Wat Benchamabophit

Shopping und Sightseeing in Bangkok

An unserem ersten Tag in Bangkok suchten wir einen Schneider auf, um uns ein Angebot für maßgefertigte Anzüge einzuholen. Der Verkäufer präsentierte uns bei einem kühlen Bier seine unterschiedlichen Stoffe und Schnitte. Wir konnten uns dann eine Vorlage aus dem aktuellen Giorgio Armani bzw. Hugo Boss Katalog aussuchen. Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit dem Service und bestellten ein Paket, bestehend aus einem Anzug, zwei Hemden und eine Krawatte für Bodo und zwei Anzügen, drei Hemden und zwei Krawatten für mich. Zusammen bezahlten wir dafür 20.000 thailändische Baht. Nach einer Anprobe bekommen wir die Anzüge am Donnerstagabend in unsere Suite im lebua at State Tower geliefert. Dann heißt es: „Suit up!“

Beim Schneider in Bangkok

Beim Schneider in Bangkok

Da wir in Outdoor-Hose und ausgewaschenem T-Shirt nicht in das 5 Sterne Hotel einziehen wollten, kleideten wir uns in der MBK-Mall in der Nähe des National Stadium neu ein.

Nach ein wenig Shopping machten wir uns anschließend auf den Weg zum Wat Saket oder auch „Golden Mountain“ genannt. Der goldene Berg ist künstlich bis auf 79 Meter aufgeschüttet und mit einer goldenen Chedi gekrönt. Zur Spitze gelangten wir über 318 Treppenstufen und einige kleinere Plateaus. Hier befinden sich diverse Glocken die Glück bringend sowohl von Thais wie auch von uns geläutet wurden.

Goldene Chedi des Wat Saket

Goldene Chedi des Wat Saket

Auf dem Areal rund um den Tempelberg sind einige kleine Buddhas und Schreine gelegen. Im Innenhof trafen wir auf dutzende buddhistische Gläubiger. Viele hatten Geschenke in Form von Blumengestecken oder Tee-Sets dabei. Wir hatten den Eindruck, dass alle auf ein besonderes Ereignis warteten. Die Ankündigungen über Lautsprecher waren leider nur auf thai und halfen uns somit nicht wirklich weiter. Plötzlich verstummten alle und es wurde ein sehr alter Mann im Rollstuhl hereingefahren. Während die anwesenden Gläubigen zum Gebet aufstanden nahm der Herr auf einem thronähnlichen Stuhl auf dem Altar Platz. Bevor die Zeremonie weitergeführt wurde verließen wir aber aus Anstand das Gebäude.

Zeremonie

Zeremonie

Den Tag schlossen wir mit einem Besuch des Wat Benchamabophit, von Touristen aufgrund seiner Bauart auch Marmortempel genannt, ab. Der buddhistische Tempel zählt zu einem der schönsten Thailands und ist eine Hauptattraktion Bangkoks. Das weiß- , teilweise rosèfarbige Marmorgestein glänzte in der Sonne und machte so auf uns einen sehr prunkvollen Eindruck. Auf unserer Reise haben wir bis jetzt noch keinen so besonderen Tempel gesehen. Auch aus diesem Grund wurde die Anlage wahrscheinlich als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen.

Wat Benchamabophit

Wat Benchamabophit

Wat Phra Sri Sanphet

Willkommen in Sin City!

Mit dem Mietwagen, einer silbernen Toyota Limousine, fuhren wir vom Flughafen Bangkok in das zirka 90 Kilometer nördlich liegende Ayutthaya. Die Stadt liegt wie auf einer Insel von Flüssen umgeben. Somit traf die Flutkatastrophe der letzten Wochen die Gegend besonders hart.

Verwüstung in Ayutthaya

Verwüstung in Ayutthaya

Wir wissen nicht genau, seit wann das Wasser wieder abgeflossen ist – lange kann es aber noch nicht her sein. Auf den Straßen werden an vielen Stellen noch Müllberge zusammengetragen oder Sandsäcke weggeräumt. An einigen Häusern konnten wir noch gut erkennen, dass die Fluten ungefähr 1,5 Meter hoch standen.

So begaben wir uns am Abend auf die Suche nach einem Restaurant. Beim Spaziergang durch die Stadt war es uns an vielen Stellen aber nicht ganz geheuer. Die Straßenbeleuchtung war ausgefallen, es wimmelte nur so von herumstreunenden Hunden und es war kein Mensch zu Fuß unterwegs. Bis auf einzelne offene Geschäfte waren alle dunkel und verbarrikadiert. Einige Häuser waren zusammen gestürzt und die Einwohner lebten in Zelten oder wir konnten durch die kaputten Wände direkt ins Wohnzimmer schauen. Willkommen in Sin City! Nach dem wir fast eine Stunden umhergeirrt waren und immer noch keinen Platz zum Essen fanden, gab es zum Abendbrot nur einen Mars Riegel aus dem Supermarkt. Auch dieser Markt war den Fluten zum Opfer gefallen und erst halb wieder aufgebaut. In den meisten Regalen klafften noch große Lücken, die einzigen Sachen, welche in Unmengen zur Verfügung standen, waren Waschmittel und Shampoo!

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück, der Schokoriegel hatte ja nicht viel geholfen, auf den Weg zu den schwimmenden Märkten. So schlimm es auch klingen mag, aber schwimmend, eigentlich eher tauchend, ist hier wörtlich zu nehmen. Die Stege an denen die Händler aus ihren Booten heraus normalerweise ihre Waren anbieten, waren größtenteils im Wasser versunken oder zerstört. Wir standen also mitten in einer Ruine, an welcher aber auch noch in keinster Weise gearbeitet wurde.

