Angekommen in Istanbul

Bye, Bye Südostasien

Nach unserer furiosen Casino Nacht schliefen wir bis kurz vor Check Out um 12 Uhr. Anschließend ging es mit dem Shuttelbus zum Fährenterminal Macau. Mit einem Katamaran der Firma First Ferry setzten wir in einer Stunde nach Kowloon über.

Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn zum Big Buddha auf der Insel Lantau fahren. Die Zeit wurde aber etwas knapp und das Wetter war auch alles andere als optimal. Teilweise lag die Sichtweite unter 100 Meter. So entschieden wir uns, die restlichen Stunden in Hong Kong in einem Starbucks an der U-Bahn Station Tung Chung zu verbringen. Wir nutzten die Zeit um die Ereignisse der letzten Tage für den Blog festzuhalten. Kurz vor 18 Uhr machten wir uns dann mit dem Bus S1 auf den Weg zum Flughafen.

Für unseren Heimflug hatte ich im Mai ein günstiges Ticket der Turkish Airlines nach Istanbul bekommen. Das Ticket war ein kurzzeitiger Preisfehler auf der Strecke Hong Kong über Istanbul nach Los Angeles in der Comfort Class. Dies ist ein neues Kabinenprodukt der Turkish Airlines und ordnet sich zwischen der Economy und der Business Class ein. Gespannt, aber auch mit eine wenig Wehmut wegen des nun endenden Urlaubs, bestiegen wir um 22:35 Uhr die Boeing 777-300ER (Kennung: TC-JJM „Marmara“).

Turkish Airlines Comfort Class Sitz

Turkish Airlines Comfort Class Sitz

Schon telefonisch hatte ich uns die Sitze 12A & B vorreserviert. Es war wirklich erstaunlich, wie gut der Sitz ist. Er ist mehr als ausreichend breit und verfügt über eine verstellbare Fußstütze und Rückenlehne. Der Sitzabstand war so groß, das selbst Bodo seinen Sitz verlassen konnte, ohne das ich aufstehen musste. Das Entertainment System befindet sich in der Armlehne. Über den Touchscreen Monitor können verschiedene Videos, bei uns zum größten Teil älteres Material, und Musik abgerufen werden. Bodo probierte auch die verschiedenen Spiele, welche mit dem Controller in der Armlehne gespielt werden, aus. Einer unserer Kritikpunkte ist die Temperatur in der Kabine. Entweder war es viel zu warm oder zu kalt.

Der Service war sehr freundlich, teilweise war die Verständigung auf Englisch aber etwas holprig. Unmittelbar nach dem Start wurden Canapés mit Shrimp bzw. Cocktailtomate auf Mozzarella gereicht. Dazu gab es eine Schale Haselnüsse und für mich einen türkischen Weißwein und eine Sprite.

Canapés mit Shrimp bzw. Cocktailtomate auf Mozzarella

Canapés mit Shrimp bzw. Cocktailtomate auf Mozzarella

Kurz bevor wir den Himalaya umflogen, wurde das Abendessen serviert. Sehr toll fand ich das dieses, genau wie alle anderen Speisen, auf Porzellangeschirr aufgetischt wurden. Es gab einen gemischten Salat mit Olivenöl, Wildlachs an Brokkoli und Curryreis und einen Salat mit Fleisch. Dazu wurden verschiedene warme Brötchen gereicht.

Gemischten Salat mit Olivenöl, Wildlachs an Brokkoli und Curryreis und einen Salat mit Fleisch

Gemischten Salat mit Olivenöl, Wildlachs an Brokkoli und Curryreis und einen Salat mit Fleisch

Nach dem Hauptgang gab es noch einen gemischten Fruchtsalat, leckeren Schoko- und Zitronenkuchen und eine Käseplatte. Da der türkische Weißwein nicht so ganz mein Geschmack war, wechselte ich zum Chardonnay.

Gemischten Fruchtsalat, leckeren Schoko- und Zitronenkuchen und eine Käseplatte

Gemischten Fruchtsalat, leckeren Schoko- und Zitronenkuchen und eine Käseplatte

Ich fände es schön, wenn vor dem Essen noch kleine Menükarten verteilt würden. Da der Geschmack im Flugzeug ja bekanntlich nicht so gut ist, wüsste man dann genau was man gerade gegessen hat. Toll wäre es auch gewesen, wenn wir schon einen eigenen Koch an Bord hatten, dass sich dieser einfach einmal vorgestellt hätte.

Die Kabinenbeleuchtung bzw. das hier verbaute LED-Moodlight, wurde anschließend gedimmt um die Nachtruhe für die Passagier zu ermöglichen. Derweil schlängelte sich unser Flugzeug nördlich am Himalaya Gebirge vorbei. Erstaunlich waren die vereinzelten Dörfer welche wir trotz einer Flughöhe von ungefähr 10 Kilometer deutlich erkennen konnten. Zwar war keine einzige Wolke am Himmel und somit die Sicht sehr klar, trotzdem kann die Zivilisation an diesen Stellen max. 4 -5 Kilometer unter uns gewesen sein. Da der Mond sehr hell schien, erblickte ich auch vereinzelte Bergketten welche mit Schnee bedeckt waren. Bei Tageslicht muss das echt wahnsinnig interessant aussehen.

Flugroute Hong Kong - Istanbul

Flugroute Hong Kong – Istanbul

Nach ein bisschen Schlaf und zwei Filmen bekamen wir ungefähr über dem Kaspischen Meer das Frühstück. Dieses bestand aus Rührei und einem Sandwich. Zusätzlich zum Orangensaft hätte ich mir gerne einen traditionellen türkischen Kaffee gewünscht, aber die Filtervariante tut es in der Not ja auch.

Frühstück

Frühstück

Nach 11 Stunden und 15 Minuten setzten wir in Istanbul zur Landung an. Es standen uns annähernd neun Stunden Wartezeit bevor, bis wir mit der Lufthansa um 13:55 Uhr nach Frankfurt weiterfliegen konnten.

Angekommen in Istanbul

Angekommen in Istanbul

Dieser Flug verlief ohne besondere Vorkommnisse! Es war schön nach 17 Flügen, einmal wieder eine deutsche Besatzung zu haben. Vollständigkeitshalber möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass es für drei Stunden Flug ein warmes Mittagessen gab. Hierbei bekamen wir Hühnchen mit Möhren und Zucchini an Reis und einen Schokoriegel.

Mittagessen auf den Weg nach Frankfurt

Mittagessen auf den Weg nach Frankfurt

Nachdem sich Bodo mit dem gestrigen Blogpost schon für diesen Urlaub verabschiedet hat, möchte ich dies mit dem Beitrag auch tun. Die sieben Wochen Südostasien waren wahnsinnig erlebnisreich, interessant und definitiv eine Erfahrung fürs Leben. Ich bin froh, dass bis auf kleinere Einzelheiten, alles so lief wie wir es in den Monaten der Vorbereitung geplant hatten und das keiner von uns schlimmer erkrankt war. Ich freue mich, dass uns so viele Leute hier auf dem Blog gefolgt sind, welcher ja hauptsächlich dafür gedacht war, uns später an so manche Sache zu erinnern. Ein herzliches Dankeschön dafür! Speziell möchte ich an dieser Stelle noch unserem Korrekturleser, welcher im heimatlichen Ilmenau eine super Arbeit geleistet hat, danken. (“Gern geschehen.”)

