Delicate Arch

Arches Nationalpark

Von unserem Hotel, dem Super 8 in Moab, fuhren wir auf der UT 191 fünf Meilen Richtung Norden bis zum Parkeingang des Arches Nationalpark. Zuerst schauten wir uns wieder das Besucherzentrum an. Das würde ich auch jedem Leser empfehlen, weil man hier viele Informationen und auch aktuelle Wetterberichte erhält. So erfuhren wir, dass sich über 2000 bogenförmige Felsformationen (engl. Arches) im Park befinden.

Anschließend folgten wir dem Arches Scenic Drive, eine 18 Meilen lange Panoramastraße, bis wir nach ungefähr neun Meilen auf unseren ersten Tagespunkt, den Balanced Rock, trafen. Diese Felsformation hat insgesamt eine Höhe von 39 Metern. Der Felsbrocken balanciert ungefähr 16 Meter über dem Boden und besitzt die Größe von drei Schulbusen. Vom Parkplatz ist der Felsen eigentlich schon ausreichend zu sehen. Wir begaben uns aber, aufgrund des für ein Foto ungeeigneten Sonnenstandes, auf den 0,5 Kilometer langen Rundweg.

Balanced Rock

Balanced Rock

Nach einer kurzen Autofahrt befanden wir uns schon in der sogenannten Window Section. Hier gibt es mehrere Steinbögen. Rechts vom Parkplatz befinden sich das North und South Window, wobei man nur das Erste betreten kann. Wir folgten dem Trail um die Arches herum, welcher als primitiver Wanderweg ausgezeichnet war. Von dort konnten wir beide Windows auf ein Foto bekommen.

North- und South Window Arch

North- und South Window Arch

Auf der gegenüberliegenden Seite der Window Section liegt der aus zwei Steinbögen bestehende Double Arch. Der Größere Bogen hat eine Breite von 45 Metern und eine Höhe von 31 Metern. Der 1,2 Kilometer lange Rundweg ist teilweise mit Sand bedeckt, aber auch für Ungeübte einfach zu meistern.

Double Arch

Double Arch

Um den berühmten Delicate Arch zu sehen, gibt es zwei Varianten. Entweder schaut man sich diesen vom Delicate View Point aus an (mit dem Auto zu erreichen) oder man begibt sich auf einen 4,8 Kilometer langen Rundweg. Wir entschieden uns für die Wanderung, was wir auch zukünftigen Besuchern nur empfehlen können. Unser Auto stellten wir an der historischen Wolfe Ranch ab, packten ausreichend Wasser (2 Liter) ein und folgten dem Trail. Besonders in den Sommermonaten sollte man genügend Wasser, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung mitnehmen. Schließlich muss man 147 Höhenmeter überwinden, wobei es kaum Möglichkeiten gibt sich im Schatten auszuruhen.

Delicate Arch

Delicate Arch

Bevor wir unseren Tag im Arches Nationalpark abschlossen, fuhren wir mit dem Auto noch zu Devils Garden. Vom Parkplatz aus, kann man zu vielen verschiedenen Arches wandern. Wir entschieden uns über den Landscape Arch zum Double O Arch zu laufen. Auch hier sollte wieder einiges an Wasser eingepackt werden, da die Wege viele steile Anstiege und kaum Schatten besitzen. Nach 1,3 Kilometern kamen wir am Landscape Bogen an. Dieser ist mit 88 Metern Breite der längste Steinbogen im Arches Nationalpark. Seit 1991 Teile des Bogens eingefallen sind, ist er leider weiträumig durch die Ranger abgesperrt. Der Weg zum Double O Arch ist noch einmal steiler, sehr felsig und führt an tiefen Abgründen vorbei. Aber die Mühe lohnt sich!

Weg zum Double-O-Arch

Weg zum Double-O-Arch

Double-O-Arch

Double-O-Arch

Felsspalte

Felsspalte

Den Park verließen wir nicht über die ausgebaute Panoramastraße, sondern bogen auf Höhe des Balanced Rock rechts in die Willow Flats ab. Diese Offroad Strecke ist die ersten paar Meilen ganz einfach zu befahren. Erst wenn der Weg mehrmals ein altes Flussbett quert, ist das überqueren der Auswaschungen oft ein kompliziertes Unterfangen. Mit unserem Jeep und unserer mittlerweile guten Erfahrung im Offroad fahren, war es allerdings kein Problem. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke kamen wir an einer unscheinbaren Sehenswürdigkeit vorbei. Hier befinden sich im Stein uralte Dinosaurier Fußabdrücke. Wahnsinnig faszinierend!

Dinosaurierspuren

Dinosaurierspuren

Grandview Point - Island in the Sky

Canyonlands Nationalpark

Der Canyonlands Nationalpark ist durch die Flüsse Colorado und Green River in drei Teile untergliedert: Needles, Island in the Sky und Maze. An unserem ersten Tag im Nationalpark besuchten wir den Needles Distrikt.