Ruinen der schwimmenden Märkten

Ruinen der schwimmenden Märkten

Anschließend besichtigten wir noch vier weitere Tempelanlagen u.a. den Wat Phra Sri Sanphet. Dies war der königliche Tempel auf dem Gelände des alten Königspalastes in Ayutthaya. Im Zentrum der Anlage befinden sich auf einer erhöhten Plattform drei gut restaurierte Chedis. Ein Chedi ist ein in einer zyklonischen Bauart errichteter Turm, welcher im Gesamtbild an eine Glocke erinnert. In jede Himmelsrichtung sind kleine Kapellen angesetzt, an die steile Treppen heranführen.

Wat Phra Sri Sanphet

Wat Phra Sri Sanphet

Buddha im Baum

Buddha im Baum

Unsere letzte Tempelanlage in Ayutthaya war der Wat Chaiwatanaram. Hier begannen die Aufräum- bzw. Abpumparbeiten erst vor wenigen Tagen. Das Zentrum war immer noch vom Wasser umgeben und die Bereiche welche schon frei lagen, waren dreckig und matschig. Die in diesem Fall ungünstige Lage am Fluss, wurde dem Tempel zum Verhängnis. Zwar gibt es eine wenige Meter hohe, einigermaßen stabile Staumauer, diese konnte den Massen aber nicht stand halten.

Wat Chaiwatanaram

Wat Chaiwatanaram

Mit einem bedrückenden Gefühl, gerade ein Art Katastrophen-Tourismus begangen zu haben, rollten wir wieder Richtung Bangkok. Für die ursprünglich einstündige Fahrt brauchten wir auf Grund eines Staus vor der Mautstelle und der unübersichtlichen Straßenführung insgesamt drei Stunden. Wir fuhren fast 1,5 Stunden im Kreis bis wir endlich die Richtige Abfahrt für die Mietwagen Rückgabe fanden. Völlig entnervt ließen wir den Tag im Twin Towers Hotel in Bangkok ausklingen.

Rafting in Phang-Nga

Rafting in Phang-Nga

Nach unseren letzten beiden sehr entspannten und erholsamen Tagen am Strand, sollte es heute wieder ein bisschen mehr Aktion geben. Wir entschieden uns für eine Ganztagestour von dem Reisebüro in unserem Hotel. Diese Tour-Büros gibt es hier überall, ein Vergleich lohnt sich also. Alle bieten auf Nachfrage Rabatt an, dieser ist jedoch unterschiedlich hoch und hängt davon ab, wie gut sich der Verkäufer mit den Reiseveranstaltern versteht. Unser Hotel-Verkäufer war dort wohl gut bekannt und konnte uns nach einigem Verhandeln einen Rabatt von 35% bieten. Dafür bekamen wir den Transport, eine Mini-Tracking-Tour zu einem Wasserfall, ein warmes Mittagessen und die 7 km Rafting-Tour für knapp über 30€.

Los ging es um 7:30 Uhr an unserem Hotel. Wir wurden von einem sehr komfortablen Isuzu Pickup mit voller Innenausstattung abgeholt. Anscheinend verdient man im Tourgewerbe recht gut! Vom Sammelpunkt aus sollte es mit dem Bus weitergehen. Hier zeigte sich auch das erste Mal, wie man einen ganzen Tag mit Programmpunkten für 3 Stunden füllen wollte. Wir waren die Ersten im Bus und bis so langsam alle angekarrt waren, war es auch schon kurz vor 9 Uhr.

Kurz nach halb 11 waren wir dann im Rafting-Gebiet auf dem Festland Thailands angekommen. Hier ging es mit einem kleinen überdachten Pickup, bei dem die Fahrgäste auf der Ladefläche sitzen, weiter zum Startpunkt. Die Fahrer scheinen unter chronischem Zeitmangel zu leiden, jedenfalls sind wir mit über 80 einer schmalen Bergstraße mit reichlich Serpentinen hochgedonnert – wie gesagt unangeschnallt auf der Ladefläche! Oben angekommen schnappte sich jeder eine Rettungsweste und wir schwangen uns ins Schlauchbot, welches kurz zuvor noch von unseren Führern aufgepumpt wurde (sehr vertrauenserweckend). Danach paddelten wir bis zur Startposition hinter einer Staumauer. Da der Fluss längst nicht genug Wasser für eine Rafting-Tour hat wird hier das Wasser in 2 großen Becken gestaut und zweimal am Tag abgelassen. Dabei kann man für ungefähr 15 Minuten raften gehen – wer das Zeitfenster verpasst muss auf die nächste Welle warten.

Rafting in Phang-Nga

Rafting in Phang-Nga

Die Schleusen wurden geöffnet und die Fahrt ging los! Wir saßen zusammen mit zwei Kasachen und zwei Führern in unserem Boot. Interessanterweise hatten wir 4 Passagiere und nur 3 Ruder, was dazu führte, dass wir uns ständig drehten und auch öfters rückwärts den Fluss runter fuhren. Die Tour durch die Stromschnellen macht viel Spaß und da um die 50 Boote gleichzeitig auf dem Fluss waren, kam auch ein bisschen Autoscooter-Feeling auf. Wir waren sehr schnell unterwegs und schon nach wenigen Minuten eines der ersten Boote auf dem Fluss (und das obwohl wir als letztes gestartet waren). Dadurch fuhren wir auch schneller als die Welle und mussten öfters mal am Ufer anlegen und warten bis wieder genug Wasser im Fluss stand. Die Zeit verbringt man dann am besten mit Nassspritzen der vorbeifahrenden anderen Boote oder damit, das Wasser aus dem Boot zu schaufeln.