Ich würde mich freuen, wenn einige Leser auch in Zukunft wieder mal vorbeischauen würden. Spätestens Mitte April nächsten Jahres, wenn wieder mal ein Trip in den Westen der USA ansteht.

Christian

 

Reisekasse aufbessern in den Casinos Macau´s

Unser heutiges Ziel sollte das Las Vegas Chinas, die unweit Hong Kongs gelegene Provinz Macau sein. Das Städtchen ist ähnlich wie Hong Kong ein Sonderverwaltungsbezirk und verfügt über alles was dazu gehört: eigener internationaler Flughafen, ein eignes Visum und eine eigene Währung. Die Währung wird jedoch kaum genutzt – der Hong Kong Dollar hat ungefähr den gleichen Wert und wird überall gern genommen.

Da Macau nur ca. 60 km von Hong Kong entfernt liegt, nutzten wir anstatt des Flugzeugs lieber die Fähre. Verbindungen gibt es von mehreren Punkten Hong Kongs aus und die Preise liegen, abhängig von Anbieter und Pier, zwischen 15€ und 20€. Das Ganze ist recht professionell und so bekommt man sogar Sitzplätze zugeteilt und es läuft eine Sicherheitseinweisung auf den Monitoren. Danach begaben wir uns, selbst bei ruhiger See, auf eine einstündige Schaukeltour durch das südchinesische Meer. Bei stärkerem Seegang könnte die Fahrt auf dem Katamaran jedoch schnell noch viel ungemütlicher werden.

Angekommen am Pier Taipa in Macau mussten wir wieder das übliche Einreiseprozedere durchlaufen – Einreisekarten ausfüllen, Anstellen, Stempel abholen. Endlich aus dem Terminalgebäude herausgekommen, standen auch schon dutzende Busse bereit die einen kostenlos zu allen möglichen Hotels und Casinos der Insel transportieren möchten – nur unser Hotel hatte anscheinend keinen Shuttle-Service. Da wir die 5 km jedoch nicht laufen wollten, schauten wir schnell bei Google Maps nach und setzten uns in den Shuttle-Bus des Venetian, einem großen Casino in unserer Nähe. Anscheinend interessierte das auch keinen wirklich und so waren wir in ein paar Minuten auch schon am Eingang des angeschlossenen 5 Sterne Hotels. Hier merkten wir auch schnell das die Busse nur für Hotelgäste gedacht waren, da wir unsere Koffer gegen diverse Hotelpagen verteidigen mussten. Die erste Hürde überwunden, wurden wir danach vom Besucherstrom und den Door-Boys zielsicher Richtung Rezeption geleitet – jetzt war es höchste Zeit zu verschwinden. Zum Glück war jedoch in der Lobby ein solcher Hochbetrieb das wir durch eine Seitentür unbemerkt ins Freie schlüpfen konnten – noch mal Glück gehabt.

Die letzten beiden Kilometer mussten wir nun doch noch zu Fuß laufen und hatten so ein bisschen Zeit, uns die Gegend zu betrachten. Das eben schon erwähnte Venetian ist ein riesiger Venedig-Nachbau samt mehrerer kleiner Häuser die von Wassergräben und Gondolieren umgeben waren. Das ganze Gelände war sicher 1 km² groß und noch sehr neu. Außerdem gab es in unserem Teil der Insel noch das Galaxy, das City of Dreams sowie mehrere kleinere Anlagen. Die großen Komplexe sind alle an ihre Pendants aus Las Vegas angelehnt, brauchen sich jedoch in Größe und Aussehen (nach Chris´ Aussage) nicht hinter diesen zu verstecken. Die Chinesen verstehen eben etwas von Monumentalbauten! Nach ein paar Minuten Fußmarsch erreichten wir unser „Grand View“ Hotel und konnten erfreut feststellen das wir hier auch ein eigenes kleines Casino besitzen. Hier checkten wir schnell ein und freuten uns, nach den letzten beiden Tagen in einem (gefühlten) Wandschrank, wieder ein ordentliches Zimmer mit großen Betten zu sehen. Die einzige bauliche Besonderheit war eine sehr eigenartige Dusche. Diese war zwar zum abschließbaren Bad mit einem undurchsichtigen Duschvorhang abgetrennt jedoch zum Schlafzimmer mit einem großen Panoramafenster offen . Zum Glück fanden wir nach ein paar Minuten noch ein Rollo mit dem man die Privatsphäre wieder herstellen konnte.

Das Galaxy in Macau

Das Galaxy in Macau

So und nun auf ins Casino! Um uns erstmal ein bisschen einzustimmen, versuchten wir uns im hauseigenen Casino an den Slot-Machines. Die einarmigen Banditen sind eigentlich recht einfach zu bedienen, da jedoch alles nur auf Chinesisch beschriftet war, mussten wir uns schon nach dem ersten Knopfdruck von der Hälfte unseres Einsatzes (zum Glück nur 2€) verabschieden. Nach einigen weiteren Versuchen und einigen weiteren Verlusten war uns schließlich die Handhabung klar und wir entwickelten unsere ersten Strategien. Die Automaten unterscheiden sich in der Anzahl der Symbolreihen und der möglichen Gewinnkombinationen. Meiner Meinung nach sind die einfachen die besseren Automaten, da man hier zwar weniger gewinnen aber demzufolge auch weniger verlieren kann. Nach 1,5h und einigem Rauf und Runter auf unserem Gewinnschein hatten wir 3€ verloren und genug von den Automaten. Die Sache macht zu Beginn schon einigen Spaß, jedoch ist mir nicht klar wie sich manche Leute damit Abende beschäftigen können. Für uns war es nun Zeit, uns den „großen“ Fischen zuzuwenden.

In Macau werden an den Tischen verschiedene Spielarten angeboten. Das meistverbreiteste ist Baccara. Keine Ahnung wie es geht jedoch scheint es den Chinesen riesigen Spaß zu machen. Man sieht sie immer wieder auf ihren Stühlen herumspringen, hört sie herumschreien und Karten auf den Tisch schmeißen. Daneben gibt es noch Poker, Roulette, Casino War, Craps und diverse andere Spiele die wir noch nie gesehen hatten. Unser Spiel für den Abend sollte jedoch das Königsspiel der Casinos „Black Jack“ werden. Aus Filmen wie 21 wusste ich noch das es dort eine gute Strategie geben soll, die einem wenigstens eine gewisse Chance auf Gewinne einräumt. Also versuchte ich mein Glück bei Google und war sehr überrascht das man beim ersten Hit den entsprechenden Wiki-Artikel mit der Strategie finden konnte. Ich prägte mir die knapp über 20 Regeln so gut es ging ein und war bereit für den Table.

Black Jack Tische

Black Jack Tische

Ehe wir uns nun ins Getümmel stürzen konnten, mussten wir uns noch klar werden, wie viel Startkapital (und somit auch den größtmögliche Verlust) wir aufwenden wollten. Ein Einsatz von 20€ pro Person erschien uns angemessen. Unser Casino sollte das Galaxy werden: einer der gigantischen Prachtbauten, der mittlerweile auch sehr schön von außen beleuchtet war. Der Einlass war trotz mehr oder weniger eleganter Kleidung (bei mir Polohemd und Trackinghose) kein Problem. Drinnen wartete ein überwältigender Anblick von hunderten von Tischen und tausenden von zockenden Chinesen auf uns. Wir kämpften uns durchs Gewimmel und fanden nach einigem Suchen auch die Black Jack Tische. Dort traf uns der Schlag! (im übertragenen Sinne) Ein einziges Black Jack Spiel kostete am billigsten Tisch bei minimalem Einsatz 20€. Das Limit lag bei 6000€ – das ist einfach ein Nummer zu groß für uns!