Canyonlands - Parkeingang Needles

Canyonlands – Parkeingang Needles

Am Parkeingang erfuhren wir von einer freundlichen Rangerin, dass wir zufälligerweise in der „National Park Week“ hier waren und somit die 10 USD Eintritt sparen konnten. Nachdem wir uns kurz im Besucherzentrum über den Park informiert hatten, entschieden wir uns eine Offroad Strecke zum Colorado zu fahren. Anfangs war es ein einfacher Feldweg, aber nach einigen Kilometern wurde die Strecke immer anspruchsvoller. Es lagen auf einmal große Steine, Felsvorsprünge und tiefe Löcher vor uns. Teilweise musste einer von uns aussteigen um den Anderen über die Hindernisse zu lotsen. Echt eine tolle Geländefahrt! Den Ausblick auf den Colorado fanden wir aber nicht so imposant, wie wir uns das vorgestellt hatten. Dafür hatten wir auf dem Rückweg einen tollen Ausblick auf Rocky Mountains. Es ist schon verrückt – wir schwitzen hier in der Wüste und in der Ferne liegen die Berge mit Schnee bedeckt.

Offroad zum Colorado Overlook

Offroad zum Colorado Overlook

Im Hintergrund die Rocky Mountains

Im Hintergrund die Rocky Mountains

Nachdem die Offroad Aktion doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hatte, entschieden wir uns noch für eine kurze Wandertour am Elephant Hill Trail. Der Weg führte uns in die Berge vorbei an pilzähnlichen Felsformationen bis in die Nähe der Felsnadeln (Needles).

Mushroom

Mushroom

Needles

Needles

Nach der doch recht anstrengenden Wanderung machten wir uns auf den Weg in das 63 Kilometer entfernte Städtchen Moab. Für die heutige Nacht hatten wir im Voraus noch kein Hotelzimmer gebucht. Wir rechneten nicht damit, dass zu dieser Jahreszeit an einem Wochenende soviele Urlauber unterwegs waren. Nach vier erfolglosen Anläufen in verschiedenen Hotels fanden wir endlich ein bezahlbares freies Zimmer für die Nacht.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den zweiten Teil des Nationalparks, Island in the Sky, zu erkunden. Dies ist der wohl bekannteste Teil des Parks. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Moab, welches viele Touristen als ideal gelegenen Übernachtungsort für Besuche im Arches und Canyonlands empfinden.

Nach dem obligatorischen Stopp im Besucherzentrum fuhren wir zuerst zum Grandview Point. Hier erklärte ein Ranger gerade wie der Park und seine einzelnen Gesteinsschichten entstanden sind. Von der Hochebene, deshalb auch der Name Island in the Sky, hatten wir einen tollen Blick in das südöstliche Needles Gebiet.

Grandview Point - Island in the Sky

Grandview Point – Island in the Sky

Sehr interessant fanden wir unseren nächsten Stopp, den Upheaval Dome (gehobener Dom). Zur Entstehung des 400 Meter tiefen Kraters gibt es zwei Theorien. Die Erste besagt, dass sich unterirdisch langsam bewegende Salzablagerungen die obenliegenden Sandsteinschichten hinaufschoben und dadurch die zackigen Krater schufen. Laut einer neueren, viel spektakuläreren Theorie soll der Krater durch den Einschlag eines Meteors entstanden sein.

Blick in den Krater

Blick in den Krater

Für den Rückweg nach Moab entschlossen wir uns gegen die befestigte Straße und für die Allrad Route „Shafer Trail“. Die Strecke führte erst in engen Serpentinen immer mit einer Seite am Abgrund von der Hochebene runter. Der Weg war insgesamt, bis auf ein paar Felsstufen, einfacher zu befahren. Kurz bevor wir in Potash wieder auf die Bundesstraße stießen, kamen wir noch an einer Saline vorbei. Hier in den Bergen wird in großen künstlich angelegten Seen Salz durch verdunsten des Wassers abgebaut. Durch den Salzboden hatte das Wasser eine sehr schöne und seltene türkise Farbe.

Ob der noch lange hält?

Ob der noch lange hält?

Offroad zurück nach Moab

Offroad zurück nach Moab

Salzsee

Salzsee

In Seligman

Main Street of America – Route 66

In dem kleinen Örtchen Kingman verließen wir die Interstate 40 um der Route 66 zu folgen. Die ersten paar Meilen begleitete uns parallel zur Straße ein gigantisch langer Güterzug. Fünf Dieselloks zogen ca. 50 Wagons welche mit je sechs Seecontainern beladen waren. Der Zug brauchte etwas mehr als zwei Minuten um an unserer Fotoposition vorbeizufahren. In Amerika ist einfach alles etwas größer und länger.

Güterzug

Güterzug

Die noch gut erhaltene Strecke der historischen Route 66 führt ca. 90 Meilen durch das Reservat der Havasupai Indianer bis sie in Seligman wieder auf die Interstate 40 trifft. Seligman bot uns eine Mischung aus Kitsch, Historie und einer Menge Fotomotiven. Da wir aber noch kein Mittag gegessen hatten, stoppten wir zuerst am Roadkill Café. Die blinkenden Schilder versprachen den besten Burger entlang der ganzen Route 66 – aber das behaupten ja viele von sich. Gleich gegenüber befand sich z.B. Lilos Café, wo laut der Reklametafel, 4 von 5 Besuchern hier den besten Burger fanden.