Rafting in Phang-Nga

Rafting in Phang-Nga

Nach einer Stunde war der Spaß auch schon wieder vorbei und wir bekamen ein warmes Mittagessen. Es gab nicht das beste Thai-Food, es war jedoch besser als wir erwartet hatten. Danach ging es weiter zur Mini-Tracking-Tour zu einem Wasserfall mit Schwimmmöglichkeit. Mini- Tracking deshalb weil wir wieder von einem unserer geliebten Pickups 15 Minuten lang den Berg hochgefahren wurden und dann die letzten 50 Meter noch laufen durften. Schön war es trotzdem und das Wasser war endlich mal erfrischend kalt. Im uns umgebenden Dschungel hörten wir das Klappern der Klapperschlangen. Zu Gesicht bekamen wir aber keine. Unser Besuch war leider nur recht kurz und so waren wir nach 20 Minuten schon wieder auf dem Rückweg.

Wasserfall

Wasserfall 

Danach war für uns der interessante Teil das Tags gelaufen und wir durften uns mal wieder auf Warten einstellen. 2,5 Stunden später ging es dann mit dem Bus zurück Richtung Hotel. Auf dem Weg hielten wir nochmal an einer Affenhöhle an. Hier konnte man Affen “in ihrer natürlichen Umgebung“ beobachten und füttern – das gleiche wie immer… . Wir waren wenig motiviert uns das anzusehen, da wir jedoch danach noch 1,5 Stunden im Bus sitzen würden, gingen wir mal hin und beobachten die Touris, wie sie sich anspringen ließen und versuchten ihre Taschen vor den Affen zu schützen – eigentlich doch ganz lustig.

Nach fast 12 Stunden kamen wir dann auch wieder in unserem Hotel an. Die Tour macht Spaß, die Wartezeiten nerven jedoch ein bisschen. Wer auch so eine Tour plant, sollte jedoch neben dem Rafting noch weitere Aktivitäten wie Elefantenreiten oder ATV-Fahren buchen.

Merdeka Platz

Kuala Lumpur

Zum dritten Mal landeten wir auf dem Flughafen Kuala Lumpur. Mit den Wegen schon gut vertraut, saßen wir innerhalb von wenigen Minuten in dem 8 Ringgits teuren Shuttelbus nach KL Sentral. Für die zwei Übernachtungen hatten wir uns das Maytower Hotel in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums Kuala Lumpurs ausgesucht. Unser Zimmer lag im 24. Stockwerk des vier Sterne Hauses. Außerdem konnten wir noch einen Pool und sogar eine Sauna in der 8. Etage nutzen. Insgesamt ein sehr passables Hotel.

Den ersten Abend verbrachten wir im Einkaufscenter Times Square. Auf mindestens zehn Etagen gibt es mehrere hundert kleine Geschäfte, Restaurants und sogar einen Themenpark mit Achterbahn. Wir probierten das Essen in der Chicken Rice Factory und gönnten uns zum Nachtisch einen Donut von Krispy Kreme.

Am nächsten Vormittag besuchten wir die Batu Höhlen rund 15 Kilometer nördlich der malaysischen Hauptstadt. Ein besonderes Highlight hier ist die 42,7 Meter hohe goldfarbene Statue auf dem Vorplatz. Die Höhle bzw. die angrenzenden Bereiche beherbergen mehrere Hindu Tempel. Dazu mussten wir allerdings eine 270-stufige Treppe erklimmen. In der Höhle mit dem kleineren Eingangsportal werden, ähnlich wie in Mulu, wieder Touren angeboten. Es gibt sowohl eine 45 minütige Erkundungstour als auch eine 3 Stunden Abenteuerwanderung. Da wir vorher nicht wussten, dass so etwas angeboten wird, waren wir leider nicht vorbereitet und konnten die Touren nicht machen. Anschließend schauten wir uns die 100 Meter hohe Haupthöhle an. Von der Gestaltung her erinnerte sie mich aber mehr an einen Busbahnhof. Alles ist mit Beton planiert und einige Tempel haben bunte Lichterketten. Auf dem Vorplatz kauften wir uns an den Ständen indischer Verkäufer eine süß-klebrige Nachspeise. Der Verkäufer konnte uns nicht genau in Englisch erklären, was es ist.

Batu Höhlen

Batu Höhlen

Gulab Jamun

Gulab Jamun

Die Batu Höhlen sind ganz einfach mit der Bahn von KL Sentral zu erreichen. Der Fahrpreis beträgt gerade einmal ein Ringgit und Züge fahren alle 20-30 Minuten.

Wieder zurück in der Innenstadt bestiegen wir den 90 Meter hohen Bukit Nanas auf welchen sich der Kuala Lumpur Tower befindet. Dieser ist mit 421 Metern der höchste Fernsehturm Malaysias und das sechshöchste Gebäude der Welt. Anschließend liefen wir nach Chinatown. Bodo probierte dort ein paar asiatische Spezialtäten welche wir als Tipp von einer Einheimischen im Flugzeug bekamen. Er ließ sich Nasi Lemak und Roti Chanei schmecken. Das Erste ist ein in ein Bananenblatt eingewickelter Reisklumpen mit einer scharfen Sauce und einem Spiegelei. Das Roti Chanei gab es bei einem indischen Kiosk und ist eine Art Brot, welches mit einer schärferen Suppe kommt.

Nasi Lemak

Nasi Lemak

An unserem letzten Tag in Kuala Lumpur besuchten wir zuerst die Freitagsmoschee und den Merdeka Platz. Dieser liegt im Westen der Stadt und ist ein Symbol des unabhängigen Malaysias. Von der großen offenen Grünfläche am Merdeka Platz hatten wir einen tollen Blick auf umliegenden Sehenswürdigkeiten Kuala Lumpurs, wie den Fernsehturm oder in der Ferne die Petronas Zwillingstürme.