Deckenverzierungen im Venetian

Deckenverzierungen im Venetian

Ok, unser erster Anlauf war wohl nix – also versuchten wir es noch einmal in einem anderen Casino. Für die Fahrten von einem Casino zum Nächsten stehen überall kostenlose Shuttle-Busse bereit. Angekommen im Venetian mussten wir jedoch feststellen das die Preise genau so hoch waren. Im City of Dreams ging es sogar erst bei 30€ los. Für uns war völlig unverständlich wie sich das ein normaler Chinese leisten kann und das schlimme daran war, dass die meisten auch vollkommen normal aussahen. Anzugsträger waren selten und protzige Statussymbole wie Louise Vuitton Taschen oder Rolex-Uhren hat man so gut wie nie gesehen. Ein wenig geknickt ging es zurück Richtung Hotel um uns dort wieder den Slot-Machines zu widmen. Kurz vor unserem Hotel sahen wir jedoch die Straße rauf noch ein weiteres, kleineres Casino blinken und entschieden dort noch einmal einen Versuch zu unternehmen. Dieses war nicht ganz so luxuriös und neu wie die anderen, dafür waren die Einsätze an den ersten Tischen auch nur 1/4 so hoch. Nach kurzem Suchen fanden wir schließlich auch einen Black Jack Tisch der 5€ als Startgebot hatte.

Chris war dies jedoch immer noch zu hoch, zumal er noch nie Black Jack gespielt hatte. Also legten wir unsere Einsätze zusammen und noch einmal 10€ drauf um mindestens 10 Spiele zu haben und ich forderte das Glück heraus. Die ersten paar Spiele liefen gut und so hatte ich in wenigen Minuten bereits 10€ erspielt. Chris machte schon Pläne wie wir das Geld am besten ausgeben, als ich plötzlich öfters verlor. Nach einigen weiteren Spielen war ich nur noch bei 25€ und Chris fing an zu schwitzen. Doch dann fingen die Regeln der Wahrscheinlichkeit an zu greifen und es ging wieder aufwärts. Wiki behauptete das man nach einer Stunde Spielzeit bei einer optimalen (meiner ) Strategie 11% Gewinn macht. Zu meiner größten Überraschung stimmte das! Nach 1 Stunde hatte ich mich auf um die 65€ eingepegelt. Bei 75€ übergab ich Chris unseren Starteinsatz damit wir auf jeden Fall ohne Verlust nach Hause gehen würden. Von da an konnte er auch wesentlich entspannter zugucken . Nach ca. 4 Stunden Spielzeit hatte ich 72,50€ an Gewinn erspielt und wir beendeten den Abend.

Beim Black Jack spielen

Beim Black Jack spielen

Ich muss hier nochmal erwähnen, dass ich nie damit gerechnet hätte das man im Casino wirklich Geld gewinnen kann. Für mich bestand die sportliche Herausforderung darin möglichst lange durchzuhalten ohne Pleite zu gehen. Umso mehr war ich verwundert, dass man anscheinend durch einfaches befolgen der Wiki-Strategie Geld erspielen kann. Wir fragten uns nur warum dies nicht mehr Leute so machen. Somit war der Abend doch noch erfolgreich verlaufen und wir hatten die Kosten für die Fähre sowie einen Teil des Essens wieder rein.

Mit diesem Erlebnis verabschiede ich mich von unserer Asienreise und nehme viele einmalige Eindrücke und aufregende Erlebnisse mit. Für alle die bis hierhin bei diesem Mamut-Beitrag durchgehalten haben, sage ich “Danke fürs Lesen!” und ich hoffe es hat euch Spaß gemacht.

Bodo

Licht- und Lasershow

Auf nach Kowloon!

Am frühen Vormittag fuhren wir mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Causeway Bay. Hier wollten wir in einer Art Szeneladen für einen Freund eine besondere Box mit zwei Flaschen Absolut Vodka kaufen. Leider war die limitierte Sammelbox schon am Vortag ausverkauft. Weil wir nun einmal in der Nähe waren, machten wir noch einen Abstecher in das Shopping Center „Times Square“. Hier gibt es alle mögliche Läden, von Luxustaschen bis Technik. Wir schlenderten ein wenig durch die Passagen und schauten uns allerlei Technik an, u.a. die neue Generation 3D Fernseher oder das neue Nokia Lumia 800 mit Windows Mobile 7. Bei letzterem muss aber noch nachgebessert werden!

Nach unserem Shoppingausflug, nahmen wir die berühmte Doppelstock Tram Hong Kongs um zum Hopewell Center zu fahren. Als ausgewachsener Europäer sollte man sich hier bewusst über die Höhe des Fahrgastraums sein. Lange Strecken mit eingezogenem Kopf sind echt nicht bequem.

Das Hopewell Center war eins der ersten runden Hochhäuser in Hong Kong. Hier gibt es einen kostenlosen Panoramaaufzug. Wenn man wie wir von der hafenzugewandten Seite das Gebäude betritt muss man erst einmal in die 17. Etage hochfahren. Hier ist der Zugang zum Glasaufzug der bis in die 56. Etage durchfährt. Da dieser um die Mittagszeit aber nicht geöffnet ist, fuhren wir in die 52. um endlich mal unsere kostenlose Regus-Goldkarte (als Kunde von Miles&More) zu nutzen. Regus ist ein weltweiter Anbieter von Business Lounges. Hier vertrieben wir uns die Wartezeit bei einem Kaffee und Postkarten schreiben bis wir schließlich kurz nach 13 Uhr mit dem Panoramaaufzug fahren konnten. Die Fahrt dauert ungefähr 30 Sekunden und der Ausblick in den Hafen ist grandios. Für Leute mit Höhenangst ist es aber nicht zu empfehlen.

Ausblick vom Panoramaaufzug des Hopewell Centers

Ausblick vom Panoramaaufzug des Hopewell Centers

Nächster Punkt auf unsere Liste „Kostenlose Attraktionen in Hong Kong“ war das Währungsmuseum im 55. Stock den TWO ifc-Towers. Hier standen wir gestern ja schon einmal, leider vor verschlossenen Türen. Am einfachsten ist der Zugang über die angrenzende ifc-Mall. Einfach in Richtung TWO ifc laufen und dort rechts die Rolltreppe herunter fahren. Um Zugang zur 55. Etage zu bekommen, braucht man einen Besucherausweis. Diesen gibt es an der Anmeldung im Erdgeschoss gegen Vorlage eines Lichtbildausweises.

Das Museum an sich ist wahrscheinlich nicht für Jedermann interessant. Es werden die unterschiedlichen Sicherheitsmerkmale des Hong Kong Dollars erklärt. Touristen wie wir fahren ja wegen der Aussicht hier hoch. Durch die Panoramascheiben sind der südliche Teil Hong Kong Islands, der Victoria Peak und das Hafengebiet einsehbar. Wir hatten aber Pech mit dem Sonnenstand und so spiegelte sich alles im Fenster und wir konnten keine anständigen Fotos machen.

Nach einem kurzen Snack bei Subways setzten wir mit der Star Ferry über nach Kowloon. Dieses historische Transportmittel, welches schon seit 1898 verkehrt, ist schon zu einem Wahrzeichen Hong Kongs geworden. Wir kauften ein Ticket für das Upper Deck für 2,20 HK$ (ca. 0,20 EUR) und brauchten ungefähr 5 Minuten für die Überfahrt.

