend musste ich mich von einer guten Freundin verabschieden, weil diese zum Flughafen musste. Ich sagte noch zu ihr: “… see you soon!” und meinte damit nächstes Jahr. Ein Wiedersehen sollte aber schneller kommen als gedacht. Dazu später mehr!

Unseren Sightseeing Tag begannen wir am Trinity College. Dieses zählt zu den renommiertesten Universitäten der Welt. Die Hauptattraktion ist die 1732 erbaute Bibliothek. Man kann dort das aus dem neunten Jahrhundert stammende “Book of Kells” besichtigen. Wie das meiste in Dublin kostet auch dies wieder Eintritt (7€). Auch wenn die aufwendig gestalteten evangelischen Handschriften berühmt sein sollen, war mir dies das Geld nicht wert.

Trinity College Dublin

Trinity College Dublin

Trinity College Dublin

Trinity College Dublin

Anschließend ging es durch die Fußgängerzone, die Grafton Street, noch einmal zum St. Stephen’s Green Park. Nach einem Snack bei den immer noch stattfindenden “World Championship of Street Performers” fuhren wir mit dem Bus in das Temple Bar Viertel. In diesem befinden sich hauptsächlich Kneipen, welche eher auf die Touristen ausgelegt sind. Dementsprechend hoch sind hier auch die Preise für einen Pint. Es gibt genügend Pubs abseits dieses Viertels, wo man auch auf Iren trifft und die Preise etwas humaner sind. Somit hatten wir Temple Bar relativ schnell abgehackt und kamen über den Liffey in die O’Connell Street.

Molly Malone

Molly Malone

Straßenkünstler

Straßenkünstler

St. Stephens Green

St. Stephens Green

St. Stephens Green

St. Stephens Green

The Temple Bar

The Temple Bar

Der Fluss Liffey

Der Fluss Liffey

OConnell-Street

OConnell-Street

Die O’Connell Street ist die Hauptverkehrsstraße der irischen Hauptstadt. Nahe der O’Connell Brücke, welche den Fluss Liffey überspannt, steht eine Statue des gleichnamigen nationalistischen Führers. Nicht zu übersehen ist die längste Skulptur der Welt und Wahrzeichen der Stadt, “The Spire”, bestehend aus 126 Tonnen Stahl. Lustig fand ich, das die 120 Meter hohe “Fahnenstange” eigentlich zur Millenium Feier eingeweiht werden sollte, die Bauarbeiten aber trotz Kosten von 5 Millionen Euro erst 2002 abgeschlossen wurden. Nachdem wir ein wenig ziellos entlang der Straße unterwegs waren, entschieden wir in das National Museum zu gehen. Dieses liegt in der Kildare Street und der Eintritt ist frei. So richtig konnten wir uns für die alten Steine und Skulpturen aus der Geschichte Irlands aber nicht begeistern und entschieden zurück ins Hostel zu fahren. Im Hostel angekommen, es war so gegen 15:30 Uhr, bekam ich die für mich erfreuliche Mitteilung, das meine gute Freundin wieder auch dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt Dublins war. Natürlich war mein erster Gedanke, dass sie ihren Flug nach Chicago verpasst hatte. Der eigentliche Grund war, dass Air Lingus ein technisches Problem mit ihrer Maschine hatten und somit den Flug einfach strichen. Die Arme musste mehr als vier Stunden in der Schlange auf eine Umbuchung warten. Außerdem gab es außer einem Hotelangebot keine weiteren Kompensationen. Ich persönlich bin sehr enttäuscht vom Kundenservice der Airline und kann von Reisen auf Air Lingus nur abraten. Meine Freundin konnte zum Glück auf eine American Airlines Maschine am Montag morgen umgebucht werden, sodass ihr der erneute Ärger mit Air Lingus erspart bleibt. Ich habe ihr aber geraten den Kundenservice zuhause in Amerika zu kontaktieren, da ich der Meinung bin, dass ihr eine finanzielle Entschädigung auf jeden Fall zu steht. Immerhin verliert sie einen weiteren Urlaubstag, welche in den USA sowieso kostbar und rar sind. Ich bleibe an dem Fall dran!