Merdeka Platz

Merdeka Platz

Später besuchten wir den Vogelpark, welcher mehr als 2000 Vögel aus 200 einheimischen und ausländischen Arten beherbergt. Sehr gut hat uns an dem Park das große Freiluftgehege gefallen. Dort flogen die unterschiedlichsten Vögel um uns herum oder liefen über die grünen Wiesen.

Vogelpark

Vogelpark

Bevor wir am Abend weiter nach Phuket geflogen sind, kehrten wir noch in ein Restaurant in Little India ein. Dort bestellten wir Chicken Beriyani. Wieder wurde uns das Essen auf einem Bananenblatt serviert. Typisch Indisch gab es kein Besteck und wir mussten unseren Reis und Hühnchen mit den Fingern essen. Für mich ist diese Art etwas ungewohnt und ich empfinde es auch nicht als wirklich praktisch, weil einem danach einfach die Hände kleben – Bodo hatte damit keine Probleme.

Chicken Beriyani in Little India

Chicken Beriyani in Little India

Gebäudekomplex Ta Prohm

Tempel, Tempel, Tempel

In den letzten zwei Tagen erkundeten wir ausführlich die Tempelanlagen des UNESCO-Weltkulturerbes Angkor. Auf einer Gesamtfläche von 200 km² entstanden hier, zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert, mehrere Hauptstädte der Khmer. Bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches eine Million Menschen gelebt haben können.

Brücke zum Angkor Thom - Südtor

Brücke zum Angkor Thom – Südtor

Aufgrund der Weitläufigkeit der Anlage ist es kaum möglich diese zu Fuß zu entdecken. In Siem Reap gibt es Transportmöglichkeiten jeder Preisklasse: Taxi 30 US$, Tuk-Tuk 15 US$ bis zum Fahrrad für 2 US$ pro Tag. Für unseren zweiten Tag in Kambodscha wollten wir den großen Rundweg befahren. Schon am Vortag vereinbarten wir mit einem Tuk-Tuk Fahrer eine Ganztagestour für 13 US$, welcher uns pünktlich um 8 Uhr am Hotel abholte. Wir ließen Angkor Wat links liegen und erreichten nach ein paar Kilometern die ehemalige Hauptstadt Angkor Thom (dt. „Große Hauptstadt“). Die eindrucksvollste Tempelanlage hier ist der Bayon. Dieser, im frühen 13. Jahrhundert fertiggestellte Staatstempel, ist vor allem berühmt wegen seiner Türme mit meterhohen aus Stein gemeißelten Gesichtern. Von den ursprünglich 54 Türmen konnten 37 wieder rekonstruiert werden. Die meisten Türme haben vier Gesichter, welche nach den Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet sind. Uns wurde der Tipp geben, die Anlage am frühen Morgen zu besuchen. Zu dieser Zeit steht die Sonne sehr günstig für interessante Fotoaufnahmen.

Bayon

Bayon

Aus Stein gemeißelte Gesichter

Aus Stein gemeißelte Gesichter

Zu Fuß gingen wir vom Bayon zum monumentalen Tempelberg Baphuon, welcher zu Ehren des Hindu-Gottes Shiva Mitte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde. Über einen 172 Meter langen steinernen Steg erreichten wir die Pyramide. Diese besteht aus vier Ebenen mit einer Gesamthöhe von 24 Metern. Von der obersten Stufe hatten wir einen tollen Blick auf die umliegenden Terrassen. Bevor wir unseren Tuk-Tuk Fahrer an der Terrasse des Lepra-Königs wiedertrafen, besichtigten wir noch den Phimeanakas und die Terrasse der Elefanten.

Blick vom Tempelberg Baphuon

Blick vom Tempelberg Baphuon

Durch das Nordtor verließen wir Angkor Thom und fuhren zum Preah Khan und Neak Poam. Die relativ gut erhaltene buddhistische Tempelanlage Preah Khan fanden wir sehr spannend. Im Gegensatz dazu ist der Neak Poam recht schnell besucht. An diesen konnten wir nur über einen zirka 100 Meter langen Steg herankommen um dann aber festzustellen, dass der eigentliche Tempel gesperrt ist. Nach einer kurzen Mittagspause und einem weiteren Tempelbesuch, dem East Mebon, wurden wir zum Banteay Kdei gefahren. Viele Gebäude dieses Klosterkomplexes werden von Bäumen durchzogen. Durch den hauptsächlich verwendeten Sandstein fanden wir diesen in einem schlechten Zustand vor.

Banteay Kdei

Banteay Kdei

Unser eigentlicher Plan war, den Sonnenuntergang am Pre Rup Tempel zu erleben. Dieser ist von Touristen nicht so sehr überlaufen wie der Phnom Bakheng. Da es für den Untergang der Sonne noch etwas früh am Nachmittag war und außerdem die Wolken den Blick auf die Sonne versperrten, besichtigten wir den Tempel einfach so.

Pre Rup Tempel

Pre Rup Tempel

Tag 2:

Für den heutigen Tag nahmen wir uns den 17 Kilometer langen kleinen Rundweg vor. Dafür mieteten wir uns in der Old Market Gegend Siem Reaps zwei Fahrräder aus. Da die Straßen meist ebenerdig sind und oftmals entlang des Waldes führen, ist das Radfahren selbst während der heißen Mittagstemperaturen kein großes Problem. Nach einer guten dreiviertel Stunde Fahrt erreichten wir den Gebäudekomplex Ta Prohm. Diese im frühen 13. Jahrhundert entstandene Tempelanlage kannten wir als Kulisse aus dem Film Lara Croft: Tomb Raider.