Wir durchliefen den Kowloon Park, welcher eine willkommene Abwechslung zum Großstadtlärm war. Hier gibt es ein Schwimmbad, einen Vogelpark und mehrere Terrassen mit Wasserspielen. Am Rande des Parks stießen wir auf die Nathan Road. Dies ist die Prachtstraße Kowloon‘s. Hier befinden sich viele Luxushotels, Shopping Malls und kleinere Läden. Aber auch wieder viele arabische und indische „Drücker- Gangs“ die einem an jeder Ecke ihre Visitenkarte von gefälschten Rolex Uhren oder Anzügen in die Hand drücken wollen. Mich nervt sowas ja immer!

An der Uferpromenade Kowloon’s suchten wir die „Avenue of Stars“ auf. Dieser ist ein asiatischer Abklatsch des bekannten „Walk of Fame“ in Los Angeles. Bis auf 2 – 3 Namen wie Jackie Chan oder Jet Li kannten wir leider keinen weiter.

Jackie Chan Statue

Jackie Chan Statue

Jeden Abend um 20 Uhr veranstaltet die Stadt für die Touristen eine Licht- und Lasershow. An der ca. 15 Minuten langen Show beteiligen sich ca. 20 Hochhäuser und Gebäude um den Fluss herum. Die passende Musik kommt dabei aus Lautsprechern auf der Promenade. Wir fanden die Show sehr gut, nur leider wurde das Gesamtbild etwas getrübt, weil mehrere Gebäude einfach ausblieben.

Licht- und Lasershow

Licht- und Lasershow

Licht- und Lasershow

Licht- und Lasershow

Ausblick vom Victoria Peak

Erster Tag in Hong Kong

Bevor wir zum Sightseeing in die 7 Millionen Einwohner Stadt aufbrachen, besorgten wir uns noch eine Octopus Card in einer MRT Station. Diese Plastikkarte kann fast überall in Hong Kong zum Bezahlen genutzt werden und ist z.B. bei Busfahrten ohne Wechselgeld unerlässlich. Zusätzlich zu den öffentlichen Verkehrsmitteln können wir damit auch bei Restaurants oder in vereinzelten Supermärkten zahlen. Bei der Rückgabe der Prepaid-Karte gibt es den Pfand (50HK$) und das Restguthaben zurück.

Mit der U-Bahn „Island Line“ fuhren wir von unserem Hotel zur Station Admiralty. Von dort gingen wir vorbei an den komisch geformten Lippo Towern zum Hong Kong Park. Diese schön angelegt 80.000 m² große Grünanlage wurde 1991 eröffnet. Innerhalb dieser befinden sich ein Museum, mehrere Seen und sogar ein kleiner Vogelpark. Wir verließen den Park in Richtung des Bank of China Towers. Dieser 367 Meter hohe Büroturm gehört zu den höchsten Gebäuden der Welt. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Hochhäusern sind die sichtbaren weißen Querstreben in der Glasfront.

Bank of China Tower

Bank of China Tower

Auf unserem Weg zur ifc-Mall bzw. TWO ifc-Tower stießen wir in den Fußgängerzonen immer wieder auf Menschenmassen welche in auseinander geschnittenen Pappkartons auf dem Boden saßen. Dort hatten sie sich meist mit Köfferchen und `zig Plastetüten zu kleinen Gruppen zusammen gefunden. Mein erster Gedanke war, dass sie sich aus Protest gegen die Banken ähnlich der „Occupy Wall Street“- Bewegung hier versammelt haben. Denn wie Bettler bzw. Obdachlose wirkten sie nicht gerade, da einige sich u.a. mit ihren Laptops bzw. Smartphones beschäftigten. Den genauen Grund haben wir aber nicht herausfinden können.

Straßentreff

Straßentreff

In der ifc-Mall angekommen, wollten wir eigentlich in das Währungsmuseum im 55. Stock des TWO ifc-Tower fahren. Da heute aber Sonntag war, hatte dieses leider geschlossen.

Somit fuhren wir mit der weltweit längsten, leider aber nicht durchgängigen, Rolltreppe in die Berge von Hong Kong Island. Dieser 800 Meter lange Rollweg fährt von 6 bis 10 Uhr morgens bergab und von 10:20 Uhr bis Mitternacht in die entgegengesetzte Richtung. In den einzelnen Höhenlevels mussten wir immer kleinere Straßen überqueren. Hier befinden sich meist unterschiedliche Restaurants oder Hotels.

Weltweit längste Rolltreppe

Weltweit längste Rolltreppe

Bei blauem Himmel und Sonnenschein beschlossen wir auf den Victoria Peak zu gehen. Dieser ist mit 552 Metern die höchste Erhebung Hong Kong Islands. Den Aussichtsturm auf 379 Metern erreichten wir mit der Peak Tram, einer 1888 eröffneten Schweizer Standseilbahn. Diese fährt unweit des Hong Kong Parks ab und der Fahrpreis (28 HK$/Bergfahrt, 12 HK$/Talfahrt) kann mit der Octopus Card bezahlt werden. Die Bahn führt sehr steil den Berg hinauf von wo aus man allerdings schon einen tollen Blick auf die Stadt bekommt. Oben angekommen wanderten wir den Hong Kong Trail entlang. Nach ca. 15 Minuten, auf einem gut ausgebauten Weg, erreichten wir einen tollen Aussichtspunkt um Fotos zu machen.

Der Eintritt für die Sky Terrace des Victoria Towers lohnt sich eigentlich nicht, da im nebenan befindlichen Shoppingcenter eine kostenlose Aussichtsterrasse vorhanden ist.

Ausblick vom Victoria Peak

Ausblick vom Victoria Peak

Ausblick vom Victoria Peak

Ausblick vom Victoria Peak

Unsere A380 am Gate

Flug mit der A380

Lange habe ich auf diesen Moment gewartet – mein erster Flug mit der A380 von Airbus! Um unseren Erstflug auf diesem Modell so einmalig wie möglich zu gestalten, gönnten wir uns ein Ticket in der Ersten Klasse. Die in Dubai beheimatete Emirates Airline bietet für die Route Bangkok – Hong Kong auch für den normalverdienenden Flugverrückten ein bezahlbares Ticket an.

Das Erlebnis „First Class“ begann für uns allerdings schon weit vor dem eigentlichen Flug. Mit dem Airport Express fuhren wir von der Innenstadt Bangkoks zu dem ungefähr 30 Kilometer entfernten Suvarnabhumi International Airport. Mit festen Schritten und voller Vorfreude gingen wir den roten Teppich hinab zum exklusiven First Class-Schalter. Kein ewiges in der Schlange stehen mit den „Holzklasse“-Kunden. Bevor wir allerdings mit der Dame am Schalter ins Gespräch kamen, wurden wir von einem anderen Mitarbeiter noch einmal gefragt, ob wir wirklich den richtigen Weg gewählt haben. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und der Aussage „Yes, we are flying first class!“ bejahten wir seine Frage.