Welcome to Seligman

Welcome to Seligman

Seligman

Seligman

Was uns besonders beim Ambiente im Roadkill Café auffiel waren die unterschriebenen 1-Dollar Noten an den Wänden und Decken. Der Burger war dann aber doch eher mittelmäßig.

Roadkill Café

Roadkill Café

Wir fuhren weiter entlang der Hauptstraße wo wir an vielen zerfallenen Hütten, Motels oder vor sich hin rostenden Autos vorbei kamen. Ein Highlight war dann noch ein Souvenirladen auf der rechten Seite, vor welchem ein alter Chevrolet parkte und auf dessen Vordach Schaufenster Puppen in skurrilen Klamotten standen.

In Seligman

In Seligman

Wir verließen Seligman und folgten der Internate 40 Richtung Osten zu unserem eigentlichen Tagesziel Wiliams.

Wassershow am Bellagio

Viva Las Vegas!

Da wir recht spät aus Los Angeles weggekommen sind, blieb uns nur noch wenig Zeit in Las Vegas. Wir stoppten noch am Las Vegas Outlet Center um ein paar Sachen zu besorgen. Einige Geschäfte später und mehrere Dollar ärmer machten wir uns auf den Weg zum Hotel. Ich hatte bei einem englischen Internet Reisebüro einen Gutschein über 50 GBP (ohne Mindestumsatz) bekommen. Damit buchte ich uns ein Zimmer im Luxor Hotel und Casino für umgerechnet 4 EUR. Schnäppchen! Unser Zimmer war in der ersten Etage der Pyramide und wir hatten dadurch eine schräge Außenwand mit Fenster. Wie in Vegas typisch muss man zwangsläufig, egal wo man hin will, immer durch das Casino laufen.

Unser Hotel - Das Luxor

Unser Hotel – Das Luxor

Wir verließen das Hotel und liefen auf dem Las Vegas Boulevard, besser bekannt als “Strip”, Richtung Norden. Die vielen Leuchtreklamen und pompösen Gebäude sind auch bei meinem zweiten Besuch noch sehr imposant. Immer wieder schön sind die Wassershows (Fountains of Bellagio) am Hotel Bellagio. Die Fontänen schießen passend zur Musik teilweise bis zu 75 Meter hoch oder können sich bewegen um einen “tanzende” Wasserstrahl zu erzeugen. Die Shows finden mehrmals die Stunde täglich zwischen 15 und 24 Uhr statt.

Las Vegas Strip

Las Vegas Strip

Wassershow am Bellagio

Wassershow am Bellagio

Natürlich wollten wir auch nach den Erfolgen in Macau unser Glück im Black Jack herausfordern. Wir fanden im Casino “New York, New York” vier Tische mit einem Mindesteinsatz von nur 5 USD pro Spiel. Ohne jetzt weiter auszuschweifen – es hätte besser laufen können.

Casino im New York, New York

Casino im New York, New York

Da wir ausnahmsweise in diesem Hotel kein Frühstück inklusive hatten, gingen wir am nächsten Morgen in ein IHOP-Restaurant. Wie der Name – International House of Pancakes – schon verrät, gibt es hier eine typische amerikanische Frühstücksspezialität – den Pancake. In der Speisekarte gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten diesen, u.a. mit Früchten, zu essen. Ich entschied mich für einen New York Cheesecake Pancake mit Erdbeeren und Schlagsahne. Sehr lecker, aber die Portion war nicht zu schaffen.

New York Cheesecake Pancake mit Erdbeeren und Schlagsahne

New York Cheesecake Pancake mit Erdbeeren und Schlagsahne

Mit vollen Magen verließen wir Las Vegas in Richtung Süden. Ungefähr 40 Meilen außerhalb liegt der Hoover Staudamm. Dieses 180 Meter hohe Bauwerk staut den Fluss Colorado zum Lake Mead auf und trennt die Bundesstaaten Nevada und Arizona.

Hoover Damm

Hoover Damm

Um das Verkehrsnadelöhr zu entlasten wurde in den letzten Jahren eine Brücke als Umgehung für die U.S. 93 gebaut. Von dieser Brücke hatten wir einen tollen Blick auf den Damm.

Malibu Beach

Los Angeles

Nachdem wir vom Achterbahnfahren genug hatten, begaben wir uns in das Großstadtgetümmel von Los Angeles. Unser erster Stopp war das berühmte Hollywood Sign. Das Zeichen befindet sich oberhalb des Stadtteiles Hollywood und kann am besten über den Beachwood Dr. mit dem Auto erreicht werden. Kurz vor der Sunset Ranch startet der Hollyridge Trail, welchem wir 5 Minuten lang bergauf folgten.