Gebäudekomplex Ta Prohm

Gebäudekomplex Ta Prohm

Da wir an unserem ersten Tag in Kambodscha auf Grund des Besucherandrangs den Phnom Bakheng nicht besichtigen konnten, holten wir dies heute Mittag nach. Wir erhofften uns einen besseren Blick auf die umliegenden Komplexe des Angkorreiches. Leider wurden wir aber enttäuscht und konnten nur Angkor Wat in der Ferne erkennen.

Blick auf Angkor Wat

Blick auf Angkor Wat

Um von der Tour zu entspannen gönnten wir uns am Abend in der Innenstadt Siem Reaps eine Ganzkörpermassage. Diese einstündige Prozedur kostet hier gerade einmal 5 US$.

Angkor Wat

Willkommen in Kambodscha!

Die Einreise nach Kambodscha war für uns kein Problem. Auf dem recht übersichtlichen Flughafen wurde uns gleich in der Ankunftshalle das Visa-on-Arrival ausgeteilt. Dies kostet 20 USD, ein ATM ist vorhanden, und man benötigt ein Foto. Ich hatte leider keins zur Verfügung und musste somit eine „Strafgebühr“ von 1 Euro zahlen. Das Foto scheint sowieso nur für die Akten zu sein, denn in das Visa wird es nicht eingefügt.

Mit dem Taxi (Festpreis: 7 USD) fuhren wir zu unserem Hotel das „New Angkorland Hotel“ in Siem Reap. Trotz unserer frühen Ankunftszeit, um kurz vor 10 Uhr, bekamen wir nach einer halben Stunde Wartezeit die Schlüssel zu unserem Zimmer. Mit einer Übersichtskarte des Ortes und den Tempelanlagen begaben wir uns in die Innenstadt von Siem Reap. Nach einem Mittagessen beim Inder redeten wir mit einigen Tuk-Tuk Fahrern, ein Moped mit Anhänger, über die Fahrpreise. Für morgen vereinbarten wir eine Ganztagestour für nur 13 USD. Unser persönlicher Fahrer holt uns um 8 Uhr im Hotel ab und fährt dann mehrere Tempel an.

In einer Seitenstraße kamen wir an einer „Fish Massage“ vorbei. Angezogen vom Werbespruch „Keine Piranhas“ schauten wir uns die zwei Becken mit unterschiedlich großen Fischen einmal genauer an. Für 3 USD konnten wir unsere Füße für 30 Minuten in die Becken halten und bekamen auch noch ein kühles Bier dazu. Die Dr. Fische fressen überflüssige Hautreste herunter. Man kann richtig die kleinen Zähnchen spüren welche an den Füßen entlang beißen. Die Haut an unseren Füße fühlte sich danach richtig glatt an. Ein wahnsinniger Spaß!

Fish Massage

Fish Massage

Um 15 Uhr wurden wir von einem Tuk-Tuk Fahrer abgeholt um zur Tempelanlage Angkor Wat zu fahren. Auf halbem Weg befindet sich das Ticketbüro. Wir entschieden uns für ein 3-Tages-Ticket für 40 USD. Es gibt außerdem ein Tagesticket für 20 und ein Wochenticket für 60 US Dollar.

Mit dem Tuk Tuk nach Angkor Wat

Mit dem Tuk Tuk nach Angkor Wat

Angkor Wat ist die größte zusammenhängende Tempelanlage in Siem Reaps. Der Tempel war dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet als er in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts gebaut wurde. Später wurde er in ein Buddhistisches Monument umgewandelt. Wir verbrachten ungefähr 1 ½ Stunden hier bevor wir zum Sonnenuntergang in den Phnom Bakheng Tempel fuhren. Dieser liegt auf einem 60 Meter hohen Hügel, welchen wir über einen Rundweg bestiegen. Leider waren wir zu spät dran um auf den Tempel gelassen zu werden. So blieb uns nur ein Foto etwas unterhalb des Berges.

Angkor Wat

Angkor Wat

Sonnenuntergang über Angkor Wat

Sonnenuntergang über Angkor Wat

Sonnenuntergang über dem Dschungel Kambodschas

Sonnenuntergang über dem Dschungel Kambodschas

Taman Mini Indonesia Park

Langer Weg nach Jakarta

Je weiter wir uns dem Flughafen Balis näherten, desto mehr nahm die Dichte der Polizeikontrollen zu. Uns begegneten auch einige schwer bewachte Konvois, bestehend aus 10 bis 15 Fahrzeugen. Aus den Nachrichten der letzten Tage hatten wir schon erfahren, dass in Bali zurzeit die „Asean Summit“ Konferenz stattfindet.

Um 20 Uhr mussten wir unseren Mietwagen am Flughafen zurückgeben. Die Übergabe führte der Verleiher recht fix und ohne große Kontrolle durch. Was sollten wir an der Karre auch noch weiter kaputt machen? Noch schnell das Flugticket für unseren AirAsia Flug nach Jakarta (planmäßiger Abflug 22:30 Uhr) abgeholt und anschließend ging es Richtung Abflugbereich. Kurz vor der Sicherheitskontrolle verlangt der Flughafen noch eine Servicegebühr in Höhe von 40.000 Rupien (ca. 3,40 EUR). Warum und viel wichtiger wofür diese verwendet wird, konnte uns leider keiner sagen. Solche Gebühren kenne ich eigentlich nur inkludiert in den Flugpreis. An der Abflugtafel erwartete uns ein Vorgeschmack auf das, was uns heute noch bevorstehen würde. Es war mittlerweile schon 20:15 Uhr und es standen immer noch Flüge mit einer eigentlichen Abflugzeit zwischen 15 und 16 Uhr auf der Tafel. Dementsprechend war das Terminal auch mit Menschen gefüllt. Erst nach längerem Suchen, konnten wir einen Sitzplatz für uns finden.