Emirates First Class Schalter am Flughafen Bangkok

Emirates First Class Schalter am Flughafen Bangkok

Zusätzlich zu unserem Flugticket bekamen wir eine Einladung in die Lounge und einen Ausweis um die Premium Lane am Flughafen nutzen zu können. Diese speziell für Premiumkunden der Airlines eingerichtete Sicherheitsüberprüfung und Ausreisekontrolle spart wertvolle Zeit. So gelangten wir noch schneller in den exklusiven Wartebereich von Emirates. Dort fanden wir einen größeren Wartesaal mit mehreren kleinen Sitzecken und einem Buffet Bereich vor. Es gab hier mehrere warme und kalte Speisen, Canapés und Desserts zur Auswahl. Da wir aber im Flugzeug noch ein gutes Essen erwarteten, nahmen wir hier nur eine Kleinigkeit zu uns. Die Zeit nutzten wir lieber und stoßen mit einem Glas Moët & Chandon-Champagner auf das bevorstehende Erlebnis an.

Mein Ticket

Mein Ticket

Buffet in der Emirates Lounge

Buffet in der Emirates Lounge

Kurz nach 13 Uhr verließen wir die Lounge und gingen zum Abfluggate E4 wo schon die A380 auf uns wartete. Um die zwei vorhandenen Passagierdecks des Airbus in akzeptabler Zeit zu füllen, gibt es in Bangkok drei Fluggastbrücken. Wir durften mit den anderen First und Business Passagieren die rechte Brücke für das Oberdeck benutzen. An der Flugzeugtür angekommen wurden wir persönlich begrüßt und zu unseren jeweiligen Platz begleitet. Platz ist bei Emirates eigentlich untertrieben – es ist eine Suite! Obwohl Bodo eine Reihe vor mir saß, waren wir durch die Suite so voneinander getrennt, dass wir uns nicht mehr sehen oder verstehen konnten. Deshalb werde ich diesen Blogpost jetzt aus meiner Perspektive weiterschreiben.

Unsere A380 am Gate

Unsere A380 am Gate

Blick in die First Class Kabine

Blick in die First Class Kabine

Nach einer Begrüßung durch den Purser, mit der anschließenden Erklärung des Sitzes und den anderen Geräten in meiner Suite (4A), gab es vor dem Pushback ein weiteres Glas Champagner. Diesmal einen Dom Pérignon aus dem Jahr 2002.

Meine Suite

Meine Suite

Die Zeit bis zum Start nutzte ich um mich mit meiner Suite näher vertraut zu machen. Die Zentrale Steuereinheit ist ein einfach zu bedienender Touchscreen-Controller. Hierrüber wird der Sitz, die integrierte Massagefunktion, die Beleuchtung, das Entertainment System und mehr kontrolliert.

Touchscreen-Controller

Touchscreen-Controller

Der Ledersitz kann stufenlos in jede beliebte Position gefahren werden. Dabei können elektronisch sieben Zonen, von der Kopfstütze bis zu Fußauflage, konfiguriert werden. Für eine schnellere Einstellung gibt es mehrere Speichertasten (Takeoff, Lounge, Essen etc.) zur Auswahl. Jede Suite ist u.a. mit einem 25 Zoll LCD-Display ausgestattet. Hierauf läuft das ice Entertainment System mit ‘zig Videos-on-Demand, Musik und anderen Spielereien. Ich nutzte allerdings nur die verschiedenen Kameraperspektiven des Flugzeuges und hörte ein wenig aktuelle Chartmusik. Die Kopfhörer entfernen die Umgebungsgeräusche und bieten so einen tollen Klang.

Jeder Passagier hat außerdem noch die Möglichkeit seine Privatsphäre durch die elektrisch verstellbare Schiebetür zu erhöhen. Für die individuelle Versorgung gibt es eine kleine Minibar und einen Snackkorb.

Ich fand es erstaunlich wie leise es in der Kabine war. Die vier GP7200 Triebwerke waren selbst während des Starts kaum zu hören. Auf dem Monitor verfolgte ich, wie der Kapitän die Maschine langsam nach oben zog. Anschließend wurde es Zeit die Menü- und Weinkarte, welche noch kurz vor dem Start ausgeteilt wurden, zu studieren. Aufgrund der kurzen Flugzeit gab es nur ein „Light Meal“ zur Auswahl. Als Vorspeise suchte ich mir den geräucherten Lachs an Ananas, Sellerie und Apfelsalat aus. Dazu gab es einen gemischten Salat mit unterschiedlichen Dressings. Kurz darauf wurde mir der warme Hauptgang serviert. Ich hatte Red Snapper, platziert auf einer Tomatensoße, an sautierten Kartoffelscheiben mit frischem Spinat und roter Paprika. Einfach nur lecker! Dazu ließ ich mir vom Purser einen französischen Weißwein (Jahrgang 2007) aus der Region Sancerre empfehlen. Zum Abschluss des Menüs gab es noch eine Panna Cotta mit Passionsfrucht und einem 2003er Château Rieussec Dessertwein.

Vorspeise: geräucherten Lachs an Ananas, Sellerie und Apfelsalat

Vorspeise: geräucherten Lachs an Ananas, Sellerie und Apfelsalat

Red Snapper, platziert auf einer Tomatensoße, an sautierten Kartoffelscheiben mit frischem Spinat und roter Paprika

Red Snapper, platziert auf einer Tomatensoße, an sautierten
Kartoffelscheiben mit frischem Spinat und roter Paprika

Panna Cotta mit Passionsfrucht und einem 2003er Château Rieussec Dessertwein

Panna Cotta mit Passionsfrucht und einem
2003er Château Rieussec Dessertwein

Schon während eines Toilettenbesuches vor dem Essen, meldete ich mich bei der Stewardess, dass ich gerne die Dusche an Bord benutzen wollte. Ja, ihr habt richtig gelesen, es gibt hier eine Dusche! Bei einer Flugzeit von gerade mal 2 Stunden ist da etwas Planungsgeschick nötig. Aus diesem Grund beeilte sich der Purser beim Servieren des Menüs. Ich hatte gerade meinen Dessertwein getrunken, da hörte ich auch schon von der netten Stewardess: „Sir, your shower is now ready!“. Sie begleitete mich nach vorn in den linken Waschraum und erklärte mir was ich beim Duschen zu beachten habe. Das Wasser ist auf fünf Minuten beschränkt, wobei der aktuelle Restbestand über eine farbige Anzeige dargestellt wird. Der Wasserdruck ist besser als der in manchen Hotels und ich verbrauchte gerade einmal die Hälfte meiner Duschzeit. Auf einem kleinen Display wird u.a. die aktuelle Flughöhe angezeigt. Erst jetzt realisierte ich, dass ich gerade eine Dusche in über 10 Kilometer Höhe genossen habe. Wowww!

Dusche im Flugzeug

Dusche im Flugzeug

Als ich wieder zurück zu meinem Sitz kam, fragte mich der Purser, ob ich denn noch ein weiteres Getränk haben möchte. Als ich mir die Cocktail-Karte anschaute, erzählte er mir von der Lounge im hinteren Teil des Flugzeuges. Diese hatte ich bis jetzt ja ganz vergessen! Daraufhin begleitete er uns durch die Business Class ans Ende des Oberdecks. Leider hatte die Bar sich schon auf die bevorstehende Landung vorbereitet und es blieb uns nur die Zeit für ein Foto.

Eine Bar im Heck der A380

Eine Bar im Heck der A380

Den Landeanflug auf Hong Kong genoss ich mit einem Champagner Cocktail und einem Mars. Schade dass mein erstes First Class Erlebnis so schnell vorbei gegangen ist. Irgendwann möchte ich das auch einmal auf einer längeren Strecke probieren. Aber die Zeit wird kommen!