Hollywood Sign

Hollywood Sign

Anschließend fuhren wir zur „Avenue of the Stars“ bzw. dem Hollywood Boulevard. Wie wahrscheinlich jeder schon im Fernsehen gesehen hat, sind entlang der Straße Sterne mit den Namen berühmter Persönlichkeiten in den Fußweg eingelassen. Viele der Namen waren uns aber kein Begriff. Vor Grauman’s Chinese Theatre, dem weltberühmten Kino mit den Hand- und Schuhabdrücken zahlreicher Filmstars, fand gerade einen Premierenveranstaltung statt.

Avenue of the Stars

Avenue of the Stars

El Capitan

El Capitan

Um einen guten Überblick über die Größe Los Angeles zu bekommen, fuhren wir nach dem Sonnenuntergang zum Griffith Observatory. Dieses Planetarium liegt in 300 Meter Höhe auf der Südseite des Mount Hollywood und bietet dem Besucher einen Blick über die ganze Region zwischen dem Zentrum von Los Angeles und der Bucht von Santa Monica.

 Griffith Observatory

Griffith Observatory

Lichtermeer

Lichtermeer

Am nächsten Tag fuhren wir von unserem Hotel im Nordwesten Los Angeles zum Strand von Malibu. Hier, wo viele Reiche und Schöne (u.a. auch Charlie Harper aus der Serie „Two and a half Man“) wohnen, genossen wir den Strand und den wunderschönen blauen Himmel. Der Pazifik war leider viel zu kalt und so blieb uns nur der Blick auf die Surfer in Neoprenanzügen.

Malibu Beach

Malibu Beach

Bevor wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, Las Vegas, begaben, aßen wir zum Mittag noch einen Hot Dog bei Pink’s. Laut Internet soll es hier die besten Hot Dogs geben, davon musste ich mich natürlich selbst überzeugen. Man kann aus einer Vielzahl verschiedener Kompositionen wählen. So gibt es Standard Hot Dogs, wie den Chili Dog, aber auch Specials (z.B. den Lord oft he Rings Dog). Auf jeden Fall sollte man ein wenig Zeit für den Besuch einplanen, weil die Schlange, auch außerhalb der typischen Essenszeiten sehr lang sein kann.

Hot Dog bei Pink’s

Hot Dog bei Pink’s

Goliath

Six Flags Magic Mountain

An unserem ersten Tag in diesem Urlaub besuchten wir den Freizeitpark Six Flags Magic Mountain, welcher nördlich von Los Angeles liegt. Die Tickets sollte man sich unbedingt online besorgen, weil es dann einen Rabatt über 25 USD gibt.

Park Eingang

Park Eingang

Die Saison hatte gerade erst wieder begonnen. Dadurch waren manche Fahrgeschäfte noch nicht befahrbar. Aber unser Glück war, das der große Besucheransturm ausblieb. So brauchten wir kaum anstehen und konnten mit insgesamt 18 Fahrgeschäften fahren. Davon waren 14 Achterbahnen – Eine besser als die Andere.

X2

X2

Auf der X2

Auf der X2

Goliath

Goliath

Six Flags Magic Mountain

Six Flags Magic Mountain

Green Lantern

Green Lantern

Ich finde es schwierig über die Erlebnisse während der Fahrten zu beschreiben. Schaut es euch einfach mal selber in folgendem Video an:

Ein neues Abenteuer beginnt…

Mein Flug von Leipzig nach Frankfurt verlief ereignislos. Für den kleinen Hunger zwischendruch gab es nur ein paar Cracker und ein Getränk. Bei einem Flugdauer von 45 Minuten ist das ja auch nicht schlimm.

Lufthansa Boeing 737

Lufthansa Boeing 737

Angekommen bin ich in Frankfurt am Terminal 1, im Bereich A (Gate A26). Von dort aus ging es per pedes durch die Katakomben des Flughafens (aka Tunnel des Grauens) in den Abflugbereich B. Hier traf ich am Gate B20 auch auf Bodo, der mit dem Zug nach Frankfurt gereist war. Mit etwas Verspätung hoben wir nach 22 Uhr mit einer fastneuen A321-200 (Registrierungsnummer D-AIDN) nach Istanbul ab.

An Bord wurde uns ein warmes Essen serviert. Es gab Rindergulasch “Puerto Rico” mit Reis, Erbsen und Möhren. Dazu noch einen Schokoriegel und endlich etwas zu trinken – zwei kühle Blonde!

Warmes Abendessen auf den Weg nach Istanbul: Rindergulasch “Puerto Rico” mit Reis, Erbsen und Möhren

Warmes Abendessen auf den Weg nach Istanbul: Rindergulasch “Puerto Rico” mit Reis, Erbsen und Möhren

Die Nacht in Istanbul war lang und nicht wirklich entspannend. Wir wunderten uns nach unserer Ankunft über die vielen Leute die zu dieser Nachtzeit auf dem Flughafen waren. Nach einiger Zeit fanden wir heraus, dass es sich hierbei um einige Verspätungen wegen einer Atomkonferenz hier in Istanbul handelte. Wir versuchten in einem Café ein wenig zu schlafen. Dies gelang aber nicht wirklich. So entschieden wir uns gegen 7 Uhr für ein energiereiches Frühstück-Abend-Was-auch-immer-Essen bei Burger King. Ein Whopper-Menü um diese Zeit brauche ich echt nicht nochmal!