Wartende Menschenmassen am Flughafen Bali

Wartende Menschenmassen am Flughafen Bali

Zum Glück lief auf dem Fernseher das Halbfinale (SEA Games) im Fußball zwischen Indonesien und Vietnam. Das lenkte die Massen ein wenig von der langen Wartezeit ab und die Stimmung tobte wie in einem Stadium. Der Empfang für den Fernseher kam übrigens über eine lange spitze Schere, welche im Antennenanschluss steckte. Hier wird auf die Sicherheit großen Wert gelegt! Die indonesische Nationalmannschaft hat das Spiel mit 2:0 gewonnen.

Nachdem der Siegesjubel verklungen war, wurden die Flüge immer noch nicht abgefertigt. Bis jetzt gab es weder von der Airline noch vom Flughafen irgendwelche Informationen. Passagiere, welche schon seit über sieben Stunden warteten, wurden langsam wütend und versuchten von den Angestellten am Gate endlich ihre Abflugzeit zu erfahren. Der Groll der Masse schaukelte sich langsam hoch bis zu dem Punkt dass die Türen zum Vorfeld schon gewaltsam geöffnet wurden. Innerhalb weniger Minuten rückte dann auch Militär, Polizei und Sicherheitsdienst an und versuchte die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Um die Massen zu beruhigen teilten einige Airlines an ihre Passagiere Lebensmittelpakete aus. Die Verteilung lief aber nach dem Prinzip: „Der Schwächere verliert“. Wie als würde man Wasser in der Wüste verteilen, stürzten sich Jung und Alt, Frauen und Männer auf die Palette mit den Essenskartons.

Überreste der Essenskartons

Überreste der Essenskartons

Zur unserer eigentlichen Abflugzeit kam endlich auch eine Durchsage des Flughafens, was der Grund für das Chaos war. Der zivile Luftverkehr wurde zeitweise komplett gestoppt um VIPs, u.a. den amerikanischen, chinesischen und koreanischen Präsident und deren Delegationen, auszufliegen. Weil der doch recht kleine Flughafen Balis nur eine begrenzte Anzahl Flugzeuge abfertigen konnte, kam es zu den Verspätungen. Unser Flug wurde für 02:30 angekündigt und auch eingehalten. Gegen 1 Uhr wurde uns etwas zu Essen und zu Trinken angeboten. Es gab eine McDonalds Tüte mit Chickenburger und kalten Pommes und eine kleine Flasche Wasser.

Den internationalen Flughafen von Jakarta erreichten wir um 3 Uhr (Ortszeit). Mit einem Taxifahrer verhandelten wir einen Festpreis von 120.000 Rupien für die Fahrt zum Hotel. Als wir uns der Innenstadt von Jakarta näherten merkten wir, dass der Fahrer keine Ahnung hatte wohin er eigentlich fahren sollte. Er telefonierte öfters mit seiner Zentrale und fragte Leute auf der Straße ob die wüssten wo sich unser Hotel befände. Nach zirka einer Stunde Irrfahrt kamen wir am Rasuna Icon Residence an.

Nach drei Stunden Schlaf bekamen wir das Frühstück auf unser Zimmer geliefert. Anschießend entspannten wir noch einige Stunden bevor wir uns zum Taman Mini Indonesia Park aufmachten. Dieser Themenpark ist wie eine Art Expo, wo jedes Bundesland Indonesiens sich präsentiert. In der Mitte des Parks befindet sich ein See mit vielen kleinen Inseln welche eine Miniaturfassung Indonesiens darstellte. Insgesamt ist die Idee des Parks sehr gut aber an der Umsetzung könnte unserer Meinung nach noch ein wenig gearbeitet werden.

Taman Mini Indonesia Park

Taman Mini Indonesia Park

Taman Mini Indonesia Park

Taman Mini Indonesia Park

Mit dem öffentlichen Linienbus fuhren wir innerhalb einer halben Stunde zurück zum Hotel. Der Linienbus ist das schnellste Verkehrsmittel in Jakarta. Auf den Straßen gibt es tagsüber nämlich nur einen Zustand: Stau. Aber die Stadt hat dafür sehr gut vorgesorgt und für die Busse extra eine Busspur eingerichtet. An Umsteigepunkten sind die Bushaltestellen über Brücken miteinander verbunden. Man sollte allerdings kein Problem mit Enge und anderen Leuten haben. Es ist nur einmal ein Fahrpreis von 3500 Rupien (0,40 EUR) zu zahlen und man kann so lange fahren und umsteigen wie man möchte. Am Abend entspannten wir in der Lounge auf der Dachterrasse unseres Hotels.

Rasuna Icon Residence

Rasuna Icon Residence

Da Jakarta nicht allzuviel an touristischen Highlights zu bieten hat, nutzen wir den letzten Tag um ein paar Erledigungen zu machen. Es war wieder Zeit für unsere Wäsche und ein Besuch beim Friseur musste auch mal wieder erledigt werden. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Airport Shuttle (Damir) von der Haltestelle Block M zurück zum Flughafen. Von dort sind wir am Abend mit AirAsia nach Kuala Lumpur geflogen.

 

Meerestempel Tanah Lot

Everybody goes surfing …

Bali ist nicht nur eine Insel für Land- und Leute-Touristen, es ist auch ein beliebtes Ziel zahlreicher Aktivurlauber. Das Angebot reicht von Trekkingtouren über Wildwasser-Rafting bishin zum Beachsurfen. Letzteres wollten wir heute einmal ausprobieren. Für Wellenfanatiker gibt es in Bali abhängig von den jeweiligen Wetterperioden verschiedene Strände die zu empfehlen sind. Da wir allerdings gerade zwischen der Regenund der Trockenzeit hier sind, mussten wir unsere Wahl von den aktuellen Windbedingungen abhängig machen. Wir erfuhren vom Hotelportier das unser Hausstrand ebenfalls zum Surfen geeignet ist und freuten uns dort über die 1m hohen Wellen – genau richtig für Anfänger wie mich.