Königspalast

Sightseeing-Schnellprogramm

Da wir das maximale aus unserem Aufenthalt im lebua herausholen wollten, besichtigten wir nur die wichtigsten touristischen Ziele Bangkoks. Für längere und ausgiebigere Besuche war es uns bei 36°C aber auch viel zu warm.

Die günstigste Transportmöglichkeit von unserem Hotel zu den unterschiedlichen Tempeln sind die Passagierboote auf dem Fluss Chao Phraya. Es gibt einmal die Express-Boote (30 THB/Person) bzw. Touristenboote mit einem Guide (Informationen über Lautsprecher) und die Standard-Boote (15 THB/Person), welche an jeder Station halten. Von der Flutkatastrophe bekamen wir allerdings hier am Fluss nicht viel mit. Zwar führte dieser viel Treibgut mit, aber außerordentlich hoch war der Wasserstand nicht mehr. Für Boote gelten hier übrigens auch dieselben Tempobegrenzungen wie uns schon im Rest Südostasiens aufgefallen sind – Maximal-Geschwindigkeit des Motors!

Bretterbuden am Fluss Chao Phraya

Bretterbuden am Fluss Chao Phraya

Unser erstes Ziel war die Tempelanlage Wat Arun. Der Tempel der Morgenröte ist ein buddhistischer Tempel am westlichen Ufer des Chao Phraya-Flusses. Die ganze Anlage war wirklich gut erhalten bzw. restauriert – einer der besten Tempel welche wir in Asien bis jetzt besucht haben. Den Mittelpunkt bildet der Phra Prang, ein mit buntem Porzellan und Muscheln geschmückter Turm. Über eine sehr steile Treppe kletterten wir bis auf die vierte Ebene des Prang. Neben den Aufgängen sind jeweils Steinstatuen von Kriegern platziert, welche die Anlage schützen sollen.

Tempelanlage Wat Arun

Tempelanlage Wat Arun

Steinstatuen von Kriegern

Steinstatuen von Kriegern

Nach einer kurzen Überfahrt mit einem Boot erreichten wir auf der gegenüberliegenden Flussseite den Wat Phra Chetuphon (kurz Wat Pho). Für Touristen ist dieser buddhistische Tempel mehr unter dem Namen „Tempel des liegenden Buddha“ bekannt. Diese 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete Buddha Statue bildet die Hauptattraktion der Anlage. Desweiteren besichtigten wir hier noch mehrere kleinere Gebäude und Innenhöfe. Nach zirka 20 Minuten hatten wir hier allerdings auch nichts neues mehr zu entdecken und wir fuhren mit dem Boot zurück ins Hotel.

Wat Phra Chetuphon

Wat Phra Chetuphon

Für den nächsten Tag nahmen wir uns die weitläufige Anlage (2,6 km²) des alten Königpalastes am Ostufer des Chao Phraya vor. Erst einmal erschreckte uns der verhältnismäßig sehr teure Eintritt von 400 THB (ca. 9,70 EUR). Dafür fanden wir die Anlage aber auch sehr gut erhalten und gepflegt vor.

Königspalast

Königspalast

 

Der große Palast war die offizielle Residenz der Könige von Siam (heutiges Thailand) in Bangkok seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Wir besichtigten mehrere Höfe mit den unterschiedlichsten Gebäuden welche wir aber bis auf wenige Ausnahmen nicht betreten konnten. Außerdem schauten wir uns noch einige Museen auf dem Gelände an. Diese sind aber unspektakulär!

Ausblick auf Bangkok aus dem 58. Stock

Angekommen im Luxus!

Endlich war es soweit! Es war die Zeit gekommen unsere Suite im Tower Club at lebua zu beziehen. Schon kurz nach unserer Ankunft kamen wir in den Genuss der Annehmlichkeiten eines fünf Sterne Hotels. Der Concierge schaute zwar etwas ungläubig, als wir zu Fuß und mit Rucksack bepackt, die Auffahrt hinaufliefen, nahm uns aber trotzdem mit einem Lächeln das Gepäck ab. Der typische Gast kommt wahrscheinlich mit dem Taxi oder der hoteleigenen Limousine an.

Hotel lebua in Bangkok

Hotel lebua in Bangkok

Nachdem wir uns an der Rezeption angemeldet hatten und meine Kreditkarte gezückt war, konnten wir in der Lobby auf bequemen Sesseln Platz nehmen, während sich eine Angestellte um die Formalitäten kümmerte. Schon nach einer kurzen Wartezeit wurden wir noch einmal freundlich mit Namen begrüßt und eingeladen mit der Angestellten gemeinsam das Zimmer zu besichtigen. Wir fuhren mit einem Aufzug, welcher nur exklusiv den Hotelgästen zur Verfügung steht und mit der Zimmerkarte zu aktivieren ist, in die 58. Etage.

Von unserer 66 Quadratmeter großen Tower Club Suite hatten wir vom eigenen Balkon einen tollen Blick auf den Fluss Chao Phraya. Gleich im Eingangsbereich befand sich eine Art Wohnzimmer mit zwei Sitzecken und jeweils einem Tisch. Dann folgte eine Küchenzeile mit Nespresso Maschine, Kochplatte und einem Kühlschrank. Dieser war mit kostenlosen Soft Drinks (Cola, Sprite, Ice Tea und Green Tea) gefüllt und den Bestand konnten wir zu jeder Zeit durch das Housekeeping auffüllen lassen. Hinter einer doppelseitigen Schiebetür befand sich dann ein großes Badezimmer mit Dusche und einer Badewanne. Im Schlafbereich gab es zwei sehr komfortable Betten, höchstwahrscheinlich die Besten auf unserer ganzen Reise, und ein LCD TV (inkl. Video on Demand).

Tower Club Suite

Tower Club Suite

Tower Club Suite

Tower Club Suite

Ausblick auf Bangkok aus dem 58. Stock

Ausblick auf Bangkok aus dem 58. Stock

Mit der Buchung einer Suite im Tower Club erkauften wir uns auch den Zugang zur exklusiven Tower Club Lounge in der 52. Etage. Hier konnten wir uns von 12 bis 18 Uhr rundum versorgen lassen. Wir hatten die Wahl zwischen alkoholischen und auch nicht-alkoholischen Getränken, Canapés und anderen Snacks. So begaben wir uns jeden Nachmittag nach einer anstrengenden Sightseeing Tour durch Bangkok in die Lounge und ließen den Abend bei einem Glas 2009er Chardonnay oder 12 Jahre altem Chivas Regal ausklingen.

Tower Club Lounge

Tower Club Lounge

Das Frühstück wurde im Restaurant Muzo von 6 bis 11 Uhr angeboten. Nach der Ankunft mit dem Fahrstuhl wurden wir jeden Morgen zu einem freien Tisch begleitet wo uns anschließend gleich Kaffee bzw. Tee oder Säfte serviert wurden. Auch hier sind die Anzahl von Kellnern und Köchen für europäische Verhältnisse enorm. So werden z.B. die Toastscheiben auf Wunsch in einem Holzofen gebräunt. Da ich persönlich nach über 40 Hotelnächten am Stück keine Croissants mit Marmelade mehr sehen konnte, freute ich mich sehr über die Vielfalt des Buffets. So startete ich in den Tag mit allerlei verschiedenen Sushi, Eier Benedict oder Shrimps mit chinesischen Nudeln. Mhmmmm lecker!