Gegen 10 Uhr konnten wir dann endlich nach 8 Stunden Wartezeit einchecken. Dabei nahm die Passkontrolle ihre Arbeit sehr genau und stellte uns gefühlte Hundert Fragen über unsere Einreise nach Amerika. Nervig! Es war für sie nicht so klar, warum wir über Istanbul nach LA fliegen, wenn es von Deutschland aus soviel kürzer ist.

Planmäßig war der Start von Flug TK 009 (Turkish Airlines) nach Los Angeles auf 12:45 Uhr datiert. Um diese Zeit war die Maschine aber noch nicht einmal da. So konnten wir erst gegen 14:20 vom Gate absetzen um uns dann in einen riesigen Verkehrsstau einzureihen. Mindestens 25 Flugzeuge standen auf den Weg zur Startbahn vor uns. Für die folgenden 2 Kilometer Flugzeugkolonne brauchte unser Pilot 1h25min – bis dann um 15:45 Uhr endlich die Startfreigabe kam. Mittlerweile war unsere Verspätung schon auf drei Stunden angewachsen. Der Pilot meinte, wir können auf unserer nördlichen Route über Norwegen, Grönland und Kanada ca. 1h wieder herausfliegen und somit auf eine Gesamtflugzeit von nur 12h30min kommen.

Stau am Flughafen Istanbul

Stau am Flughafen Istanbul

Schon kurz nach dem Start wurde ein Menü ausgeteilt. Geplant sind in der Comfort Class drei Mahlzeiten: Hauptgang (zzgl. Canapés), Snack und vor der Landung einen zweiten Gang entweder kalt oder warm. Nachdem ich die Canapés verspeißt und dazu ein türkisches Bier getrunken hatte, wurde nach einem Arzt ausgerufen. Einem Passagier in der Economy Class schien es wohl nicht so gut zu gehen. Zum Glück war es jedoch nicht so schlimm – somit mussten wir nicht notlanden.

Verteilung der Speisekarte und des Amenity Kits

Verteilung der Speisekarte und des Amenity Kits

Amenity Kit der Comfort Class

Amenity Kit der Comfort Class

Inhalt des Amenity Kits

Inhalt des Amenity Kits

Speisekarte

Speisekarte

Canapés

Canapés

Hauptgang

Hauptgang

Desert

Desert

Snack vor der Landung

Snack vor der Landung

Der weitere Flugverlauf gestaltete sich ohne problemlos – mit teilweise traumhafter Aussicht auf Grönland und das “unendliche” Eis Kanadas.

Eismeer

Eismeer

Irgendwo über Kanada

Irgendwo über Kanada

Endanflug auf Los Angeles

Endanflug auf Los Angeles

Um 18:30 Uhr (Ortszeit) kamen wir in Los Angeles an und holten unseren Mietwagen ab. Wir konnten uns aus einer Reihe Autos einen SUV aussuchen und entschieden uns für einen weißen Ford Escape. Für die Buchung des Mietwagens kann ich das Reisebüro billiger-mietwagen.de empfehlen. Die Kosten und verfügbaren Tarife sind hier sehr transparent dargestellt.

Angekommen in Istanbul

Bye, Bye Südostasien

Nach unserer furiosen Casino Nacht schliefen wir bis kurz vor Check Out um 12 Uhr. Anschließend ging es mit dem Shuttelbus zum Fährenterminal Macau. Mit einem Katamaran der Firma First Ferry setzten wir in einer Stunde nach Kowloon über.

Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn zum Big Buddha auf der Insel Lantau fahren. Die Zeit wurde aber etwas knapp und das Wetter war auch alles andere als optimal. Teilweise lag die Sichtweite unter 100 Meter. So entschieden wir uns, die restlichen Stunden in Hong Kong in einem Starbucks an der U-Bahn Station Tung Chung zu verbringen. Wir nutzten die Zeit um die Ereignisse der letzten Tage für den Blog festzuhalten. Kurz vor 18 Uhr machten wir uns dann mit dem Bus S1 auf den Weg zum Flughafen.

Für unseren Heimflug hatte ich im Mai ein günstiges Ticket der Turkish Airlines nach Istanbul bekommen. Das Ticket war ein kurzzeitiger Preisfehler auf der Strecke Hong Kong über Istanbul nach Los Angeles in der Comfort Class. Dies ist ein neues Kabinenprodukt der Turkish Airlines und ordnet sich zwischen der Economy und der Business Class ein. Gespannt, aber auch mit eine wenig Wehmut wegen des nun endenden Urlaubs, bestiegen wir um 22:35 Uhr die Boeing 777-300ER (Kennung: TC-JJM „Marmara“).