Jetzt brauchten wir nur noch ein Board. Dafür gibt es am Strand entlang viele kleine Verleihstationen die über Surfbretter in allen Größen verfügen. Die Verleiher bieten sich bei der Gelegenheit auch gerne als Surflehrer an. Die Kosten für ein einzelnes Board liegen bei 100 000 IDR (ca. 8 €) pro Stunde. Der Preis kann jedoch durch geschicktes Handeln stark gedrückt werden. Wir hatten vorsichtshalber nur 100 000 IDR mitgenommen und konnten nach einer 10-minütigen Verhandlung 2 Bretter für 3 Stunden in Empfang nehmen.

Das Surfen an sich macht richtig Spaß. Nach einem kurzen Technikkurs von Chris stürzten wir uns in die Fluten und nach wenigen Minuten konnte ich mich schon das erste Mal von der ca. 30 Meter langen Welle zum Strand treiben lassen. Das Aufstehen gestaltet sich dann schon etwas schwieriger und auch nach den 3 Stunden habe ich es nur wenige Sekunden aufrecht stehend geschafft – ein Tag ist dann doch zu wenig.

Für alle die den Strand vor dem Haus dann zu langweilig finden, bietet Kuta auch noch ein Offshore Surfgebiet ca. 800 m vor der Küste. Die Einheimischen bringen einen gerne für ein kleines Entgelt mit ihren Einbaum-Booten hinaus. Hier soll es höhere und längere Wellen geben – für uns ist dies jedoch zu viel des Guten.

Nach den 3 Stunden waren wir ziemlich fertig und auch von der Sonne verbrannt. So freuten wir uns um so mehr über den tollen Service den unser Hotel Home@36 (was ich hiermit auch nochmal ausdrücklich loben möchte) angeboten hat. Es war bereits 14 Uhr und da wir bis spätestens 12 Uhr auschecken mussten, hatten wir dies bereits vor dem Surfen erledigt. Unser Gepäck konnte allerdings kostenlos beim Bellboy hinterlegt werden. Als wir dies abholen wollten wurde uns noch eine Dusche angeboten. Dafür bekamen wir noch einmal unentgeltlich ein Zimmer zur Verfügung gestellt und konnten dort die tolle Komfortdusche des Hotels nutzen.

Den Nachmittag verbrachten wir entspannt in einem Cafe ehe wir am Abend zum Abschluss unseres Tempelmarathons den Meerestempel Tanah Lot besuchten. Der Tempel ist an sich nicht weiter außergewöhnlich, von der Tatsache abgesehen dass er auf einer kleinen Insel mitten im Meer steht. Dadurch sind ein paar wunderschöne Bilder im Sonnenuntergang entstanden.

Meerestempel Tanah Lot

Meerestempel Tanah Lot

Quellentempel Pura Tirta Empul

Irrfahrt zum Quellentempel

Bevor wir Ubud verließen besuchten wir noch den Affenwald. Dieser befindet sich nur 5 Gehminuten entfernt von unserem Hotel. Hier leben angeblich wilde Affen. Für uns machten sie aber schon einen sehr an den Menschen angepassten Eindruck. Wir empfehlen nicht irgendwelches Essen mit zunehmen. Unsere Bananen verloren wir schon 30 Meter hinter dem Parkeingang an einen großen Affen welcher Bodo einfach mal ansprang. Wie die Frau am Kiosk es geschafft hat, das die Affen Ihre Bananen erst essen wenn die Touristen sie gekauft haben, ist uns noch immer ein Rätsel.

Affenwald Ubud

Affenwald Ubud

Dank unserer 1a Karte suchten wir heute über zwei Stunden nach dem Pura Tirta Empul. Mitten in einem tropischen Unwetter fuhren wir über Straßen, welche teilweise schon zu Flüssen angewachsen waren. Das hielt die Einheimischen aber nicht davon ab, noch mit ihrem Moped umherzufahren. Nachdem wir ein paar Leute am Straßenrand fragten, fanden wir endlich den Tempel. Das hier sprudelnde Quellwasser gilt als heilig und die Balinesen kommen hier für rituelle Waschungen und rituelle Opfergaben her. Dies war der erste Tempel auf unsere Reise, wo wir weder für einen Sarong noch für den Eintritt bezahlen mussten.

Quellentempel Pura Tirta Empul

Quellentempel Pura Tirta Empul

Pura Besakih

Neuigkeiten von der Abzocker Insel

Nach den letzen schlechten Erfahrungen während eines Templebesuches, hatten wir gehofft heute ohne Abzocken von Einheimischen nach Ubud zukommen. Wir waren aber noch keine 5 Minuten vom Hotel (Sunari Villas & Spa Resort) entfernt, als wir in die erste Polizeikontrolle fuhren. Mit seinen fünf Brocken Englisch, welche u.a. aus „Good Morning“ und „Driver Licence“ bestanden, versuchte uns der Polizist zu erklären, dass unser deutscher Führerschein hier nicht gültig wäre. Er wollte ständig unseren Internationale Führerschein sehen. Wir haben dann solange auf in eingeredet, bis er nach fünf Minuten auch nicht mehr wusste was er sagen sollte und uns einfach weiterfahren lies. Dies sollte aber nicht die letzte Kontrolle für heute gewesen sein.