Restaurant Muzo

Restaurant Muzo

Allerlei verschiedenen Sushi, Eier Benedict oder Shrimps mit chinesischen Nudeln

Allerlei verschiedenen Sushi, Eier Benedict oder Shrimps mit chinesischen Nudeln

Zu einem weiteren Highlight des lebua gehören die zwei Open-Air Bars Breeze und Skybar. Das Breeze befindet sich im 52. Stock und war u.a. Kulisse für den Film „Hangover 2“. Die Skybar ist eine der höchstgelegensten Bars der Welt. Von der 63. Etage hat man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline Bangkoks. Dieser Exklusivität sind wahrscheinlich auch die hohen Preise (Cocktail ab 12 Euro) geschuldet. Da wir als Hotelgäste Voucher über zwei Freigetränke, leider nur für die Bar Breeze, besaßen, gönnten wir uns diese am letzten Abend. Bodo bestellte sich einen Mojito und ich versuchte einen Hangovertini. Dieser wurde speziell für die Schauspieler und Crew von „Hangover 2“ kreiert und enthält u.a. Green Tea Likör, Martini Rosso, grüner Apfelsaft und einen Zweig Rosmarin.

Open-Air Bar Breeze

Open-Air Bar Breeze

Hangovertini

Hangovertini

Der Luxus eines fünf Sterne Hotels und die endlose Freundlichkeit der Thais haben das lebua zu einem sehr guten Produkt gemacht. Es sind die vielen Kleinigkeiten, wie z.B. der zusätzliche Roomservice am Abend bei dem u.a. ein Kärtchen mit der Wettervorhersage auf dem Bett platziert wird, die den Aufenthalt für uns unvergesslich machen.

Wat Benchamabophit

Shopping und Sightseeing in Bangkok

An unserem ersten Tag in Bangkok suchten wir einen Schneider auf, um uns ein Angebot für maßgefertigte Anzüge einzuholen. Der Verkäufer präsentierte uns bei einem kühlen Bier seine unterschiedlichen Stoffe und Schnitte. Wir konnten uns dann eine Vorlage aus dem aktuellen Giorgio Armani bzw. Hugo Boss Katalog aussuchen. Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit dem Service und bestellten ein Paket, bestehend aus einem Anzug, zwei Hemden und eine Krawatte für Bodo und zwei Anzügen, drei Hemden und zwei Krawatten für mich. Zusammen bezahlten wir dafür 20.000 thailändische Baht. Nach einer Anprobe bekommen wir die Anzüge am Donnerstagabend in unsere Suite im lebua at State Tower geliefert. Dann heißt es: „Suit up!“

Beim Schneider in Bangkok

Beim Schneider in Bangkok

Da wir in Outdoor-Hose und ausgewaschenem T-Shirt nicht in das 5 Sterne Hotel einziehen wollten, kleideten wir uns in der MBK-Mall in der Nähe des National Stadium neu ein.

Nach ein wenig Shopping machten wir uns anschließend auf den Weg zum Wat Saket oder auch „Golden Mountain“ genannt. Der goldene Berg ist künstlich bis auf 79 Meter aufgeschüttet und mit einer goldenen Chedi gekrönt. Zur Spitze gelangten wir über 318 Treppenstufen und einige kleinere Plateaus. Hier befinden sich diverse Glocken die Glück bringend sowohl von Thais wie auch von uns geläutet wurden.

Goldene Chedi des Wat Saket

Goldene Chedi des Wat Saket

Auf dem Areal rund um den Tempelberg sind einige kleine Buddhas und Schreine gelegen. Im Innenhof trafen wir auf dutzende buddhistische Gläubiger. Viele hatten Geschenke in Form von Blumengestecken oder Tee-Sets dabei. Wir hatten den Eindruck, dass alle auf ein besonderes Ereignis warteten. Die Ankündigungen über Lautsprecher waren leider nur auf thai und halfen uns somit nicht wirklich weiter. Plötzlich verstummten alle und es wurde ein sehr alter Mann im Rollstuhl hereingefahren. Während die anwesenden Gläubigen zum Gebet aufstanden nahm der Herr auf einem thronähnlichen Stuhl auf dem Altar Platz. Bevor die Zeremonie weitergeführt wurde verließen wir aber aus Anstand das Gebäude.

Zeremonie

Zeremonie

Den Tag schlossen wir mit einem Besuch des Wat Benchamabophit, von Touristen aufgrund seiner Bauart auch Marmortempel genannt, ab. Der buddhistische Tempel zählt zu einem der schönsten Thailands und ist eine Hauptattraktion Bangkoks. Das weiß- , teilweise rosèfarbige Marmorgestein glänzte in der Sonne und machte so auf uns einen sehr prunkvollen Eindruck. Auf unserer Reise haben wir bis jetzt noch keinen so besonderen Tempel gesehen. Auch aus diesem Grund wurde die Anlage wahrscheinlich als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen.

Wat Benchamabophit

Wat Benchamabophit

Wat Phra Sri Sanphet

Willkommen in Sin City!

Mit dem Mietwagen, einer silbernen Toyota Limousine, fuhren wir vom Flughafen Bangkok in das zirka 90 Kilometer nördlich liegende Ayutthaya. Die Stadt liegt wie auf einer Insel von Flüssen umgeben. Somit traf die Flutkatastrophe der letzten Wochen die Gegend besonders hart.

Verwüstung in Ayutthaya

Verwüstung in Ayutthaya

Wir wissen nicht genau, seit wann das Wasser wieder abgeflossen ist – lange kann es aber noch nicht her sein. Auf den Straßen werden an vielen Stellen noch Müllberge zusammengetragen oder Sandsäcke weggeräumt. An einigen Häusern konnten wir noch gut erkennen, dass die Fluten ungefähr 1,5 Meter hoch standen.

So begaben wir uns am Abend auf die Suche nach einem Restaurant. Beim Spaziergang durch die Stadt war es uns an vielen Stellen aber nicht ganz geheuer. Die Straßenbeleuchtung war ausgefallen, es wimmelte nur so von herumstreunenden Hunden und es war kein Mensch zu Fuß unterwegs. Bis auf einzelne offene Geschäfte waren alle dunkel und verbarrikadiert. Einige Häuser waren zusammen gestürzt und die Einwohner lebten in Zelten oder wir konnten durch die kaputten Wände direkt ins Wohnzimmer schauen. Willkommen in Sin City! Nach dem wir fast eine Stunden umhergeirrt waren und immer noch keinen Platz zum Essen fanden, gab es zum Abendbrot nur einen Mars Riegel aus dem Supermarkt. Auch dieser Markt war den Fluten zum Opfer gefallen und erst halb wieder aufgebaut. In den meisten Regalen klafften noch große Lücken, die einzigen Sachen, welche in Unmengen zur Verfügung standen, waren Waschmittel und Shampoo!

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück, der Schokoriegel hatte ja nicht viel geholfen, auf den Weg zu den schwimmenden Märkten. So schlimm es auch klingen mag, aber schwimmend, eigentlich eher tauchend, ist hier wörtlich zu nehmen. Die Stege an denen die Händler aus ihren Booten heraus normalerweise ihre Waren anbieten, waren größtenteils im Wasser versunken oder zerstört. Wir standen also mitten in einer Ruine, an welcher aber auch noch in keinster Weise gearbeitet wurde.