Turkish Airlines Comfort Class Sitz

Turkish Airlines Comfort Class Sitz

Schon telefonisch hatte ich uns die Sitze 12A & B vorreserviert. Es war wirklich erstaunlich, wie gut der Sitz ist. Er ist mehr als ausreichend breit und verfügt über eine verstellbare Fußstütze und Rückenlehne. Der Sitzabstand war so groß, das selbst Bodo seinen Sitz verlassen konnte, ohne das ich aufstehen musste. Das Entertainment System befindet sich in der Armlehne. Über den Touchscreen Monitor können verschiedene Videos, bei uns zum größten Teil älteres Material, und Musik abgerufen werden. Bodo probierte auch die verschiedenen Spiele, welche mit dem Controller in der Armlehne gespielt werden, aus. Einer unserer Kritikpunkte ist die Temperatur in der Kabine. Entweder war es viel zu warm oder zu kalt.

Der Service war sehr freundlich, teilweise war die Verständigung auf Englisch aber etwas holprig. Unmittelbar nach dem Start wurden Canapés mit Shrimp bzw. Cocktailtomate auf Mozzarella gereicht. Dazu gab es eine Schale Haselnüsse und für mich einen türkischen Weißwein und eine Sprite.

Canapés mit Shrimp bzw. Cocktailtomate auf Mozzarella

Canapés mit Shrimp bzw. Cocktailtomate auf Mozzarella

Kurz bevor wir den Himalaya umflogen, wurde das Abendessen serviert. Sehr toll fand ich das dieses, genau wie alle anderen Speisen, auf Porzellangeschirr aufgetischt wurden. Es gab einen gemischten Salat mit Olivenöl, Wildlachs an Brokkoli und Curryreis und einen Salat mit Fleisch. Dazu wurden verschiedene warme Brötchen gereicht.

Gemischten Salat mit Olivenöl, Wildlachs an Brokkoli und Curryreis und einen Salat mit Fleisch

Gemischten Salat mit Olivenöl, Wildlachs an Brokkoli und Curryreis und einen Salat mit Fleisch

Nach dem Hauptgang gab es noch einen gemischten Fruchtsalat, leckeren Schoko- und Zitronenkuchen und eine Käseplatte. Da der türkische Weißwein nicht so ganz mein Geschmack war, wechselte ich zum Chardonnay.

Gemischten Fruchtsalat, leckeren Schoko- und Zitronenkuchen und eine Käseplatte

Gemischten Fruchtsalat, leckeren Schoko- und Zitronenkuchen und eine Käseplatte

Ich fände es schön, wenn vor dem Essen noch kleine Menükarten verteilt würden. Da der Geschmack im Flugzeug ja bekanntlich nicht so gut ist, wüsste man dann genau was man gerade gegessen hat. Toll wäre es auch gewesen, wenn wir schon einen eigenen Koch an Bord hatten, dass sich dieser einfach einmal vorgestellt hätte.

Die Kabinenbeleuchtung bzw. das hier verbaute LED-Moodlight, wurde anschließend gedimmt um die Nachtruhe für die Passagier zu ermöglichen. Derweil schlängelte sich unser Flugzeug nördlich am Himalaya Gebirge vorbei. Erstaunlich waren die vereinzelten Dörfer welche wir trotz einer Flughöhe von ungefähr 10 Kilometer deutlich erkennen konnten. Zwar war keine einzige Wolke am Himmel und somit die Sicht sehr klar, trotzdem kann die Zivilisation an diesen Stellen max. 4 -5 Kilometer unter uns gewesen sein. Da der Mond sehr hell schien, erblickte ich auch vereinzelte Bergketten welche mit Schnee bedeckt waren. Bei Tageslicht muss das echt wahnsinnig interessant aussehen.

Flugroute Hong Kong - Istanbul

Flugroute Hong Kong – Istanbul

Nach ein bisschen Schlaf und zwei Filmen bekamen wir ungefähr über dem Kaspischen Meer das Frühstück. Dieses bestand aus Rührei und einem Sandwich. Zusätzlich zum Orangensaft hätte ich mir gerne einen traditionellen türkischen Kaffee gewünscht, aber die Filtervariante tut es in der Not ja auch.

Frühstück

Frühstück

Nach 11 Stunden und 15 Minuten setzten wir in Istanbul zur Landung an. Es standen uns annähernd neun Stunden Wartezeit bevor, bis wir mit der Lufthansa um 13:55 Uhr nach Frankfurt weiterfliegen konnten.

Angekommen in Istanbul

Angekommen in Istanbul

Dieser Flug verlief ohne besondere Vorkommnisse! Es war schön nach 17 Flügen, einmal wieder eine deutsche Besatzung zu haben. Vollständigkeitshalber möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass es für drei Stunden Flug ein warmes Mittagessen gab. Hierbei bekamen wir Hühnchen mit Möhren und Zucchini an Reis und einen Schokoriegel.

Mittagessen auf den Weg nach Frankfurt

Mittagessen auf den Weg nach Frankfurt

Nachdem sich Bodo mit dem gestrigen Blogpost schon für diesen Urlaub verabschiedet hat, möchte ich dies mit dem Beitrag auch tun. Die sieben Wochen Südostasien waren wahnsinnig erlebnisreich, interessant und definitiv eine Erfahrung fürs Leben. Ich bin froh, dass bis auf kleinere Einzelheiten, alles so lief wie wir es in den Monaten der Vorbereitung geplant hatten und das keiner von uns schlimmer erkrankt war. Ich freue mich, dass uns so viele Leute hier auf dem Blog gefolgt sind, welcher ja hauptsächlich dafür gedacht war, uns später an so manche Sache zu erinnern. Ein herzliches Dankeschön dafür! Speziell möchte ich an dieser Stelle noch unserem Korrekturleser, welcher im heimatlichen Ilmenau eine super Arbeit geleistet hat, danken. (“Gern geschehen.”)