Post

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Jim Larkin Statur

Jim Larkin Statur

So konnten wir alle gemeinsam, also zu fünft, Abendessen. Ich hatte auf TripAdvisor das beste fish ‘n chips Restaurant rausgesucht. Es handelt sich dabei um das Take Away Restaurant “Leo Burdocks” in der Werburgh Street. Selbst U2, Sandra Bullock und andere Stars haben hier schon gegessen. Die Portion kostet um die 9 Euro und ist ausreichend für zwei Personen. Die Panade vom Fisch ist super lecker und knusprig, genauso wie der Fisch selbst sehr schmackhaft ist. Die selbst frisch geschnittenen Pommes könnten aber für meinen Geschmack etwas knackiger sein. Man bekommt das Gericht klassisch in Papier eingewickelt und kann es z.B wie wir auf der Wiese der Christ Church Cathedral genießen.

fish 'n chips

fish ‘n chips

Nach dem Abendessen suchten wir den ältesten Pub Dublins “The Brazen Head” (1128 eröffnet) in der Bridge Street auf. Nach einem Kilkenny gingen wir, da der Pub doch recht überfüllt war und keine Livemusik spielte, in den Pub auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Nach 2-3 weiteren Pints und einer erstaunlichen Leistung des Gitarrenspielers, ich habe noch nie jemanden so schnell spielen sehen, gingen wir frühzeitig (23 Uhr) zurück in unsere Unterkunft.

The Brazen Head

The Brazen Head

Montag, der 20. Juni 2011

Nachdem wir endlich unsere letzte Nacht im Hostel verbracht hatten, von uns auch liebevoll “The Jail” genannt, trafen wir uns alle auf einen letzten Kaffee. Dann ging es mit dem Taxi zum Flughafen. Dies bot sich an, weil meine Freunde hier ihren Mietwagen in Empfang nahmen. Sie werden jetzt noch eine Woche in Irland verbringen bevor es nach Michigan zurück geht.

Der Dubliner Flughafen ist von der Architektur her sehr modern gestaltet. Aber die Abfertigung am Gate vom irischen Flughafenpersonal war schrecklich unorganisiert. Es gab keine anständigen Durchsagen bei der Ticketkontrolle und sie machten ein Theater mit Handgepäck. Ich hatte zwar keine Probleme, da ich ja weiß was ich mitnehmen darf, aber es sind viele Asiaten und Polen an Bord die fast ihren gesamten Hausrat ins Handgepäck nehmen wollen.

Flug nach Frankfurt (20. Juni 2011)

Montag, 20. Juni 2011
Abflug: 12:00 Uhr (Tatsächlich: 12:05 BST) Dublin, Ireland (DUB)
Ankunft: 14:55 Uhr (Tatsächlich: 15:09 CEST) Frankfurt, Deutschland (FRA)
Dauer: 1 Stunde 44 Minuten
Distanz: 675mi/1087km
Fluggesellschaft: Lufthansa LH 979
Flugzeugtyp: Airbus 320-200
Buchungsklasse: Economy Class

Ich habe es erfolgreich an Bord von LH 979 geschafft, wobei es sich wieder um einen Airbus A320-200 (D-AIZD) mit NEK handelte. Diesmal habe ich mir online einen Fensterplatz reserviert (16A). Dafür habe ich aber den Hauptgewinn mit zwei kleinen Kindern neben mir gezogen. Das Baby hatte schon vor dem Start angefangen zu Schreien. “*Ich mag Kinder, ich mag Kinder, ich mag…*” versuchte ich mir einzureden und vertiefte mich in meine Zeitung. Zirka 20min nach dem Start gab es einen kleinen Snack und eine Getränkerunde. Es wurde ein Gewürzbrötchen mit Kassler und Meerrettich gereicht, welches ganz gut geschmeckt hat. Dazu gab es einen Kaffee und einen Orangensaft. Aufgrund des Towerumzuges in Frankfurt mussten wir auf Höhe von Koblenz einige Warteschleifen drehen. Somit kamen wir mit 15 Minuten Verspätung in Frankfurt an. Gut das ich mein Zugticket erst für 17 Uhr gebucht hatte.