Ruinen der schwimmenden Märkten

Ruinen der schwimmenden Märkten

Anschließend besichtigten wir noch vier weitere Tempelanlagen u.a. den Wat Phra Sri Sanphet. Dies war der königliche Tempel auf dem Gelände des alten Königspalastes in Ayutthaya. Im Zentrum der Anlage befinden sich auf einer erhöhten Plattform drei gut restaurierte Chedis. Ein Chedi ist ein in einer zyklonischen Bauart errichteter Turm, welcher im Gesamtbild an eine Glocke erinnert. In jede Himmelsrichtung sind kleine Kapellen angesetzt, an die steile Treppen heranführen.

Wat Phra Sri Sanphet

Wat Phra Sri Sanphet

Buddha im Baum

Buddha im Baum

Unsere letzte Tempelanlage in Ayutthaya war der Wat Chaiwatanaram. Hier begannen die Aufräum- bzw. Abpumparbeiten erst vor wenigen Tagen. Das Zentrum war immer noch vom Wasser umgeben und die Bereiche welche schon frei lagen, waren dreckig und matschig. Die in diesem Fall ungünstige Lage am Fluss, wurde dem Tempel zum Verhängnis. Zwar gibt es eine wenige Meter hohe, einigermaßen stabile Staumauer, diese konnte den Massen aber nicht stand halten.

Wat Chaiwatanaram

Wat Chaiwatanaram

Mit einem bedrückenden Gefühl, gerade ein Art Katastrophen-Tourismus begangen zu haben, rollten wir wieder Richtung Bangkok. Für die ursprünglich einstündige Fahrt brauchten wir auf Grund eines Staus vor der Mautstelle und der unübersichtlichen Straßenführung insgesamt drei Stunden. Wir fuhren fast 1,5 Stunden im Kreis bis wir endlich die Richtige Abfahrt für die Mietwagen Rückgabe fanden. Völlig entnervt ließen wir den Tag im Twin Towers Hotel in Bangkok ausklingen.

Rafting in Phang-Nga

Rafting in Phang-Nga

Nach unseren letzten beiden sehr entspannten und erholsamen Tagen am Strand, sollte es heute wieder ein bisschen mehr Aktion geben. Wir entschieden uns für eine Ganztagestour von dem Reisebüro in unserem Hotel. Diese Tour-Büros gibt es hier überall, ein Vergleich lohnt sich also. Alle bieten auf Nachfrage Rabatt an, dieser ist jedoch unterschiedlich hoch und hängt davon ab, wie gut sich der Verkäufer mit den Reiseveranstaltern versteht. Unser Hotel-Verkäufer war dort wohl gut bekannt und konnte uns nach einigem Verhandeln einen Rabatt von 35% bieten. Dafür bekamen wir den Transport, eine Mini-Tracking-Tour zu einem Wasserfall, ein warmes Mittagessen und die 7 km Rafting-Tour für knapp über 30€.

Los ging es um 7:30 Uhr an unserem Hotel. Wir wurden von einem sehr komfortablen Isuzu Pickup mit voller Innenausstattung abgeholt. Anscheinend verdient man im Tourgewerbe recht gut! Vom Sammelpunkt aus sollte es mit dem Bus weitergehen. Hier zeigte sich auch das erste Mal, wie man einen ganzen Tag mit Programmpunkten für 3 Stunden füllen wollte. Wir waren die Ersten im Bus und bis so langsam alle angekarrt waren, war es auch schon kurz vor 9 Uhr.

Kurz nach halb 11 waren wir dann im Rafting-Gebiet auf dem Festland Thailands angekommen. Hier ging es mit einem kleinen überdachten Pickup, bei dem die Fahrgäste auf der Ladefläche sitzen, weiter zum Startpunkt. Die Fahrer scheinen unter chronischem Zeitmangel zu leiden, jedenfalls sind wir mit über 80 einer schmalen Bergstraße mit reichlich Serpentinen hochgedonnert – wie gesagt unangeschnallt auf der Ladefläche! Oben angekommen schnappte sich jeder eine Rettungsweste und wir schwangen uns ins Schlauchbot, welches kurz zuvor noch von unseren Führern aufgepumpt wurde (sehr vertrauenserweckend). Danach paddelten wir bis zur Startposition hinter einer Staumauer. Da der Fluss längst nicht genug Wasser für eine Rafting-Tour hat wird hier das Wasser in 2 großen Becken gestaut und zweimal am Tag abgelassen. Dabei kann man für ungefähr 15 Minuten raften gehen – wer das Zeitfenster verpasst muss auf die nächste Welle warten.

Rafting in Phang-Nga

Rafting in Phang-Nga

Die Schleusen wurden geöffnet und die Fahrt ging los! Wir saßen zusammen mit zwei Kasachen und zwei Führern in unserem Boot. Interessanterweise hatten wir 4 Passagiere und nur 3 Ruder, was dazu führte, dass wir uns ständig drehten und auch öfters rückwärts den Fluss runter fuhren. Die Tour durch die Stromschnellen macht viel Spaß und da um die 50 Boote gleichzeitig auf dem Fluss waren, kam auch ein bisschen Autoscooter-Feeling auf. Wir waren sehr schnell unterwegs und schon nach wenigen Minuten eines der ersten Boote auf dem Fluss (und das obwohl wir als letztes gestartet waren). Dadurch fuhren wir auch schneller als die Welle und mussten öfters mal am Ufer anlegen und warten bis wieder genug Wasser im Fluss stand. Die Zeit verbringt man dann am besten mit Nassspritzen der vorbeifahrenden anderen Boote oder damit, das Wasser aus dem Boot zu schaufeln.

Rafting in Phang-Nga

Rafting in Phang-Nga

Nach einer Stunde war der Spaß auch schon wieder vorbei und wir bekamen ein warmes Mittagessen. Es gab nicht das beste Thai-Food, es war jedoch besser als wir erwartet hatten. Danach ging es weiter zur Mini-Tracking-Tour zu einem Wasserfall mit Schwimmmöglichkeit. Mini- Tracking deshalb weil wir wieder von einem unserer geliebten Pickups 15 Minuten lang den Berg hochgefahren wurden und dann die letzten 50 Meter noch laufen durften. Schön war es trotzdem und das Wasser war endlich mal erfrischend kalt. Im uns umgebenden Dschungel hörten wir das Klappern der Klapperschlangen. Zu Gesicht bekamen wir aber keine. Unser Besuch war leider nur recht kurz und so waren wir nach 20 Minuten schon wieder auf dem Rückweg.

Wasserfall

Wasserfall 

Danach war für uns der interessante Teil das Tags gelaufen und wir durften uns mal wieder auf Warten einstellen. 2,5 Stunden später ging es dann mit dem Bus zurück Richtung Hotel. Auf dem Weg hielten wir nochmal an einer Affenhöhle an. Hier konnte man Affen “in ihrer natürlichen Umgebung“ beobachten und füttern – das gleiche wie immer… . Wir waren wenig motiviert uns das anzusehen, da wir jedoch danach noch 1,5 Stunden im Bus sitzen würden, gingen wir mal hin und beobachten die Touris, wie sie sich anspringen ließen und versuchten ihre Taschen vor den Affen zu schützen – eigentlich doch ganz lustig.

Nach fast 12 Stunden kamen wir dann auch wieder in unserem Hotel an. Die Tour macht Spaß, die Wartezeiten nerven jedoch ein bisschen. Wer auch so eine Tour plant, sollte jedoch neben dem Rafting noch weitere Aktivitäten wie Elefantenreiten oder ATV-Fahren buchen.