Ich würde mich freuen, wenn einige Leser auch in Zukunft wieder mal vorbeischauen würden. Spätestens Mitte April nächsten Jahres, wenn wieder mal ein Trip in den Westen der USA ansteht.

Christian

 

Licht- und Lasershow

Auf nach Kowloon!

Am frühen Vormittag fuhren wir mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Causeway Bay. Hier wollten wir in einer Art Szeneladen für einen Freund eine besondere Box mit zwei Flaschen Absolut Vodka kaufen. Leider war die limitierte Sammelbox schon am Vortag ausverkauft. Weil wir nun einmal in der Nähe waren, machten wir noch einen Abstecher in das Shopping Center „Times Square“. Hier gibt es alle mögliche Läden, von Luxustaschen bis Technik. Wir schlenderten ein wenig durch die Passagen und schauten uns allerlei Technik an, u.a. die neue Generation 3D Fernseher oder das neue Nokia Lumia 800 mit Windows Mobile 7. Bei letzterem muss aber noch nachgebessert werden!

Nach unserem Shoppingausflug, nahmen wir die berühmte Doppelstock Tram Hong Kongs um zum Hopewell Center zu fahren. Als ausgewachsener Europäer sollte man sich hier bewusst über die Höhe des Fahrgastraums sein. Lange Strecken mit eingezogenem Kopf sind echt nicht bequem.

Das Hopewell Center war eins der ersten runden Hochhäuser in Hong Kong. Hier gibt es einen kostenlosen Panoramaaufzug. Wenn man wie wir von der hafenzugewandten Seite das Gebäude betritt muss man erst einmal in die 17. Etage hochfahren. Hier ist der Zugang zum Glasaufzug der bis in die 56. Etage durchfährt. Da dieser um die Mittagszeit aber nicht geöffnet ist, fuhren wir in die 52. um endlich mal unsere kostenlose Regus-Goldkarte (als Kunde von Miles&More) zu nutzen. Regus ist ein weltweiter Anbieter von Business Lounges. Hier vertrieben wir uns die Wartezeit bei einem Kaffee und Postkarten schreiben bis wir schließlich kurz nach 13 Uhr mit dem Panoramaaufzug fahren konnten. Die Fahrt dauert ungefähr 30 Sekunden und der Ausblick in den Hafen ist grandios. Für Leute mit Höhenangst ist es aber nicht zu empfehlen.

Ausblick vom Panoramaaufzug des Hopewell Centers

Ausblick vom Panoramaaufzug des Hopewell Centers

Nächster Punkt auf unsere Liste „Kostenlose Attraktionen in Hong Kong“ war das Währungsmuseum im 55. Stock den TWO ifc-Towers. Hier standen wir gestern ja schon einmal, leider vor verschlossenen Türen. Am einfachsten ist der Zugang über die angrenzende ifc-Mall. Einfach in Richtung TWO ifc laufen und dort rechts die Rolltreppe herunter fahren. Um Zugang zur 55. Etage zu bekommen, braucht man einen Besucherausweis. Diesen gibt es an der Anmeldung im Erdgeschoss gegen Vorlage eines Lichtbildausweises.

Das Museum an sich ist wahrscheinlich nicht für Jedermann interessant. Es werden die unterschiedlichen Sicherheitsmerkmale des Hong Kong Dollars erklärt. Touristen wie wir fahren ja wegen der Aussicht hier hoch. Durch die Panoramascheiben sind der südliche Teil Hong Kong Islands, der Victoria Peak und das Hafengebiet einsehbar. Wir hatten aber Pech mit dem Sonnenstand und so spiegelte sich alles im Fenster und wir konnten keine anständigen Fotos machen.

Nach einem kurzen Snack bei Subways setzten wir mit der Star Ferry über nach Kowloon. Dieses historische Transportmittel, welches schon seit 1898 verkehrt, ist schon zu einem Wahrzeichen Hong Kongs geworden. Wir kauften ein Ticket für das Upper Deck für 2,20 HK$ (ca. 0,20 EUR) und brauchten ungefähr 5 Minuten für die Überfahrt.

Wir durchliefen den Kowloon Park, welcher eine willkommene Abwechslung zum Großstadtlärm war. Hier gibt es ein Schwimmbad, einen Vogelpark und mehrere Terrassen mit Wasserspielen. Am Rande des Parks stießen wir auf die Nathan Road. Dies ist die Prachtstraße Kowloon‘s. Hier befinden sich viele Luxushotels, Shopping Malls und kleinere Läden. Aber auch wieder viele arabische und indische „Drücker- Gangs“ die einem an jeder Ecke ihre Visitenkarte von gefälschten Rolex Uhren oder Anzügen in die Hand drücken wollen. Mich nervt sowas ja immer!