Nach zirka zwei Stunden Fahrt erreichten wir den Vulkan Batur (1730 Meter). Wir wollten eigentlich ein wenig näher an den Gipfel bzw. Krater herankommen. Nach einigen Minuten Umherirrens auf der Suche nach einer Straße, kamen wir an einem Büro für geführte Wanderungen vorbei. Es wurde uns erklärt, dass es möglich ist zu einem höher gelegenen Parkplatz zu fahren und von dort zum Krater aufzusteigen. Er wollte für diese Tour aber 45 USD pro Person. Für die angebotene Leistung eindeutig zu viel. Als wir schon gehen wollten, sah er seine letzte Chance uns noch von ihm zu überzeugen. Er erklärte uns, dass wir zig Millionen Rupien Strafe zahlen müssten, wenn wir ohne Guide wandern würden. Wir entschlossen uns trotzdem den zweiten Parkplatz alleine zu finden. Wir rechneten aber nicht damit, dass der Guide uns auf seinem Moped verfolgte. Als wir die Zufahrtsstraße beim Vorbeifahren entdeckten, nutzte er die Zeit, welche wir zum Wenden brauchten, den Weg einfach zu blockieren. Wir fuhren somit an der Straße vorbei und „versteckten“ uns in der nächsten Seitenstraße. Als wir nach ca. 5 Minuten zurück fuhren war der Weg wieder frei – wie im Kindergarten. Den zweiten Parkplatz fanden wir leider trotzdem nicht also machten wir nur ein paar Aufnahmen in einem Feld aus Lavagestein und dem Vulkan im Hintergrund.

Unser Mietwagen vor dem Vulkan Batur

Unser Mietwagen vor dem Vulkan Batur

Auf dem Weg zu unserem zweiten Tagesziel, der Templeanlange von Besakih, kamen wir in die zweite und zum Glück auch letzte Polizei Kontrolle des Tages. Das „Spiel“ war wieder dasselbe, außer dass der Polizist diesmal gleich von einer Strafe von 100000 Rupien sprach. Wir versuchten wieder unsere Taktik ihn einfach auf Englisch voll zu quatschen und hatten beim ersten Beamten auch Erfolg. Er schickte uns eine Kontrollstation weiter, zu seinem Kollegen. Wenn dann ein Polizist mit einer goldenen Uhr, einem riesen Ring und einer Ray-Ban Sonnenbrille durch das Seitenfenster schaut, habe ich persönlich von Ihm keinen seriösen Eindruck mehr. Und dass die Polizei hier in Bali Touristen in die eigene Tasche abzockt, haben wir schon häufig gelesen. Ihn zu überreden uns einfach weiterfahren zu lassen, gestaltete sich etwas schwieriger als bei den ersten beiden Kollegen. Aber auch hier hatten wir Erfolg. Ich möchte den Jungs mal unterstellen, dass das Strafmaß wohl kaum für Einheimische so hoch ausfallen würde.

Über die aufdringlichen und diesmal sogar teilweise aggressiven Touristenfänger rings um die Tempel hatte ich ja schon berichtet. Am Pura Besakih, die angebliche „Mutter aller Tempel“, sollte es nicht anders sein. Nach langen Diskussionen mieteten wir uns wieder zwei solche Stofffetzen um uns diese um die Hüfte binden zu lassen und bestiegen den Tempel. Die Anlage ist wirklich sehr groß, sie besteht aus 30 einzelnen Komplexen und ist auch wirklich schön angelegt. Der Zutritt zum Innenhof des Haupttempels ist während einer Zeremonie nicht gestattet – leider geht die, wie uns ein Guide erklärte, den ganzen Tag. Für eine kleine „Spende“ wäre er jedoch bereit uns zu begleiten und damit wäre das auch wieder religiös in Ordnung. Aber auf den Weg um die Anlage herum darf man über die Begrenzungsmauern schauen. Zukünftigen Bali Reisende würden wir den Tipp geben sich einen eigenen Sarong anzuschaffen.

Pura Besakih

Pura Besakih

In einer großzügig ausgebauten Kurve auf dem Weg nach Ubud machten wir unsere Mittagpause. Wir hatten von hier einen Ausblick auf eine sehr schön angelegte Reisterrasse. Der Stopp schien aber bei Touristen beliebt zu sein, weil unter einem Bretterverschlag schon wieder ein Mann mit den Parktickets saß. In Bali wurden wir bis jetzt immer erst nach dem Parken abkassiert. So bastelten wir beim Essen an unserem Fluchtplan. Dieser sah wie folgt aus: Wir packten unsere Sachen alle in den Kofferraum, Bodo stieg schon einmal in das Auto ein und entriegelte von Innen meine Tür. Währenddessen tat ich so als würde ich mit meinem iPhone noch einige Aufnahmen von den Reisterrassen machen. Mit einem überraschenden Sprung begab ich mich zur Fahrertür und saß innerhalb von Sekunden auf meinem Sitz. Der Schlüssel steckte schon und mit lautem Gelächter fuhren wir davon. Ein Riesenspaß!

Reisterasse

Reisterasse

Beim Abendessen in Ubud trafen wir endlich auf eine vernünftige Balinesin. Es stellte sich heraus, dass Sie die Besitzerin des Restaurants war. Wir hockten zusammen im Schneidersitz an niedrigen Tischen, welche ich eigentlich nur aus japanischen Restaurants kenne, und unterhielten uns. Von ihr erfuhren wir einiges aus der speziellen hinduistischen Religion welche hier auf Bali praktiziert wird. Interessant fanden wir auch ihren Namen „Putu“. In Bali ist es üblich, dass jedes erste Kind den Namen Putu bekommt. Dieser ist vom Geschlecht unabhängig und kann nach Belieben um einen weiteren Namen ergänzt werden. Auch das zweite, dritte und vierte Kind bekommt einen traditionellen Namen. Danach wiederholen sich die Namen. Zu Essen bestellten wir balinesische Spezialitäten wie Hühnchen in Kokosmilch mit einheimischen Gemüse und dazu Reis.