Zum dritten Mal landeten wir auf dem Flughafen Kuala Lumpur. Mit den Wegen schon gut vertraut, saßen wir innerhalb von wenigen Minuten in dem 8 Ringgits teuren Shuttelbus nach KL Sentral. Für die zwei Übernachtungen hatten wir uns das Maytower Hotel in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums Kuala Lumpurs ausgesucht. Unser Zimmer lag im 24. Stockwerk des vier Sterne Hauses. Außerdem konnten wir noch einen Pool und sogar eine Sauna in der 8. Etage nutzen. Insgesamt ein sehr passables Hotel.
Den ersten Abend verbrachten wir im Einkaufscenter Times Square. Auf mindestens zehn Etagen gibt es mehrere hundert kleine Geschäfte, Restaurants und sogar einen Themenpark mit Achterbahn. Wir probierten das Essen in der Chicken Rice Factory und gönnten uns zum Nachtisch einen Donut von Krispy Kreme.
Am nächsten Vormittag besuchten wir die Batu Höhlen rund 15 Kilometer nördlich der malaysischen Hauptstadt. Ein besonderes Highlight hier ist die 42,7 Meter hohe goldfarbene Statue auf dem Vorplatz. Die Höhle bzw. die angrenzenden Bereiche beherbergen mehrere Hindu Tempel. Dazu mussten wir allerdings eine 270-stufige Treppe erklimmen. In der Höhle mit dem kleineren Eingangsportal werden, ähnlich wie in Mulu, wieder Touren angeboten. Es gibt sowohl eine 45 minütige Erkundungstour als auch eine 3 Stunden Abenteuerwanderung. Da wir vorher nicht wussten, dass so etwas angeboten wird, waren wir leider nicht vorbereitet und konnten die Touren nicht machen. Anschließend schauten wir uns die 100 Meter hohe Haupthöhle an. Von der Gestaltung her erinnerte sie mich aber mehr an einen Busbahnhof. Alles ist mit Beton planiert und einige Tempel haben bunte Lichterketten. Auf dem Vorplatz kauften wir uns an den Ständen indischer Verkäufer eine süß-klebrige Nachspeise. Der Verkäufer konnte uns nicht genau in Englisch erklären, was es ist.
Die Batu Höhlen sind ganz einfach mit der Bahn von KL Sentral zu erreichen. Der Fahrpreis beträgt gerade einmal ein Ringgit und Züge fahren alle 20-30 Minuten.
Wieder zurück in der Innenstadt bestiegen wir den 90 Meter hohen Bukit Nanas auf welchen sich der Kuala Lumpur Tower befindet. Dieser ist mit 421 Metern der höchste Fernsehturm Malaysias und das sechshöchste Gebäude der Welt. Anschließend liefen wir nach Chinatown. Bodo probierte dort ein paar asiatische Spezialtäten welche wir als Tipp von einer Einheimischen im Flugzeug bekamen. Er ließ sich Nasi Lemak und Roti Chanei schmecken. Das Erste ist ein in ein Bananenblatt eingewickelter Reisklumpen mit einer scharfen Sauce und einem Spiegelei. Das Roti Chanei gab es bei einem indischen Kiosk und ist eine Art Brot, welches mit einer schärferen Suppe kommt.
An unserem letzten Tag in Kuala Lumpur besuchten wir zuerst die Freitagsmoschee und den Merdeka Platz. Dieser liegt im Westen der Stadt und ist ein Symbol des unabhängigen Malaysias. Von der großen offenen Grünfläche am Merdeka Platz hatten wir einen tollen Blick auf umliegenden Sehenswürdigkeiten Kuala Lumpurs, wie den Fernsehturm oder in der Ferne die Petronas Zwillingstürme.
Später besuchten wir den Vogelpark, welcher mehr als 2000 Vögel aus 200 einheimischen und ausländischen Arten beherbergt. Sehr gut hat uns an dem Park das große Freiluftgehege gefallen. Dort flogen die unterschiedlichsten Vögel um uns herum oder liefen über die grünen Wiesen.
Bevor wir am Abend weiter nach Phuket geflogen sind, kehrten wir noch in ein Restaurant in Little India ein. Dort bestellten wir Chicken Beriyani. Wieder wurde uns das Essen auf einem Bananenblatt serviert. Typisch Indisch gab es kein Besteck und wir mussten unseren Reis und Hühnchen mit den Fingern essen. Für mich ist diese Art etwas ungewohnt und ich empfinde es auch nicht als wirklich praktisch, weil einem danach einfach die Hände kleben – Bodo hatte damit keine Probleme.










