Mittag auf dem Flug nach Frankfurt

Mittag auf dem Flug nach Frankfurt

Flug nach Frankfurt

Flug nach Frankfurt

Nach einer kurzen Wartezeit bei der Einreise suchte ich den Serviceschalter von Turkish Airlines auf. Da ich noch eine Änderung an zwei Tickets Hong Kong – Istanbul – Los Angeles für Dezember vornehmen wollte. Das erste Ticket, meines Freundes und Asienreisepartners, hat der Mitarbeiter auch ohne Probleme ändern können. Bei meinem, also dem zweiten Ticket, fiel ihm auf, dass es wohl ein Preisfehler sein muss. Denn der eigentliche Flugpreis betrug nur 30€, was ihm ein bisschen wenig erschien für einmal um die halbe Erde. Also ein sehr ehrgeiziger Mitarbeiter an den ich da geraten war. Nach einem kurzen Telefonat mit seinem Supervisor konnte er mir eine Änderung nur gegen Bezahlung der Differenz zum aktuellen Flugpreis anbieten (ca. 2000€). Da das für mich aber indiskutabel ist, änderte er das Datum beider Tickets zum ursprünglichen zurück. Ich werde damit aber noch nicht aufgeben und es im September noch einmal in München versuchen bzw. die Hotline in Istanbul ein weiteres mal anrufen.

Nach dem Misserfolg holte ich mir wieder meinen kostenlosen Muffin – diesmal Blaubeere – bei McDonalds und begab mich von dort aus zur DB Lounge am Fernbahnhof. Diese ist bei weitem nicht so toll wie die am Frankfurter Hauptbahnhof. So gibt es z.B. keine Bar, sondern nur einen Kaffee- bzw. Getränkeautomat. Aber für die 50 Minuten Wartezeit war es ausreichend. Der ICE 1655 hatte bei der Ankunft am Bahnhof schon 12 Minuten Verspätung. Somit würde ich meinen Anschlusszug in Erfurt nicht bekommen. Dafür hatte ich im Ruheabteil der 1. Klasse einen Platz in der vordersten Reihe direkt hinter dem Führerstand bekommen. Ich konnte so dem Lockführer über die Schulter schauen, was für mich sehr interessant war. Anders als bei der Hinfahrt mit dem InterCity besitzt die 1. Klasse im ICE sehr bequeme Ledersitze in einem Großraum Abteil. Sehr vorteilhaft zum Arbeiten ist die Installation mehrerer Außenantennen und Verstärker bzw. Repeater welche die ganze Fahrt über eine stabiles Mobilfunknetz (meist nur EDGE) ermöglicht. So konnte ich die Zeit nutzen und diesen Blogeintrag schreiben, auch wenn mir jetzt die Daumen vom Tippen auf dem iPhone weh tun.

Muffin und Latte-Macchiato in der DB Lounge Frankfurt Flughafen

Muffin und Latte-Macchiato in der DB Lounge Frankfurt Flughafen

Erste Reihe im ICE

Erste Reihe im ICE

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Frankfurt – Detroit (LH 486) in Business Class

Im Jahr 2007 hatte ich auf meinem Flug von Frankfurt nach Detroit das große Glück eines “Operational Upgrade” in die Business Class. Dies war mein erster Flug in Lufthansa’s Business Klasse. Ein echt tolles Erlebnis!

Lufthansa Business Class Sitze

Lufthansa Business Class Sitz

Hauptgang

Hauptgang

Irgendwo über dem Norden Kanadas

Irgendwo über dem Norden Kanadas

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