An der Uferpromenade Kowloon’s suchten wir die „Avenue of Stars“ auf. Dieser ist ein asiatischer Abklatsch des bekannten „Walk of Fame“ in Los Angeles. Bis auf 2 – 3 Namen wie Jackie Chan oder Jet Li kannten wir leider keinen weiter.

Jackie Chan Statue

Jackie Chan Statue

Jeden Abend um 20 Uhr veranstaltet die Stadt für die Touristen eine Licht- und Lasershow. An der ca. 15 Minuten langen Show beteiligen sich ca. 20 Hochhäuser und Gebäude um den Fluss herum. Die passende Musik kommt dabei aus Lautsprechern auf der Promenade. Wir fanden die Show sehr gut, nur leider wurde das Gesamtbild etwas getrübt, weil mehrere Gebäude einfach ausblieben.

Licht- und Lasershow

Licht- und Lasershow

Licht- und Lasershow

Licht- und Lasershow

Ausblick vom Victoria Peak

Erster Tag in Hong Kong

Bevor wir zum Sightseeing in die 7 Millionen Einwohner Stadt aufbrachen, besorgten wir uns noch eine Octopus Card in einer MRT Station. Diese Plastikkarte kann fast überall in Hong Kong zum Bezahlen genutzt werden und ist z.B. bei Busfahrten ohne Wechselgeld unerlässlich. Zusätzlich zu den öffentlichen Verkehrsmitteln können wir damit auch bei Restaurants oder in vereinzelten Supermärkten zahlen. Bei der Rückgabe der Prepaid-Karte gibt es den Pfand (50HK$) und das Restguthaben zurück.

Mit der U-Bahn „Island Line“ fuhren wir von unserem Hotel zur Station Admiralty. Von dort gingen wir vorbei an den komisch geformten Lippo Towern zum Hong Kong Park. Diese schön angelegt 80.000 m² große Grünanlage wurde 1991 eröffnet. Innerhalb dieser befinden sich ein Museum, mehrere Seen und sogar ein kleiner Vogelpark. Wir verließen den Park in Richtung des Bank of China Towers. Dieser 367 Meter hohe Büroturm gehört zu den höchsten Gebäuden der Welt. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Hochhäusern sind die sichtbaren weißen Querstreben in der Glasfront.

Bank of China Tower

Bank of China Tower

Auf unserem Weg zur ifc-Mall bzw. TWO ifc-Tower stießen wir in den Fußgängerzonen immer wieder auf Menschenmassen welche in auseinander geschnittenen Pappkartons auf dem Boden saßen. Dort hatten sie sich meist mit Köfferchen und `zig Plastetüten zu kleinen Gruppen zusammen gefunden. Mein erster Gedanke war, dass sie sich aus Protest gegen die Banken ähnlich der „Occupy Wall Street“- Bewegung hier versammelt haben. Denn wie Bettler bzw. Obdachlose wirkten sie nicht gerade, da einige sich u.a. mit ihren Laptops bzw. Smartphones beschäftigten. Den genauen Grund haben wir aber nicht herausfinden können.

Straßentreff

Straßentreff

In der ifc-Mall angekommen, wollten wir eigentlich in das Währungsmuseum im 55. Stock des TWO ifc-Tower fahren. Da heute aber Sonntag war, hatte dieses leider geschlossen.

Somit fuhren wir mit der weltweit längsten, leider aber nicht durchgängigen, Rolltreppe in die Berge von Hong Kong Island. Dieser 800 Meter lange Rollweg fährt von 6 bis 10 Uhr morgens bergab und von 10:20 Uhr bis Mitternacht in die entgegengesetzte Richtung. In den einzelnen Höhenlevels mussten wir immer kleinere Straßen überqueren. Hier befinden sich meist unterschiedliche Restaurants oder Hotels.

Weltweit längste Rolltreppe

Weltweit längste Rolltreppe

Bei blauem Himmel und Sonnenschein beschlossen wir auf den Victoria Peak zu gehen. Dieser ist mit 552 Metern die höchste Erhebung Hong Kong Islands. Den Aussichtsturm auf 379 Metern erreichten wir mit der Peak Tram, einer 1888 eröffneten Schweizer Standseilbahn. Diese fährt unweit des Hong Kong Parks ab und der Fahrpreis (28 HK$/Bergfahrt, 12 HK$/Talfahrt) kann mit der Octopus Card bezahlt werden. Die Bahn führt sehr steil den Berg hinauf von wo aus man allerdings schon einen tollen Blick auf die Stadt bekommt. Oben angekommen wanderten wir den Hong Kong Trail entlang. Nach ca. 15 Minuten, auf einem gut ausgebauten Weg, erreichten wir einen tollen Aussichtspunkt um Fotos zu machen.

Der Eintritt für die Sky Terrace des Victoria Towers lohnt sich eigentlich nicht, da im nebenan befindlichen Shoppingcenter eine kostenlose Aussichtsterrasse vorhanden ist.

Ausblick vom Victoria Peak

Ausblick vom Victoria Peak

Ausblick vom Victoria Peak

Ausblick vom Victoria Peak